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Schloss Bernstorf stammt aus dem Jahr 1881 und ist im Stil der Neorenaissance gestaltet; ein Sühnestein von 1359 setzt im Schlosspark einen zweiten historischen Akzent. Zusammen zeigen sie unterschiedliche Seiten der Bau- und Ortsgeschichte. Weitere bauliche Eindrücke bieten die Häuser in Jeese und Strohkirchen sowie die beschriebenen Radstrecken.

Schlossgeschichte und Sühnestein

Der Sühnestein steht im Schlosspark am südwestlichen Waldrand von Bernstorf. Er zeigt den gekreuzigten Christus und trägt das Wappen der Grafen von Bernstorf sowie Inschriftbänder. Mit 2,20 Metern Höhe und 63 Zentimetern Breite sind auch seine Maße überliefert. Zu seiner Geschichte gehört ein Ortswechsel: 1829 wurde der Stein von Börzow nach Bernstorf versetzt. Außerdem ist er Teil einer 163 Kilometer langen archäologischen Tagesexkursion ab Wismar. Diese Tour ordnet den Stein in einen größeren historischen Zusammenhang ein; die Streckenangabe bezieht sich auf die Tagesexkursion.

Bis 1990 wurde Schloss Bernstorf vielfältig genutzt und war Mittelpunkt des Dorflebens. Es soll bis 1945 der Stammsitz der Familie von Bernstorff gewesen sein. Die Zeitangaben betreffen unterschiedliche Aspekte: die mögliche Rolle als Stammsitz einerseits und die spätere Nutzung sowie Bedeutung für das Dorf andererseits. Schloss Bernstorf gilt außerdem als Veranstaltungsort für Hochzeiten. Die Adresse lautet Am Schloss 5 in Bernstorf.

Ortsbilder in Jeese und Strohkirchen

In Jeese gruppieren sich stattliche Häuser kreisförmig um den Dorfteich; einige sind noch reetgedeckt. In Strohkirchen gelten mehrere Siedlungshäuser aus der Zeit um 1925 als denkmalgeschützt. Ihre Gestaltung ist von süddeutschen Vorbildern inspiriert. Die baulichen Themen unterscheiden sich damit deutlich: In Jeese prägt die Anordnung um den Dorfteich das Ortsbild, in Strohkirchen der besondere Stil der Siedlungshäuser.

Radtouren und Anreise

Die gut ausgebauten örtlichen Verbindungsstraßen laden zu Radtouren ein. Eine besonders empfohlene Fahrt führt von Wölschendorf nach Vitense entlang eines Hohlwegs. Eine weitere Radtour im Umland verläuft durch historische Agrarlandschaft und das Landschaftsschutzgebiet Köchelstorfer Mühle bis zum Wedendorfer See. Die Wedendorfer-See-Radtour bietet außerdem Ausblicke vom Klingenberg nahe Brützkow. Die beschriebenen Strecken setzen unterschiedliche landschaftliche Akzente: Hohlweg auf der einen, Agrarlandschaft, Schutzgebiet und See auf der anderen Seite. Prüfen Sie vor der Fahrt die örtlichen Bedingungen.

Die NAHBUS-Linie 343 verbindet Grevesmühlen und Bernstorf. Zu den bedienten Haltestellen zählen Hanshagen, Wölschendorf, Wilkenhagen, Gostorf und Börzow. Die angegebene Fahrplanfassung gilt ab dem 14. Dezember 2025; prüfen Sie vor der Fahrt die aktuellen Abfahrten.

Der größere Landschaftsrahmen Nordwestmecklenburg

Im übergeordneten Reiseziel Nordwestmecklenburg umfasst der Norden den Landschaftsraum „Nordwestmecklenburgisches Hügelland mit Wismarbucht“, während der Süden zur „Westmecklenburgischen Seenlandschaft mit Schweriner See“ gehört. Das Landschaftsbild des Landkreises prägen Endmoränenzüge, flachwellige Grundmoränenplateaus, Steil- und Flachküstenabschnitte, Schmelz- und Abflussrinnen sowie Sanderflächen. Als eigener Landschaftsraum erstreckt sich das Landschaftsschutzgebiet Radegasttal auf etwa 600 Hektar zwischen dem südlichen Ortsrand von Rehna und dem Neddersee bei Gadebusch. Es umfasst den stark mäandrierenden, naturnahen Verlauf der Radegast und angrenzende Grünlandbereiche, Röhrichte, Gehölze und Bruchwälder.

Weitere Reiseziele entdecken: Upahl, Börzow, Gägelow, Mallentin, Warnow, Rüting, Plüschow, Testorf-Steinfort.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Grevesmühlen-Land.

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