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Neu Barstede entstand 1822 als Moorkolonie. Bevor den Kolonisten eine Pfarrei zugewiesen war, ließen sie ihre kirchlichen Feiern in Barstede abhalten. Damit kommen in der frühen Ortsgeschichte zwei Themen zusammen: die Gründung der Moorkolonie und die kirchliche Versorgung ihrer Siedler. Der historische Schwerpunkt ist klar umrissen: Die Feiern fanden in Barstede statt, noch bevor eine Pfarrei zugewiesen war.

Kirche in Barstede: Bau und Ausstattung

Die Kirche in Barstede hat einen freistehenden Backsteinglockenturm aus dem 13. Jahrhundert. Das Kirchengebäude wurde 1952 auf älteren Fundamenten wiederaufgebaut. Turm und Gebäude verweisen damit auf unterschiedliche Bauphasen: mittelalterliche Herkunft beim Glockenturm, ein Wiederaufbau im 20. Jahrhundert beim Kirchengebäude. Auch die historische Ausstattung umfasst mehrere Epochen. Dazu gehören ein Renaissance-Triptychon, ein Taufbecken aus der Zeit um 1200 und eine Orgel, die 1801/02 gebaut wurde. So stehen neben der Baugeschichte konkrete Kunst- und Ausstattungsstücke im Mittelpunkt. Für einen kulturgeschichtlichen Blick auf Barstede sind sowohl die Architektur als auch diese unterschiedlichen Objekte von Interesse.

Kultur im übergeordneten Reiseziel Ihlow

Im übergeordneten Reiseziel Ihlow zeigt die Klosterstätte eine Teilrekonstruktion der früheren Zisterzienserabtei Schola Dei. Unterirdisch gibt es eine archäologische Ausstellung, die zugleich als Raum für Spiritualität dient. Zum Standort gehören außerdem ein Klostergarten, eine Bäckerei, ein historisches Forsthaus, ein Café und ein Laden mit regionalen Produkten und Kunsthandwerk. Die Klosterstätte ist das ganze Jahr frei zugänglich; der Eintritt ist kostenlos. Prüfen Sie vor Ihrem Besuch die aktuellen Zugangsregelungen, denn diese können sich ändern. Hier stehen die Geschichte einer Abtei und archäologische Funde neben weiteren Angeboten am Standort.

Auch das Grootsche Huus in Ihlowerfehn eröffnet einen anderen Blick auf die regionale Geschichte. Das originale Fehnhaus stammt aus dem 18. Jahrhundert. In seinen historischen Räumen können Besucher alte ostfriesische Handwerkskünste kennenlernen und die erhaltene traditionelle Einrichtung des Backsteingebäudes sehen. Hausform, Einrichtung und Handwerk geben dem Besuchsthema einen alltagsgeschichtlichen Schwerpunkt, der sich von der Klostergeschichte unterscheidet.

Die Kirche in Bangstede stammt aus dem 13. Jahrhundert. In ihr hängt noch heute eine geschnitzte Darstellung des leidenden Jesus am Kreuz, deren Körper nur teilweise erhalten ist. Die Arbeit zählt zu den bedeutendsten Schnitzarbeiten des mittelalterlichen Ostfrieslands. Damit rückt hier ein einzelnes Werk in den Mittelpunkt: eine mittelalterliche Schnitzarbeit, deren regionaler Rang besonders hervorgehoben wird.

Einen anderen Themenbereich behandelt das Schlickmuseum Riepe. Es erklärt, wie das Überschlickungsprojekt des Wasser- und Bodenverbandes Emden-Riepe von 1954 bis 1994 die Landschaft von Riepe und Riepsterhammrich verändert hat. Besuche erfolgen nach vorheriger Vereinbarung. Der Zeitraum des Projekts und die betroffenen Landschaften geben diesem Museumsthema einen klaren historischen Rahmen.

Der Pilgerweg „Schola Dei“ beginnt an der Klosterstätte Ihlow und führt bis zur Ludgerikirche in Norden. Der Weg ist insgesamt 40 Kilometer lang und umfasst 16 Stationen. Start und Ziel sowie Gesamtlänge und Stationszahl machen den Umfang der Route konkret: Sie führt zwischen zwei benannten Orten und besteht aus mehreren Stationen.

Weitere Reiseziele entdecken: Ostersander.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ihlow.

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