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Boldekow verbindet eine mittelalterliche Dorfkirche mit barocker Neugestaltung und einer besonderen Taufstein-Geschichte. In der zugehörigen Gemeinde ergänzen Zinzow mit einer historischen Gutsanlage und Putzar mit Kirchen- und Herrenhausgeschichte die kulturellen Themen. So reicht der Blick vom Bauwerk in Boldekow bis zu weiteren historischen Anlagen der Gemeinde.

Dorfkirche und Taufstein in Boldekow

Die Dorfkirche in Boldekow ist ursprünglich mittelalterlich und wurde bei ihrem Wiederaufbau im Barockstil neu gestaltet. Sie besitzt außerdem einen Fachwerkturm. Bei der Freilegung des Kirchenfundaments wurden Standfuß und Becken eines mittelalterlichen Taufsteins gefunden. Zuvor hatten beide Teile als Fundament unter zwei Emporenpfeilern gedient. In einem Artikel aus dem Jahr 2015 schätzte ein Experte den Taufstein auf 1320. Diese Jahreszahl ist ausdrücklich eine Schätzung, keine definitive Datierung. Mittelalterlicher Ursprung, barocke Neugestaltung und die frühere Verwendung der Taufsteinteile stehen damit für verschiedene Kapitel der Kirchengeschichte.

Übernachten und Gutshofgeschichte in Zinzow

Für Aufenthalte innerhalb der zugehörigen Gemeinde bietet die historische Gutsanlage in Zinzow fünf Ferienwohnungen sowie ein Kutscherhaus und ein Gärtnerhaus an. Erkundigen Sie sich vor der Reise direkt beim Betreiber nach der Verfügbarkeit. Im Zentrum der Anlage steht ein neobarockes Gutshaus, das um die Jahrhundertwende erbaut wurde und früher Familiensitz der Grafen von Schwerin war.

Auch der Arbeitspferdestall erzählt von der Geschichte der Gutsanlage: Er ist ihr ältestes Gebäude und stammt aus dem 18. Jahrhundert. Heute beherbergt er eine große Sammlung historischer Kutschen, die besichtigt werden kann. Damit verbindet Zinzow Übernachtungsmöglichkeiten auf einer historischen Anlage mit einem eigenständigen baulichen und sammlungsgeschichtlichen Thema.

Märkte und regionale Erzeugnisse

Zweimal im Jahr bildet die Gutsanlage die Kulisse für den jährlichen Maiglöckchenmarkt und den jährlichen Martinsmarkt. Regelmäßig finden dort außerdem kulturelle Veranstaltungen wie Kunst:Offen und der Tag des offenen Denkmals statt. Wenn Sie Ihre Reise auf einen Markt oder eine Veranstaltung ausrichten möchten, prüfen Sie die Termine für das gewünschte Reisejahr.

In der Gutsbrennerei in Zinzow werden Früchte aus der Region in Handarbeit zu Edelbränden, Geisten und Likören verarbeitet. Die Produktverfügbarkeit kann variieren. Das ergänzt die historischen Themen um einen Einblick in die Verarbeitung regionaler Früchte, ohne dass sich daraus ein bestimmtes Besuchs- oder Verkostungsangebot ableiten lässt.

Herrenhausruinen und Kirche in Putzar

In Putzar bezeichnet Schloss Putzar die Ruinen zweier Herrenhäuser, die von einem Landschaftspark umgeben sind. Der Park wurde nach Plänen des Gartenbaudirektors Ferdinand Jühlke angelegt. Am älteren Ulrichsbau setzte der Verfall bereits im 18. Jahrhundert ein. Die Ruinen und der Park bilden so einen eigenen Schwerpunkt der historischen Landschaft in der zugehörigen Gemeinde.

Die Kirche in Putzar wurde 1560 unter Ulrich von Schwerin erbaut. Zu ihrer Ausstattung gehören eine Holzbalkendecke mit figürlicher und ornamentaler Bemalung im Barockstil des 17. Jahrhunderts sowie ein großer Kanzelaltar aus dem 17. Jahrhundert, der eine Renaissancearbeit ist. Die Orgelempore stammt aus dem Jahr 1721 und wird von vier schwarzen Figuren getragen. Auch der Kanzelkorb ist reich ausgestattet: mit Schnitzwerk und Ölgemälden, die Passionsdarstellungen zeigen. So bietet Putzar neben den Herrenhausruinen eine eigene, durch mehrere Jahrhunderte geprägte Kirchengeschichte.

Weitere Reiseziele entdecken: Spantekow, Krien, Iven, Krusenfelde, Bugewitz, Neuenkirchen, Sarnow, Medow.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Anklam-Land.

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