Ein Aufenthalt in Gingst lässt sich über mehrere klar unterscheidbare Themen planen: die Geschichte des Handwerks, die St.-Jakobi-Kirche, Angebote im RügenPark und eine Rundtour auf dem Rad. So können Sie Kultur, Parkbesuch und Ausflüge unterschiedlich gewichten, statt alles in ein einziges Programm zu pressen. Für die Wahl eines Hotels hilft zunächst die Frage, welche dieser Interessen Ihre Tage in Gingst prägen sollen.
Handwerk und Webergeschichte
Die Historischen Handwerkerstuben Gingst umfassen die beiden historischen Häuser „Kremkehaus“ und „Efeuhaus“, einen Innenhof, eine Remise, ein Atelier, eine Schmiede, eine kleine Freilichtbühne und das Museumscafé. In den Stuben werden verschiedene historische Gewerke und Lebensbereiche präsentiert: Schuhmacherei, Weißnäherei, Uhrmacherei, Barbierhandwerk und eine historische Küche. Das Ensemble verbindet damit einzelne Handwerke mit ihren jeweiligen Arbeits- und Alltagsbezügen.
Im historischen Efeuhaus können Sie Weberei an alten Webstühlen entdecken und Schauweben erleben. Die Termine für Vorführungen können variieren; prüfen Sie sie deshalb vor Ihrem Besuch. Die örtliche Webergeschichte reicht über die ausgestellten Geräte hinaus: 1775 wurde als Erneuerung einer bereits früher in Gingst bestehenden Weberzunft ein Weberamt für Leinen- und Damastweberei eingerichtet. Damaststoffe wurden zu einer Gingster Spezialität und führten das Handwerk zu neuer Blüte. Wer die Webstühle sieht, begegnet so auch einem Handwerk, das die lokale Geschichte geprägt hat.
Kirche, Ortskern und Märkte
Die St.-Jakobi-Kirche in Gingst ist die zweitgrößte Kirche auf der Insel Rügen. Am Hauptportal beginnt eine Rätsel-Erkundungstour durch Gingst, die etwa eine Stunde dauert. Wenn Sie diese Tour einplanen, prüfen Sie vorab, ob die gedruckten Materialien noch den aktuellen Ablauf wiedergeben. Der Ortskern wurde saniert und neu gestaltet; dadurch entwickelte sich Gingst zu einem attraktiven Zentrum von Westrügen mit ländlichem Charme.
Der liebevoll restaurierte Marktplatz bietet das ganze Jahr über Märkte mit regionaltypischen Produkten; das Marktgeschehen kann je nach Saison variieren. Einen eigenen saisonalen Termin hat der Grüne Markt: Von Mai bis Oktober findet er jeden Sonnabend auf dem Museumshof der Historischen Handwerkerstuben statt. Dort werden heimische Produkte und Kunsthandwerk angeboten. Prüfen Sie die konkreten Termine vor Ihrer Reise. Auch das Museumscafé ergänzt den Besuch mit Erfrischungen und regionalen Produkten.
RügenPark und Bewegung im Freien
Im RügenPark Gingst stehen verschiedene Erlebnisse nebeneinander. Mit der Parkeisenbahn „Emma“ können Besucher den gesamten Park erkunden. Die Seilbahn führt über den Teich; aus sieben Metern Höhe bietet sich ein Überblick über den Park, den Miniaturenpark und die Gleisführung der „Emma“. Im Wildwasserrondell bestimmen sechs Fahrer die Geschwindigkeit ihrer Gleiter selbst und können dabei die Zentrifugalkraft erforschen. Bei einzelnen Attraktionen kann der Betrieb je nach Saison oder Wartung variieren. Informieren Sie sich vor dem Besuch über den aktuellen Betrieb.
Für eine längere Radtour führt die rund 32 Kilometer lange Rundtour „Landleben und Boddenidylle auf Westrügen“ von Gingst über die Insel Ummanz entlang des Deichradwegs und wieder zurück. Die ungefähre Streckenlänge und der Rundkurs geben einen anderen Rahmen für den Tag als die etwa einstündige Rätsel-Erkundung durch Gingst: Hier planen Sie eine Radtour, dort eine Erkundung des Ortes.
Im näheren Umfeld von Gingst liegt der Schlosspark Pansevitz. Dort können Sie über zwei Wendeltreppen die alte Schlossruine besteigen und den Blick über den Park und den dazugehörigen Friedwald genießen. So ergeben sich unterschiedliche Schwerpunkte für den Aufenthalt: die Handwerksgeschichte in Gingst, Angebote im RügenPark, eine Radtour über Ummanz oder ein Ausflug zum Schlosspark Pansevitz.
Weitere Reiseziele entdecken: Altefähr, Trent, Schaprode, Insel Hiddensee, Dreschvitz, Neuenkirchen, Kluis, Samtens.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt West-Rügen.