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Kenz-Küstrow verbindet Backsteingotik, eine Heilquelle und Dörfer in sanft hügeliger Landschaft an der Boddenküste. Quellen und Bäche durchziehen die Dörfer der Gemeinde. Für die Wahl eines Aufenthalts stehen damit verschiedene Schwerpunkte bereit: die Kirchengeschichte in Kenz, das kleinteilige Ortsbild von Rubitz und der weite Blick bei einer Annäherung an Küstrow von Westen.

St. Marien und die Quelle

Die St. Marien-Kirche in Kenz wurde um 1398 im Stil der Backsteingotik erbaut und liegt nahe einer Heilquelle. Die restaurierte ehemalige Wallfahrtskirche ist ein Besucherziel und diente den pommerschen Herzögen als Begräbniskirche. Damit kommen am selben Bauwerk Architektur, frühere Pilgertradition und dynastische Geschichte zusammen. Die Kirche lässt sich also nicht nur über ihr ungefähres Baualter betrachten: Ihre frühere Funktion als Begräbnisstätte ergänzt die Baugeschichte um eine weitere historische Perspektive.

Der Begriff Backsteingotik verweist auf Baumaterial und gotische Gestaltung und ergänzt die ungefähre Bauzeit um eine architektonische Einordnung. Ein eigener Schwerpunkt sind die Chorfenster: Sie bilden die größte erhaltene Sammlung frühmittelalterlicher Glasmalerei in Norddeutschland. So erschließen der Kirchenbau und seine Fenster unterschiedliche Aspekte von St. Marien. Die frühmittelalterliche Glasmalerei verweist auf eine ältere Epoche als der Kirchenbau um 1398.

Wegen ihrer Quelle wurde Kenz zum ersten Badeort im heutigen Mecklenburg-Vorpommern. An der Quelle gibt eine Pumpe Besuchern erfrischendes und heilendes Wasser. Quelle und Kirche gehören zu einem von Bäumen gesäumten Ensemble, das vom Frühjahr bis in den Spätherbst zum Verweilen einlädt. Wenn Sie gerade diese Kombination erleben möchten, planen Sie den saisonalen Rahmen ein und prüfen Sie vor dem Besuch die Zugangsbedingungen; diese können sich ändern.

Dörfer und Landschaft

Rubitz setzt einen ländlichen Gegenpunkt zur Sakralarchitektur. Sein Dorfzentrum umfasst einen Hektar und hat Quellen, alte Bäume und reetgedeckte Häuser; auch hier lädt das Ortsbild zum Verweilen ein. Die Fläche vermittelt einen konkreten Maßstab für den Dorfkern, während Häuser und Bäume dessen Charakter prägen. Wer auf einer Reise neben der Kirche auch ein dörfliches Ensemble sehen möchte, findet in Rubitz einen anderen inhaltlichen Schwerpunkt als in Kenz.

Die Dörfer der Gemeinde liegen in sanft hügeligem Gelände, das von Quellen und Bächen durchzogen wird. Wer sich Küstrow von Westen nähert, hat einen weiten Blick über die umgebende Landschaft und den Bodden. Dieser Ausblick unterscheidet sich im Maßstab vom begrenzten Dorfzentrum in Rubitz: Hier öffnet sich der Blick in die Landschaft, dort richten sich die Details auf Häuser, Bäume und Quellen. Die Gegenüberstellung hilft, den eigenen Schwerpunkt zwischen weiter Landschaftsansicht und genauerem Ortsbild zu setzen.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Barth.

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