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In Milow verbindet die gotische Feldsteinkirche eine Bauform aus dem 14. Jahrhundert mit Ausstattungsstücken aus späteren Zeiten. Für Ihre Planung zählt auch die saisonale Besuchszeit: Die Kirche ist tagsüber von Ostern bis zum Reformationstag frei zugänglich.

Kirchenbau und Ausstattung

Die Kirche in Milow ist eine gotische Feldsteinkirche in Saalform aus dem 14. Jahrhundert. An der Westseite ist die Haupttür spitzbogig überwölbt. Im 1909 erschienenen Inventar der Kunstdenkmäler der Provinz Brandenburg, Kreis Westprignitz, wurde die Kirche aufgenommen.

Im Inneren fallen mehrere konkrete Details ins Auge: An den Pfosten befinden sich zwei Schnitzfiguren aus dem 16. Jahrhundert, ein Leuchterengel und Petrus. Der geschnitzte Flügelaltar stammt noch aus katholischer Zeit. Sein Mittelstück zeigt Maria im Strahlenkranz, die Seitenflügel vier Darstellungen aus dem Leben Marias. Um den Altar verläuft eine Gitterbrüstung mit Bank aus dem Jahr 1691.

Zur Ausstattung gehört außerdem eine 0,58 Meter große Glocke, die C. D. Heintze 1754 gegossen hat. Zusammen mit dem spitzbogigen Hauptportal und den Schnitzarbeiten ergeben sich unterschiedliche Blickpunkte auf Bauform, Handwerk und religiöse Bildmotive.

Besuch und Orientierung

Planen Sie einen Kirchenbesuch tagsüber zwischen Ostern und dem Reformationstag und prüfen Sie den Zugang vor der Anreise. Ein eiserner, tischförmiger Leuchter für fünf Kerzen ist derzeit für Besucher nicht zugänglich. Die saisonale Zugangsangabe zur Kirche und die Einschränkung für diesen einzelnen Gegenstand sollten Sie bei Ihrer Planung getrennt berücksichtigen.

Auch das Gemeindehaus bietet einen eigenen Bezug zum Gemeindeleben: Der dortige Spielplatz wurde 2018 mit einer Spende und Vereinsmitteln gebaut und gilt als zentraler Treffpunkt der Gemeinde. Das ergänzt den historischen Blick auf Milow um einen jüngeren, gemeinschaftlichen Aspekt des Ortes.

Zur Gemeinde Milow gehört der Ortsteil Deibow. Auf dem Friedhof an der dortigen Kirche liegt eine Grabstätte für zwei unbekannte deutsche Soldaten; an der Dorfstraße steht ein Bismarck-Stein mit einer Gedenktafel für die im Zweiten Weltkrieg Gefallenen. Diese Gedenkorte sind Deibow zugeordnet und damit vom Ortskern Milow zu unterscheiden.

Weitere Kulturgeschichte im übergeordneten Reiseziel Ludwigslust-Parchim

Im übergeordneten Reiseziel Ludwigslust-Parchim bietet Schloss Ludwigslust einen anderen historischen Schwerpunkt. Es war die ehemalige Residenz der mecklenburgischen Herzöge. Schloss, Park und Stadt bilden zusammen ein Ensemble, das als „kleines Versailles des Nordens“ bezeichnet wird. Das Schloss bildet den Mittelpunkt einer nahezu vollständig erhaltenen spätbarocken Stadtanlage mit ehemaliger Hofkirche und einem Landschaftspark im englischen Stil. Im Schloss werden Kunst und höfische Wohnkultur des 18. und frühen 19. Jahrhunderts vermittelt.

Eine weitere eigenständige Kulturperspektive bietet die Festung Dömitz. Das Museum dort behandelt die Festungs- und Stadtgeschichte, die Geschichte von Elbe, Hafen und Brücken sowie Fritz Reuter. Die Zitadelle ist eine nach italienischem Vorbild angelegte Renaissancefestung in Form eines Fünfecks; zu ihrer Architektur gehören Bastionen, Kasematten und eine Zugbrücke.

Weitere Reiseziele entdecken: Muchow, Gorlosen, Möllenbeck, Dambeck, Karstädt, Prislich, Kremmin, Zierzow.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Grabow.

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