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Wittenförden verbindet die Lage am Neumühler See und an Schwerins westlicher Stadtgrenze mit einer eiszeitlich geprägten Landschaft und einer Geschichte, die vom Torfabbau bis zum früheren Korbmacherhandwerk reicht. Für die Reiseplanung stehen Natur, Ortsgeschichte und Schwerins Innenstadt als unterschiedliche Schwerpunkte nebeneinander.

Lage zwischen Wittenförden und Schwerin

Die Schweriner Innenstadt ist von Wittenförden mit Bus, Fahrrad oder Auto in wenigen Minuten erreichbar. Die tatsächliche Fahrzeit hängt von Route und Verkehr ab. Wittenförden grenzt unmittelbar an die westliche Stadtgrenze Schwerins; der Neumühler See ist ein weiterer geografischer Bezugspunkt des Ortes. So können Sie Wittenförden selbst in den Mittelpunkt stellen oder Schwerins Innenstadt als zusätzliches Ziel einbeziehen.

Moorlandschaft und Rundtouren

Wittenförden liegt in einer eiszeitlich geprägten Landschaft zwischen dem Naturschutzgebiet „Grambower Moor“ und ausgedehnten Waldgebieten. Das Moor liegt südwestlich von Schwerin zwischen Grambow, Wittenförden, Zülow und Stralendorf. Der Lehrpfad und Rundwanderweg im Grambower Moor ist ab Grambow frei zugänglich und ausgeschildert. Prüfen Sie die Bedingungen vor Ort, bevor Sie diesen Weg einplanen.

Eine weitere Rundtour beginnt in Wittenförden bei Schwerin, führt über Klein und Groß Rogahn, Stralendorf, Walsmühlen, Dümmer, Wodenhof und Grambow und kehrt nach Wittenförden zurück. Für die Planung ist der Startpunkt ein klarer Unterschied: Der Lehrpfad im Moor ist ab Grambow zugänglich, die Rundtour beginnt in Wittenförden.

Hügelgräber und Handwerk

Mehrere Hügelgräber liegen in der südlichen Ortslage. Sie sind archäologisches Erbe, können aber nicht unbedingt öffentlich zugänglich sein. Nach dem Dreißigjährigen Krieg wurde der Torfabbau für die Wittenfördener zu einer wichtigen Erwerbsquelle; bis zum Ende des 19. Jahrhunderts trug der Ort deshalb den Beinamen „Torfmacherdorf“.

Auch das Wappen erinnert an ein früheres örtliches Handwerk: Sein Weidensymbol verweist auf die Korbmacherei. Beiname und Wappen geben damit unterschiedliche Hinweise auf die Ortsgeschichte – auf den Torfabbau als wichtige Erwerbsquelle und auf ein früheres Handwerk.

Kultur im übergeordneten Reiseziel Ludwigslust-Parchim

Im übergeordneten Reiseziel Ludwigslust-Parchim ist Schloss Ludwigslust ein weiterer kulturgeschichtlicher Bezugspunkt. Es war die ehemalige Residenz der mecklenburgischen Herzöge und bildet zusammen mit Park und Stadt ein Ensemble, das als „kleines Versailles des Nordens“ bezeichnet wird. Die spätbarocke Stadtanlage ist nahezu vollständig erhalten; zu ihr gehören eine ehemalige Hofkirche und ein Landschaftspark im englischen Stil. Im Schloss werden Kunst und höfische Wohnkultur des 18. und frühen 19. Jahrhunderts vermittelt.

In Dömitz lässt sich ein anderes Kapitel der Architekturgeschichte einordnen: Die Zitadelle ist eine nach italienischem Vorbild angelegte Renaissancefestung in fünfeckiger Form mit Bastionen, Kasematten und Zugbrücke. Das Museum in der Festung behandelt die Festungs- und Stadtgeschichte sowie die Geschichte von Elbe, Hafen und Brücken und Fritz Reuter. Hinzu kommen Sonder- und Kunstausstellungen; deren Programm kann wechseln.

Im Kloster Zarrentin werden Führungen zur Geschichte des ehemaligen Zisterzienserinnenklosters, zum Leben der Nonnen und zur Architektur des Gebäudes angeboten. Im Erdgeschoss befindet sich eine Dauerausstellung zum Kloster. Termine und Zugang können sich ändern; prüfen Sie beides vorab, wenn Sie diesen Besuch einplanen.

Weitere Reiseziele entdecken: Holthusen, Pampow, Warsow, Zülow, Dümmer, Klein Rogahn, Schossin.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Stralendorf.

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