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Die Dorfkirche in Marnitz vereint Bauformen aus mehreren Jahrhunderten: Das Fachwerkgebäude stammt aus dem 18. Jahrhundert, der neugotische Turm wurde 1913 errichtet. Ein hölzerner Übergang verbindet beide Teile. Im Innenraum befinden sich ein barocker Altar und eine Renaissancekanzel. Fachwerk, Turm und Ausstattung setzen so unterschiedliche historische Akzente innerhalb eines Kirchenbaus.

Baugeschichte in Marnitz

Der Bau der Burg von Marnitz begann in der letzten slawischen Periode im 10. oder 11. Jahrhundert. Der Hauptwall erhebt sich 8 Meter über dem Niederungsgelände. Seit 1930 steht die gesamte Burganlage unter Denkmalschutz. Der Hauptwall ist damit nur ein Teil des Ensembles; der Schutzstatus gilt für die gesamte Burganlage. Zeitlich liegen die Anfänge der Burg deutlich vor den Kirchenbauphasen: Auf den Baubeginn im 10. oder 11. Jahrhundert folgen das Fachwerkgebäude aus dem 18. Jahrhundert und der Turm von 1913.

Ein Bericht aus dem Jahr 2018 beschreibt außerdem die etappenweise Restaurierung der Kirche, bei der eine Winterkirche und Toiletten Platz fanden.

Hügelgräber und slawische Spuren

Marnitz ist Ausgangspunkt für eine gut ausgebaute Strecke zu Hügelgräbern in der Mooster und ihrem Umfeld. An der Straße von Marnitz nach Mooster liegen zwei eingezäunte Hügelgräber in einem kleinen Waldstück, 400 Meter hinter der Kreuzung Siggelkow-Suckow. Der sogenannte „Kleine Ringwall“ ist ein gut erhaltenes Bodendenkmal und mehr als 1.100 Jahre alt.

Südlich von Marnitz liegt im Ruhner Wald eine ehemalige slawische Burganlage. Auf Wanderungen durch die Marnitzer Buchen lassen sich die Konturen des alten Burggrabens und der Wallanlagen der Slawenburg deutlich in der Landschaft erkennen.

Ruhner Berge: Landschaft und Wege

In der näheren Umgebung südlich von Marnitz liegen die Ruhner Berge, ein Landschaftsschutzgebiet. Der Ruhner Berg ist 176 Meter hoch und die zweithöchste Erhebung Mecklenburg-Vorpommerns. In der näheren Umgebung der Berge gibt es einen Naturlehrpfad sowie ausgeschilderte Rad- und Wanderwege.

Ein weiterer Aussichtspunkt in der näheren Umgebung ist der Ruhner Turm. Seine Aussichtsplattform liegt 32,5 Meter hoch und ist über 180 Stufen erreichbar; von oben reicht der Blick weit über Mecklenburg und Brandenburg. Für die Planung unterscheiden sich diese Angebote klar: Wege stehen für Erkundung entlang der Strecke, der Turm für einen Aussichtspunkt mit festgelegtem Aufstieg.

Mooster und Marnitzer Geschichte

Im weiteren regionalen Umfeld liegt die Mooster, eine ausgedehnte, flache Heide- und Moorlandschaft. Sie gilt als Teil eines Staubeckens, das am Ende der Eiszeit entstand; zu dessen Resten zählen der Sabelsee und der Treptowsee.

Eine andere historische Spur ist die Wetterstation Marnitz. Sie wurde 1864 von dem seinerzeit in Marnitz ansässigen Lehrer C. H. Tarnke gegründet und gehört zu den ältesten Wetterstationen in Mecklenburg. Im Vergleich zu den archäologischen Anlagen verweist ihr Gründungsdatum auf eine spätere Ortsgeschichte, die mit der Beobachtung des Wetters verbunden ist.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Eldenburg Lübz.

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