Wer Barkhagen als Reiseziel für eine Unterkunft prüft, kann die Wasserwege und die Baugeschichte der zugehörigen Gemeinde in die eigene Wahl einbeziehen. Konkrete Anhaltspunkte bieten Barkow und Plauerhagen: In Barkow prägen die Müritz-Elde-Wasserstraße, eine Schleuse und eine alte Dorfkirche das Bild der örtlichen Themen; Plauerhagen ergänzt den Blick um eine weitere Kirche und Gedenkorte. Die Schwerpunkte lassen sich getrennt betrachten, statt sie zu einem festen Ausflugsprogramm zusammenzufassen.
Wasserweg und Schleuse in Barkow
Die Müritz-Elde-Wasserstraße führt durch Barkow, wo sich auch die Barkower Schleuse befindet. Sie ist eine Selbstbedienungsschleuse. Ihre Kammer ist 55 Meter lang und 6,6 Meter breit; der Schleusenhub beträgt 3,2 Meter. Diese Maße geben einen konkreten Eindruck von der Anlage, ohne etwas über eine bestimmte Fahrtdauer auszusagen. Über mehrere Wasserstraßen ist die Müritz-Elde-Wasserstraße von Barkow aus direkt mit Hamburg und Berlin verbunden.
Auch die Lage des Gutshauses Barkow ist mit dem Wasserweg verknüpft: Sein großer Garten grenzt unmittelbar an die Müritz-Elde-Wasserstraße. Hinter dem Gutshaus, direkt an der Elde, befindet sich eine Kanustation. Das Gutshaus verleiht Kanus und Fahrräder; klären Sie die Verfügbarkeit vor der Reise beim Anbieter. Das Gutshaus wurde 1913 von der Familie Hülße erbaut. So stehen in Barkow Wasserbau, Lage am Fluss und ein historisches Gebäude nebeneinander, ohne dass daraus ein bestimmter Zugang oder ein festgelegter Ablauf folgt.
Dorfkirchen mit unterschiedlicher Baugeschichte
Die Dorfkirche in Barkow verbindet mehrere Bauphasen. Ihr Kirchenschiff ist fast 700 Jahre alt und zeigt wuchtiges Feldsteinmauerwerk sowie tiefe Fensternischen. Der Kirchturm ist in Fachwerkbauweise des frühen 19. Jahrhunderts ausgeführt. Nach dem Dacheinsturz von 2004 wurde beim Wiederaufbau eine Stahlkonstruktion zwischen Kirchenschiff und Turm eingefügt. Damit stehen am selben Bauwerk ältere Mauerwerksformen und eine spätere bauliche Ergänzung nebeneinander.
Eine andere Gestalt hat die Dorfkirche in Plauerhagen: Sie stammt aus dem Jahr 1784 und ist ein Fachwerkbau mit Backstein und einem kleinen Dachreiter-Türmchen. Im Vergleich der beiden Kirchen fallen vor allem die unterschiedlichen Bauweisen auf: In Barkow bestimmt das Feldsteinmauerwerk des Kirchenschiffs den Eindruck, in Plauerhagen der Fachwerkbau mit Backstein. Die Angaben zu Baujahr und Architektur geben den Orten einen eigenen historischen Akzent.
Markante Bäume und Gedenkorte
Auch die benannten Bäume in Barkow und Plauerhagen unterscheiden sich durch ihre Bezüge. In Barkow steht die über 600 Jahre alte Friedhofseiche, eine Stieleiche. Die Siegeseiche dort steht bei einem Gedenkstein zur Erinnerung an den Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71. In Plauerhagen befindet sich die Blüchereiche bei einem Gedenkstein aus dem Jahr 1913. Der jeweilige Bezug reicht damit von einer Altersangabe über ein historisches Gedenken bis zu einem datierten Stein. Diese Namen bieten eine weitere Perspektive auf die lokale Geschichte, neben den Kirchen und der Wasserstraße.
Ergänzende Kultur im Reiseziel Ludwigslust-Parchim
Im übergeordneten Reiseziel Ludwigslust-Parchim setzt Schloss Ludwigslust einen eigenen kulturellen Akzent. Es war die ehemalige Residenz der mecklenburgischen Herzöge und bildet mit Park und Stadt ein Ensemble, das als „kleines Versailles des Nordens“ bezeichnet wird. Das Schloss liegt im Mittelpunkt einer nahezu vollständig erhaltenen spätbarocken Stadtanlage mit ehemaliger Hofkirche und einem Landschaftspark im englischen Stil. Im Schloss werden außerdem Kunst und höfische Wohnkultur des 18. und frühen 19. Jahrhunderts vermittelt. Diese regionalen Merkmale ergänzen den Blick auf Barkhagen, gehören aber zum übergeordneten Reiseziel Ludwigslust-Parchim.
Die kulturellen Bezüge zum übergeordneten Reiseziel eröffnen einen weiteren Schwerpunkt, ohne die genannten Orte zu einem gemeinsamen Nahbereich oder einer festen Route zu erklären.
Weitere Reiseziele entdecken: Ganzlin, Buchberg.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Plau Am See.