Weitenhagen verbindet historische Bauwerke mit Möglichkeiten für Spaziergänge, Wanderungen und Jogging. Neben der Dorfkirche und dem Küsterhaus stehen der Kleinbahndamm, die Tonkuhle und der Potthäger Wald für weitere Facetten des Ortes. Auch die frühere Tonverarbeitung hat eine bis heute erkennbare Spur hinterlassen.
Dorfkirche, Küsterhaus und Baugeschichte
Das Küsterhaus wurde 1795 errichtet und zählt zusammen mit der Dorfkirche zu den historischen Sehenswürdigkeiten Weitenhagens. Die Kirche wird bereits 1280 erwähnt und ist seit 1968 die geistliche Mitte des Hauses der Stille. Das Haus der Stille lädt Besucher in Weitenhagen in die Kirche und auf das Gelände ein; prüfen Sie vor dem Besuch die aktuellen Zugangsbedingungen.
Am Backsteinportal aus dem 15. Jahrhundert treten die korbbogige Durchfahrt und die Kreisblenden als zwei unterscheidbare Details hervor. Ein Korbbogen ist flacher als ein Halbkreisbogen; Kreisblenden sind runde Blendfelder. Auf dem Kirchhof befinden sich außerdem drei Brigittenkreuze, die an Birgitta von Schweden erinnern sollen.
Kleinbahndamm, Tonkuhle und alte Tonspur
Der Kleinbahndamm ist heute eine vielbenutzte Wander- und Joggingstrecke, die Weitenhagen und Grubenhagen verbindet. Ungefähr auf halbem Weg führt er an der Tonkuhle vorbei, die bei Spaziergängen und Wanderungen ein beliebter Rastplatz ist. Im größeren Gemeindeverlauf führt der Damm aus Richtung Greifswald über Klein Schönwalde und Weitenhagen, südlich an Potthagen vorbei bis nach Grubenhagen.
Nordöstlich der Tonkuhle ist der historische Lorendamm noch zu erkennen. Über ihn wurde Ton zur Ziegelei nach Helmshagen gebracht. So stehen in diesem Teil Weitenhagens eine heutige Rastmöglichkeit und die frühere Tonbeförderung als zwei unterschiedliche Ortsgeschichten nebeneinander.
Zur Ausflugsgeschichte des Ortes gehört die Kleinbahn: Nach ihrer Inbetriebnahme nutzten viele Greifswalder die Bahn für Ausflüge in die Gemeinde und gingen an der Schwedenschanze vorbei zum Söllkensee.
Potthäger Wald und Schwedenschanze
Der Potthäger Wald bedeckt den südlichen Teil der Gemeinde und ist ein zusammenhängendes Waldgebiet von insgesamt über 1.000 Hektar. Moore und Wiesen gehören ebenso dazu wie eine artenreiche Flora und Fauna. Im Wald gibt es ein Netz von Wanderwegen; Karten am Anfang des Guester Weges an der Kreuzung zwischen Pott und Weitenhagen zeigen den Verlauf. Prüfen Sie vor Ort, ob die Karten verfügbar sind.
Für die Planung macht auch die Form des Wegangebots einen Unterschied: Der Kleinbahndamm verbindet Weitenhagen und Grubenhagen, während es im Potthäger Wald ein Netz von Wanderwegen gibt.
An der Schwedenschanze laden die Hügel im Winter zu einer Rodelpartie zwischen Buchen und Fichten ein. Zugleich ist sie das ganze Jahr über ein beliebtes Ziel der Waldströper; dort kann man Höhlen bauen und herumtollen. Damit stehen eine winterliche Rodelmöglichkeit und ganzjährige Freizeitaktivitäten an diesem Ort nebeneinander.
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