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Buchholz liegt direkt am Südufer des Müritzsees und dort, wo die Müritz am Elde-Einlauf beginnt. Wasser, Dorfgeschichte und Naturbeobachtungen geben dem Ort unterschiedliche Akzente. Wer Buchholz als Reiseziel prüft, kann überlegen, ob für den Aufenthalt eher die Lage am Wasser, die Dorfkirche oder die saisonalen Besonderheiten den Ausschlag geben.

Uferlage, Hafen und Badestelle

Wiesen, Seen und Wälder umgeben Buchholz; eine ausladende alte Lindenallee liegt im Schatten. Zum Ort gehört ein Hafen, außerdem gibt es eine Badestelle. Damit stehen für die Orientierung sowohl die Müritz und der Elde-Einlauf als auch konkrete Anlaufpunkte im Dorf im Blick. Badebedingungen können saisonal variieren.

Bei der Marina Buchholz befindet sich eine Gaststätte. Prüfen Sie vor einem Besuch, ob sie aktuell in Betrieb ist. Hafen, Badestelle und Gaststätte sind unterschiedliche Angebote und sollten bei der Reiseplanung entsprechend getrennt betrachtet werden: Ein Interesse an der Uferlage ist nicht automatisch dasselbe wie der Wunsch nach einem Badetag oder einem Besuch in der Gaststätte.

Backsteinkirche und besondere Architektur

Im Zentrum von Buchholz steht eine frühgotische Backsteinkirche, die auf die Zeit um 1350 zurückgeht. Ihr Turm ist der einzige dreiseitig offene Turm in der gesamten Müritzregion und bildet zugleich den Hauptzugang zur Kirche. Diese Verbindung von ungewöhnlicher Turmform und Zugangsfunktion macht das Bauwerk zu einem konkreten Anhaltspunkt für alle, die sich für Dorfkirchen und Architektur interessieren.

Ein weiteres historisches Detail ist das Wandbild „Jesus spricht zu den Bauern“ der Berliner Künstlerin Hildegard Kohnert-Michaelis. Es wurde im Juli 1935 eingeweiht. Die Zeitangaben eröffnen einen klaren Vergleich: Die Kirche geht auf die Mitte des 14. Jahrhunderts zurück, während die Einweihung des Wandbilds im 20. Jahrhundert stattfand.

Knieperdackse und Natur im Jahreslauf

Am 24. Dezember ziehen in Buchholz wilde, raue und vermummte Gestalten im Rahmen der Knieperdackse-Tradition durch das Dorf. Die Teilnehmer stammen auch heute nach Möglichkeit aus Buchholz, wohnen aber nicht immer dort; die Beteiligung kann von Jahr zu Jahr variieren. Wenn Ihre Reise vom Brauch abhängt, prüfen Sie die konkreten Abläufe vorab.

Im Sommer bezieht jedes Jahr ein Storchenpaar mitten im Dorf Quartier. Die jährliche Wiederkehr ist eine saisonale Besonderheit, aber keine Garantie für eine konkrete Sichtung. Auch die Rufe der Kraniche sind in Buchholz zu hören. So stehen zwei unterschiedliche Naturbezüge nebeneinander: ein jährlich wiederkehrendes Sommerquartier und die hörbare Präsenz der Kraniche, ohne dass damit ein bestimmter Beobachtungszeitpunkt zugesagt ist.

Weitere Perspektiven in der Mecklenburgischen Seenplatte

Wer über Buchholz hinaus die Mecklenburgische Seenplatte in den Blick nimmt, findet weitere eigenständige Naturthemen. Der Müritz-Nationalpark-Wanderweg erschließt in neun Etappen die Landschaftstypen und Besonderheiten des Müritz-Nationalparks. Er führt an Seen, durch urwüchsige Wälder, vorbei an Binnendünen und zur Havelquelle. Der Nationalpark ist von Wäldern, Mooren, Seen und weiten Wiesen geprägt.

Ein anderes Naturthema ist das Wisentreservat Damerower Werder. Dort können Besucher die Tiere beobachten. Das Reservat liegt auf einer Halbinsel im Kölpinsee in der Mecklenburgischen Seenplatte und im Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide. Zum Angebot des Reservats gehört ein Walderlebnispfad mit Klettermöglichkeiten, einem Ameisenhaus, einer Ausstellung mit Fühl- und Sichttafeln sowie einem Dendrophon. Diese Beispiele geben einen eigenen regionalen Blickwinkel neben Buchholz’ Uferlage, Dorfkirche und Brauch.

Weitere Reiseziele entdecken: Sietow, Melz, Priborn, Bollewick, Grabow-Below, Zepkow, Gotthun, Bütow.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Röbel-Müritz.

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