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Schloss Hohenzieritz, die Luisen-Gedenkstätte und der ab 1771 angelegte Park geben einem Besuch in Hohenzieritz mehrere historische Blickwinkel. Im Schloss geht es um Baugeschichte und Königin Luise, im Park um frühe englische Landschaftsgestaltung; die Rundkirche und ein ausgewiesener Pilgerweg ergänzen den Ortsbezug. So können Sie Ihren Aufenthalt danach ausrichten, ob Sie vor allem die Gedenkstätte besuchen, sich für Garten- und Architekturgeschichte interessieren oder einen Weg durch Park und Ort einplanen.

Schloss und Luisen-Gedenkstätte

Schloss Hohenzieritz wurde 1746–1751 als eingeschossiger Barockbau errichtet. Im Schloss befindet sich die Luisen-Gedenkstätte. Ihre seit Juni 2017 neugestaltete Präsentation informiert über Leben und Sterben der Königin Luise, ihren Mythos sowie die Geschichte der Gedenkstätte. Sie ist für Besucher zugänglich. Die Ausstellung verknüpft Luises Lebensgeschichte mit der Erinnerung an sie in Hohenzieritz.

Besucher können den vorderen Bereich des Sterbezimmers betreten. Wer sich mit der historischen Autographentradition beschäftigen möchte, kann sie auf einer Nachbildung der Autographentafeln fortsetzen und sich dort selbst verewigen. Die Gedenkstätte bietet außerdem ein museumspädagogisches Angebot für Kinder. Ausstellung und Raum richten den Blick auf Luises Leben und Erinnerung, während die Autographentafel eine eigene Möglichkeit zur Beteiligung eröffnet.

Park, Rundkirche und Pilgerweg

Der Hohenzieritzer Park wurde ab 1771 im Auftrag Herzog Carls II. angelegt und gehört zu den frühesten englischen Landschaftsparks auf dem europäischen Kontinent. Neben dem Schloss als Barockbau bietet die Gartenanlage einen eigenen Zugang zur Geschichte des Ensembles. Wer sich für beides interessiert, kann Bau- und Gartengeschichte als unterschiedliche, sich ergänzende Themen betrachten.

Zum Ensemble von Schloss Hohenzieritz gehört auch die 1806 erbaute Rundkirche am Beginn der zum Schloss führenden Allee. Ein ausgewiesener Pilgerweg führt durch den Schlosspark, am Schloss vorbei und hinter der Rundkirche zur Dorfstraße. Die Jahreszahlen bieten eine zeitliche Orientierung: Auf den Barockbau folgte die Anlage des Parks, später kam die Rundkirche hinzu. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die aktuellen Wegmarkierungen und den Zugang.

Auch die Radtour „Auf den Spuren der Königin Luise von Preußen“ führt nach Hohenzieritz. Im Schloss befindet sich im Sterbezimmer der Königin die Luisen-Gedenkstätte. Damit verbindet der Ort einen Ankunftspunkt der Radtour mit einem konkreten Bezug zur Geschichte Luises; die Gedenkstätte und ihre Präsentation geben diesem Thema vor Ort einen eigenen Schwerpunkt.

Landschaft und Gemeinde

Die Gemeinde Hohenzieritz mit den Dörfern Prillwitz und Zippelow liegt in einer reizvollen Endmoränenlandschaft. Das erweitert den Blick vom Schlossensemble auf die Gemeinde: Neben Bau-, Garten- und Erinnerungsgeschichte steht auch die Landschaft als Thema für Ihren Aufenthalt. Hohenzieritz lässt sich so aus mehreren Perspektiven betrachten – über die Geschichte des Schlosses, die Gedenkstätte, den Park und die Wegeführung ebenso wie über den Landschaftsrahmen der Gemeinde.

Für die Auswahl Ihrer Schwerpunkte können Sie diese Themen auseinanderhalten: Die Präsentation und das Sterbezimmer führen zur Geschichte Königin Luises, Park und Rundkirche eröffnen eigene historische Aspekte, und der Pilgerweg gibt eine konkrete Folge von Orten vor. Wenn Sie zusätzlich die Radtour einbeziehen, führt sie nach Hohenzieritz; prüfen Sie für den Weg durch Park und Ort vorab die Markierungen und den Zugang.

Weitere Reiseziele entdecken: Möllenbeck, Blankensee, Carpin, Blumenholz, Kratzeburg, Userin, Wokuhl-Dabelow, Godendorf.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Neustrelitz-Land.

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