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Die Gemeinde Blankenhof liegt an der B104. Ergänzend zur Orientierung über die Straße geben die Geschichte des Lehnguts Gevezin und der Kleine See (Blankenhofer See) zwei konkrete lokale Themen vor. Sie unterscheiden sich deutlich: Hier geht es einerseits um die Entwicklung von Ort und Gut, andererseits um einen kleinen See mit genau benannten Maßen und Fischarten.

Blankenhof und Gevezin: unterschiedliche historische Bezugspunkte

Blankenhof wurde 1805 erstmals im Staatskalender von Mecklenburg-Strelitz erwähnt. 1847 wurde es vom Lehngut Gevezin getrennt und zu einem selbstständigen Haupt- und Mannlehngut erhoben. Gevezin selbst wurde 1311 erstmals urkundlich erwähnt und war früher ein dreieckiges Angerdorf. Die Jahreszahlen bezeichnen unterschiedliche Bezugspunkte, keine einheitliche Gründungschronik: 1311 steht für Gevezins urkundliche Erwähnung, 1805 für Blankenhofs erste Erwähnung im Staatskalender und 1847 für die Veränderung des Lehnguts. Viele Gebäude der Gutsanlage Gevezin sind bis heute erhalten und werden genutzt. So treffen in der Ortsgeschichte eine frühere Dorfgestalt, die Erwähnung eines Ortes und die spätere Verselbstständigung eines Guts aufeinander.

See und Landschaft rund um Gevezin

Der Kleine See, auch Blankenhofer See genannt, liegt in Blankenhof, ist 4 ha groß und 2 m tief. Zu den dort vorkommenden Fischarten zählen Aal, Barsch, Blei beziehungsweise Brassen, Hecht, Karpfen, Plötze und Schleie. Seine Maße geben eine konkrete Vorstellung von Wasserfläche und Tiefe; die Artenliste ergänzt diesen lokalen Landschaftsbezug um ein weiteres Naturdetail.

Das Gutshaus Gevezin liegt im Vogelschutzgebiet Kuppiges Tollensegebiet. In seiner näheren Umgebung lassen sich naturnahe Wälder und Wiesen zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden; dabei sind Vogelgesänge zu hören. Der weitläufige Gutspark ist vom Speisesaal und vom zentral gelegenen Gartensaal aus erreichbar. Er bietet Raum für morgendliche Spaziergänge, eine Yoga-Stunde, Mahlzeiten unter Apfelbäumen und ausgedehnte Sonnenbäder. Von Bewegung bis zu Mahlzeiten und Erholung decken diese Nutzungen unterschiedliche Interessen ab. Für Hochzeiten oder Geburtstage steht das Gutshaus mit höchstens 35 Personen zur Verfügung. Klären Sie die aktuelle Verfügbarkeit vor einer konkreten Planung.

Naturziele in der Mecklenburgischen Seenplatte

Wer auch Naturziele der übergeordneten Mecklenburgischen Seenplatte berücksichtigen möchte, findet dort weitere Landschafts- und Ausflugsthemen. Der Müritz-Nationalpark ist Teil der Mecklenburgischen Seenplatte und von Wäldern, Mooren, Seen und weiten Wiesen geprägt. Der Müritz-Nationalpark-Wanderweg erschließt die Landschaftstypen und Besonderheiten des Parks in neun Etappen. Er führt an Seen entlang, durch urwüchsige Wälder, vorbei an Binnendünen und zur Havelquelle. Zertifizierte Natur- und Landschaftsführer bieten zudem lehrreiche Touren durch den Nationalpark an, darunter Führungen im UNESCO-Welterbe-Buchenwald von Serrahn und Touren von der Wasserseite aus.

Ein weiteres Ziel in der Mecklenburgischen Seenplatte ist das Wisentreservat Damerower Werder. Es liegt auf einer Halbinsel im Kölpinsee und im Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide. Besucher können dort die Tiere beobachten. Zum Walderlebnispfad gehören Klettermöglichkeiten, ein Ameisenhaus, eine Ausstellung mit Fühl- und Sichttafeln sowie ein Dendrophon. Der Nationalpark-Wanderweg und das Reservat bieten damit zwei verschiedene Naturthemen innerhalb der übergeordneten Region: eine mehrteilige Wanderroute und einen Ort zur Tierbeobachtung mit Walderlebnispfad.

Weitere Reiseziele entdecken: Trollenhagen, Sponholz, Neddemin, Neuenkirchen, Neverin, Wulkenzin, Beseritz, Staven.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Neverin.

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