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Das Ostufer der Müritz ist ein extrem flach auslaufender Sander aus der letzten großen Vereisung. Weite Röhrichte, Moore und Sumpfwälder prägen die Landschaft; ihr Wasserspiegel schwankt im Jahreslauf stark. Wasser, Feuchtgebiete und Wald stehen hier nicht als voneinander getrennte Kulissen nebeneinander: Gerade ihr Zusammenspiel bestimmt den Charakter des Ostufers.

Wasserlandschaft und Artenvielfalt

Der Müritz-Nationalpark umfasst einen geschützten Teil rund um die Müritz, Deutschlands größten See. Wälder, Moore, Seen und weite Wiesen prägen seine Landschaft. Die geschützten Lebensräume bieten vielen bedrohten Tier- und Pflanzenarten Platz. Dazu zählen Kraniche, Fischadler, Seeadler und Rothirsche. So treffen in diesem Naturraum offene Wasserflächen und Feuchtgebiete auf Wald- und Wiesenlandschaften.

Besonders im Herbst ist die Beobachtung von Kranichen sowie von Fisch- und Seeadlern beliebt. Eine Sichtung ist jedoch saisonabhängig und nicht garantiert. Wer Tiere beobachten möchte, kann diesen jahreszeitlichen Unterschied bei der eigenen Planung berücksichtigen, ohne eine Begegnung vorauszusetzen.

Aussichten und Orientierung

Vom Käflingsbergturm reicht der Blick über den gesamten Müritz-Teil des Nationalparks. Der Aussichtsturm am Großen Serrahnsee richtet den Blick dagegen auf den See und die umgebende Waldlandschaft. Die beiden Aussichtspunkte bieten damit unterschiedliche Perspektiven: einmal den Überblick über den Müritz-Teil des Nationalparks, einmal den Blick auf See und Wald.

Die Nationalpark-Informationen verbinden Ausstellungen über Natur und Landschaft mit persönlichen Tipps und Hinweisen von Rangern zu lohnenswerten Touren und Beobachtungspunkten. So finden Sie dort Anregungen sowohl für die Orientierung in der Landschaft als auch für Naturbeobachtungen. Einzelne Ausstellungen und Öffnungszeiten können sich ändern; prüfen Sie die Angaben daher vor Ihrem Besuch.

Zu Fuß, mit dem Rad und auf dem Wasser

Mehr als 600 Kilometer markierte Wander- und Radwege führen durch die unberührte Natur des Müritz-Nationalparks. Diese Zahl beschreibt das weitläufige Wegenetz insgesamt. Als konkret benannte Fahrraderfahrung am Ostufer macht der Rundweg „Blauer Radfahrer“ zwischen Boek und Schwarzenhof die Landschaft mit dem Fahrrad erlebbar. Vor einer Tour lohnt sich ein Blick auf die Routenbedingungen, denn sie können sich ändern.

Eine weitere Entdeckung ist der Wald-Erlebnis-Pfad von Zinow nach Dianenhof. Er macht die Waldlandschaft um Serrahn mit ihren alten und ursprünglichen Buchenwäldern erlebbar, die 2011 zum UNESCO-Welterbe erklärt wurden. Hier steht die Waldlandschaft im Mittelpunkt; der Pfad verbindet das Naturerlebnis mit dem Blick auf ein datiertes Kapitel des Welterbes.

Auch das Wasser gehört zu den möglichen Erlebnissen: Auf vielen Seen im Müritz-Nationalpark sind umweltfreundliche Boots- und Kanutouren erlaubt. Das gilt nicht pauschal für alle Seen; maßgeblich sind die Regeln des Nationalparks. Informieren Sie sich vor Fahrtantritt über die geltenden Vorgaben. So lässt sich die Wahl zwischen Wegen und Wasseraktivitäten an den jeweiligen Möglichkeiten ausrichten, ohne die unterschiedlichen Bedingungen gleichzusetzen.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Mecklenburg-Vorpommern.

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