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Hintersee erzählt seine Geschichte im Ortsbild und auf den Wegen in der Umgebung. Zwei unterschiedliche Routen bieten dabei klare Orientierung: Ein etwa acht Kilometer langer Radweg verläuft zwischen Hintersee und Rieth auf einer früheren Bahntrasse; ein Wanderweg führt in Richtung Stettin bis zum Barnimskreuz. Zusammen mit der Dorfkirche und den historischen Häusern ergibt sich ein abwechslungsreicher Blick auf Ort und Landschaft.

Ortsgeschichte und Kirche St. Johannes

Hintersee entwickelte sich aus der Kolonie Zopfenbeck, die um 1745 am Südufer des ehemaligen Ahlbeckschen Sees gegründet wurde. Alte und umgebaute Fachwerkhäuser erinnern an diese Gründungszeit. Im Ortsbild stehen außerdem restaurierte Siedlerhäuser mit Bauerngärten und Höfen. Die Häuser geben der Siedlungsgeschichte eine sichtbare bauliche Spur.

Die Kirche St. Johannes wurde 1899 fertiggestellt. Ihre Orgel entstand jedoch schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts: Sie wurde von der Stettiner Orgelbaufirma Grüneberg gebaut und ist damit älter als die Kirche. Auch eine der beiden Glocken stammt aus einer Zeit vor dem Kirchenbau. Der Taufstein wiederum datiert aus der Bauzeit der Kirche. Diese Details machen die verschiedenen Zeitschichten des Kirchenensembles greifbar, ohne sie zu einer einzigen Bauphase zusammenzufassen.

Wanderweg, Radstrecke und Landschaft

Der Wanderweg von Hintersee in Richtung Stettin reicht bis zum Barnimskreuz nahe der polnischen Grenze. Eine lokale Überlieferung verbindet diesen Ort mit Herzog Barnim II.: Er soll dort 1295 gestorben sein. Die Route lässt sich so mit einer Erzählung aus der pommerschen Geschichte verbinden, deren Überlieferungscharakter erhalten bleibt.

Für eine Radtour verläuft zwischen Hintersee und Rieth auf der früheren Trasse der Randower Kleinbahn ein ungefähr acht Kilometer langer Radweg. Alte Eisenbahnschilder erinnern an die frühere Nutzung der Strecke; zugleich ist der Weg Teil des überregionalen Oder-Neiße-Radwegs. Prüfen Sie vor der Fahrt die Wegweisung und den Zustand der Strecke, denn Oberfläche und Nutzbarkeit können sich verändern.

Zwischen Rieth und Hintersee erstrecken sich im Forstrevier Riether Neuhaus ausgedehnte mittelalte Kiefernwälder. Außerdem liegt Hintersee am südöstlichen Ende des Ahlbecker Seegrunds, eines Moorgebiets, das 1987 als Naturschutzgebiet ausgewiesen wurde. Bei einem Besuch sollten Sie die aktuellen Zugangsbedingungen beachten.

Der größere Naturraum Vorpommern-Greifswald

Im übergeordneten Reiseziel Vorpommern-Greifswald ist die Landschaft vielfältig: Der Naturpark Am Stettiner Haff ist durch unbebaute Haffküste, Haffwiesen, die ausgedehnten Wälder der Ueckermünder Heide, Flussniederungen und die Brohmer Berge geprägt. Die Ueckermünder Heide gilt als eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Mitteleuropas. Im Landkreis Vorpommern-Greifswald nehmen die drei Naturparke fast 40 Prozent der Landkreisfläche ein.

Auch die regionalen Möglichkeiten gehen über die beiden Routen bei Hintersee hinaus. Im Stettiner Haff und in der Ueckermünder Heide gibt es vielfältige Wander- und Radtouren, auf denen sich Natur und Sehenswürdigkeiten eigenständig erleben lassen. Die Ueckermünder Heide lädt außerdem zum Reiten ein. Diese übergeordnete Perspektive ist hilfreich, wenn Sie Hintersee als Teil eines größeren Natururlaubs betrachten möchten; sie steht neben den konkreten Wegen und Sehenswürdigkeiten des Ortes.

Weitere Reiseziele entdecken: Torgelow-Holländerei, Grambin, Meiersberg, Altwarp, Leopoldshagen, Mönkebude, Eggesin, Vogelsang-Warsin.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Am Stettiner Haff.

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