Eicklingen lässt sich über zwei Themen erschließen: die Geschichte der früheren Amtsvogtei und die Naturdenkmale der Gemeinde. Einzelne Eichen und der Dünenzug bei Sandlingen geben der Landschaft konkrete Bezugspunkte.
Amtshof und historische Nutzung
Der 1830 errichtete Eicklinger Amtshof war früher die Amtsvogtei Eicklingen. Das historische Amtshaus in Eicklingen entwickelte sich aus dem Grundriss eines niedersächsischen Bauernhauses. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts verfügte es über Tapeten aus Paris, umfangreiche Stallungen, eine Wohnung für den Gerichtsdiener, ein Gefängnis und ein Backhaus. Die Mischung aus Wohnraum, Gefängnis, Stallungen und Backhaus zeigt, wie vielfältig die frühere Nutzung war.
Im Eicklinger Amtshof befindet sich seit 2005 das Niedersächsische Informations- und Kompetenzzentrum für den ländlichen Raum. Dort kommen Menschen aus der ländlichen Entwicklungsplanung, Bürgerinnen und Bürger, Planer, Fachleute sowie Mitarbeitende von Verwaltungen und Behörden zusammen, um sich zu informieren und auszutauschen. Neben der früheren Funktion als Amtsvogtei steht damit auch Information und Austausch über die ländliche Entwicklung im Zusammenhang mit dem Amtshof.
Naturdenkmale und Landschaft
In Eicklingen stehen ND-CE 67, eine einzelne Eiche, und ND-CE 130, die Lauseiche; beide werden als Naturdenkmale geführt. Bei Sandlingen ist der Dünenzug als flächenhaftes Naturdenkmal ausgewiesen. So reicht das Spektrum von einzelnen Bäumen bis zu einem Naturdenkmal, das eine Fläche umfasst.
Zur Landschaft gehören Hecken und kleine Waldstücke, die Eicklingen gliedern. Sie eignet sich zur Wild- und Vogelbeobachtung. Damit stehen konkret benannte Naturmerkmale neben einem Landschaftsthema, das sich auf Tiere und Vögel richtet. Wer sich vor allem für einzelne Naturdenkmale interessiert, findet hier andere Anknüpfungspunkte als bei der Beobachtung der Landschaft.
Speicher und Schützenfest
In Paulmannshavekost steht der älteste Speicher der Südheide. Das Schützenfest in Eicklingen findet alle vier Jahre statt. Wenn Sie das Fest bei Ihrer Reiseplanung berücksichtigen möchten, prüfen Sie am besten die konkreten Veranstaltungstermine.
Weitere Themen im übergeordneten Reiseziel Celle
Im übergeordneten Reiseziel Celle gibt es im Naturpark Südheide zehn ausgeschilderte Rad-Thementouren mit einer Gesamtlänge von mehr als 400 Kilometern. Hinzu kommen 23 thematische Wanderwege, fünf Erlebnispfade und drei Fernwanderwege. Diese Auswahl setzt einen anderen Schwerpunkt als Eicklingens Ortsgeschichte: Hier stehen Rad- und Wanderrouten im Vordergrund.
Auch ein kürzerer Spaziergang ist Teil des Angebots in Celle: Der Rundgang durch die Celler Altstadt führt über 3,22 Kilometer vom Herzogschloss Celle zur Synagoge und gilt als sehr leichter Spaziergang. Das ist eine klar bezifferte Streckenoption, während die Rad- und Wanderwege im Naturpark eine größere Auswahl unterschiedlicher Touren umfassen.
Für einen kulturgeschichtlichen Schwerpunkt im übergeordneten Reiseziel Celle kommt das Kloster Wienhausen hinzu. Das ehemalige Zisterzienserkloster gilt als Beispiel für niederdeutsche Backsteingotik und Fachwerkbaukunst. Zu den mittelalterlichen Kunstschätzen gehören Bildteppiche aus dem 14. und 15. Jahrhundert sowie ein ausgemalter Nonnenchor. Die gotischen Bildteppiche werden jedes Jahr eine Woche lang fachkundig erläutert, traditionsgemäß ab dem Samstag nach Pfingsten. Prüfen Sie vor der Reise die konkreten Termine.
Weitere Reiseziele entdecken: Hermannsburg, Faßberg, Bröckel, Celle, Oldendorf, Langlingen, Bergen, Wietze
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