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Feldsteinkirchen aus dem 13. Jahrhundert und die Kulturprojekte auf Schloss Bröllin geben Fahrenwalde ein klares Profil für eine Reise mit Baugeschichte und Kunst. Bröllin ist ein Ortsteil von Fahrenwalde; hier kommen mittelalterliche Baumerkmale, Gutsgeschichte und künstlerische Nutzungen zusammen. In Fahrenwalde selbst steht eine weitere Kirche aus derselben Epoche. So lässt sich der Ort über konkrete Bau- und Kulturspuren kennenlernen.

Feldsteinkirchen im Vergleich

Die Fahrenwalder Kirche ist ein Feldsteinbau aus dem 13. Jahrhundert. Ihre wuchtigen Proportionen lassen das Gebäude wie eine Festung erscheinen. Auch die Brölliner Kirche stammt aus dem 13. Jahrhundert, ist jedoch eine kleine Feldsteinkirche. Ihr Chor ist eingezogen; mittelalterlicher Dachstuhl und mittelalterliche Ziegel am Chorraum ergänzen das Bild ihrer Baugeschichte. Gemeinsam ist den Kirchen die Datierung, doch ihre beschriebenen Formen setzen unterschiedliche Akzente: hier der festungsartige Eindruck, dort die kompakte Bauform mit eingezogenem Chor.

Zu den Ausstattungsdetails der Brölliner Kirche gehören zwei Bilder mit sehr unterschiedlichen Szenen. Ein kleines Kabinettsbild in einem Bleiglasfenster zeigt, wie ein Herr einer Dame einen Becher Wein reicht. Das große Altarbild stellt Jesus und den sinkenden Petrus dar. Außerdem besitzt die Kirche eine von Voss gegossene Bronzeglocke mit einem Durchmesser von 72 Zentimetern.

Die Ortsgeschichte reicht auch über die Kirchengebäude hinaus. Auf dem Friedhof neben der Brölliner Kirche befinden sich zahlreiche Gräber der Gutsbesitzerfamilie Stoewahs. Die Familie war von 1850 bis 1945 mit der Kirche verbunden. Die Zeitspanne gibt diesem Teil der lokalen Geschichte einen klaren historischen Rahmen.

Schloss Bröllin: Gutsgeschichte und Kultur

Schloss Bröllin ist ein historischer Gutshof. Mit dem Gut Friedrichshof ist eine weitere Spur der Gutsgeschichte verbunden: Es wurde als Pertinenz beziehungsweise Vorwerk des Ritterguts Bröllin gegründet. 1745 wird es erstmals urkundlich im Zusammenhang mit dem Besitzer des Hauptguts, dem Erb- und Gerichtsherrn Johann Gottfried Prüwer, erwähnt. Die Jahreszahl bezieht sich auf diese urkundliche Erwähnung, nicht auf das Gründungsjahr.

Das historische Gelände von Schloss Bröllin bietet geeignete Orte und Flächen für Tanz-, Theater-, Zirkus-, bildende Kunst-, Musik-, Literatur- und Jugendprojekte; solche Projekte finden dort statt. Das Detect Classic Festival findet seit 2022 auf Schloss Bröllin statt. Damit stehen neben der Gutsgeschichte auch künstlerische Projekte und ein Festival als unterschiedliche Aspekte des Ortes im Blick.

Für Workshops, Team-Retreats, Tagungen, Seminare und Yoga-Wochenenden gibt es Räume und Möglichkeiten nach Buchung. Wenn Sie Ihren Aufenthalt auf das Detect Classic Festival ausrichten möchten, prüfen Sie vorab die aktuellen Termine. Für eines der Gruppenformate ist eine Buchung erforderlich.

Weitere Perspektiven in Vorpommern-Greifswald

Im übergeordneten Reiseziel Vorpommern-Greifswald eröffnen sich weitere, eigenständige Themen. Die drei Naturparke im Landkreis nehmen fast 40 Prozent der Fläche des Landkreises ein. Die Ueckermünder Heide lädt zum Wandern, Radfahren und Reiten ein. Kulturinteressierte finden im Pommerschen Landesmuseum in Greifswald den Croy-Teppich von 1554, ein einzigartiges kulturhistorisches Zeugnis aus der Zeit der Reformation. So lässt sich der Blick von Fahrenwaldes Kirchen und Gutsgeschichte auf weitere Natur- und Kulturthemen des übergeordneten Reiseziels richten.

Weitere Reiseziele entdecken: Nieden, Schönwalde, Groß Luckow, Polzow, Viereck, Papendorf, Zerrenthin, Krugsdorf.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Uecker-Randow-Tal.

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