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In Neu Poserin treffen unterschiedliche Landschaftsbilder aufeinander: Seen, Dünen, Sandmagerrasen und Heiden gehören ebenso zum Landschaftsraum der Gemeinde wie der Niedermoorkomplex des Großen Serrahn. Wer einen Aufenthalt plant, kann sich deshalb zunächst fragen, ob die Landschaft oder ein kultureller Akzent den eigenen Schwerpunkt bilden soll. Beides gehört zum Bild dieses Reiseziels, ohne dass es dafür einer einzigen festen Route bedarf.

Schwinzer Heide und Serrahn

Die Schwinzer Heide erstreckt sich über die Gemeinden Dobbertin und Neu Poserin sowie die Stadt Goldberg. Mit etwa 10.000 Hektar ist sie der größte zusammenhängende Wald im Landkreis Ludwigslust-Parchim. Diese Größenordnung gibt der Landschaft einen regionalen Rahmen; zugleich lässt sich Neu Poserin über einzelne Naturgebiete genauer betrachten.

Der Große Serrahn ist ein Moor in der Gemeinde Neu Poserin und liegt im Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide. Zusammen mit dem Kleinen Serrahn bildet er auf einer Fläche von 722 Hektar das größte Naturschutzgebiet im Amt Goldberg-Mildenitz. Der Moorcharakter des Großen Serrahn und die gemeinsame Fläche des Naturschutzgebiets sind dabei zwei unterschiedliche Blickwinkel auf denselben Landschaftsraum.

Im nördlichen Teil der Gemeinde liegen außerdem die Naturschutzgebiete Langhagensee und Dünenkiefernwald. Zusammen mit den Seen, Dünen und Heiden zeigen diese Namen, wie vielfältig die Landschaft innerhalb der Gemeinde beschrieben wird. Sie geben Orientierung für alle, die sich vor der Reise mit den unterschiedlichen Naturthemen Neu Poserins beschäftigen möchten.

Wandern und Aussicht

Ausgeschilderte Wanderwege in der Gemeinde führen zu verschiedenen Aussichtspunkten und Beobachtungsständen. Damit sind Wandern und Landschaftsbeobachtung als konkrete Möglichkeiten der Erholung verankert, ohne dass alle Wege dieselbe Art von Ziel haben müssen. Wenn Sie eine Wanderung planen, lohnt es sich, vorab den Verlauf und die aktuellen Bedingungen des jeweiligen Weges zu prüfen.

Einen eigenen Aussichtspunkt bietet der Turm „Rothirsch“ in Sandhof: Von dort ermöglicht sich der Blick auf die Landschaft des Serrahns. Das unterscheidet den Turm als benannten Aussichtspunkt von den verschiedenen Zielen der ausgeschilderten Wanderwege. Auch Parkanlagen in Neu Poserin gehören zu den Erholungseinrichtungen der Gemeinde und ergänzen diese Möglichkeiten um einen weiteren Aspekt.

Gutshaus und regionale Kultur

Das Gutshaus in der Gemeinde Neu Poserin stammt aus dem 19. Jahrhundert. Es setzt neben Moor, Heide und Wald einen baulichen Akzent und eröffnet so einen anderen Zugang zum Ort als die Landschaftsgebiete. Bei der Wahl Neu Poserins können Sie die Landschaftsthemen und das Gutshaus als historischen Akzent gemeinsam berücksichtigen.

Im übergeordneten Reiseziel Ludwigslust-Parchim setzt Schloss Ludwigslust einen eigenständigen kulturhistorischen Akzent. Das Schloss war die ehemalige Residenz der mecklenburgischen Herzöge und bildet mit Park und Stadt ein Ensemble, das als „kleines Versailles des Nordens“ bezeichnet wird. Es ist zugleich Mittelpunkt einer nahezu vollständig erhaltenen spätbarocken Stadtanlage mit ehemaliger Hofkirche und einem Landschaftspark im englischen Stil. Diese regionale Ergänzung ist von den Sehenswürdigkeiten und Landschaften Neu Poserins zu unterscheiden.

Für Ihre Reiseentscheidung bieten sich damit zwei unterschiedliche Schwerpunkte an: die Landschaft mit Mooren, Wald und ausgewiesenen Wanderwegen oder die Verbindung von Naturthemen mit historischem Bauwerk. Die Aussichtspunkte und Beobachtungsstände ergänzen den Blick auf die Landschaft, während das Gutshaus und der regionale Bezug zu Schloss Ludwigslust einen kulturellen Rahmen geben.

Weitere Reiseziele entdecken: Dobbertin, Goldberg, Techentin, Mestlin.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Goldberg-Mildenitz.

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