Waldwege, Heideflächen und Kieselgurgeschichte eröffnen in Unterlüß unterschiedliche Entdeckungsrichtungen. Der Qualitätswanderweg Heidschnuckenweg verläuft direkt durch den Ort; außerdem gibt es Ziele rund um Wald, Vogelwelt und regionale Geschichte. Für die Planung können Sie sich fragen, ob Sie vor allem draußen unterwegs sein oder Natur- und Kulturthemen in Ausstellungen vertiefen möchten.
Naturwege mit unterschiedlichen Streckenlängen
Etwa zwei Kilometer östlich von Unterlüß liegt das Naturschutzgebiet Lünsholz. Das Laubwaldgebiet besteht überwiegend aus strukturreichen Buchenwäldern. Eine weitere Waldlandschaft erschließt die Wanderung W8 „Der Urwald im Lüß“: Sie führt durch das ausgedehnte Waldgebiet südöstlich von Unterlüß und entlang des Naturwaldreservats bis zum Lüßberg. Mit 130 Metern ist dieser die höchste Erhebung im Naturpark Südheide.
Der Wald-Erlebnis-Pfad „Urwald im Lüß“ bietet eine andere Art des Waldspaziergangs: Der familiengeeignete Rundweg führt durch den jahrhundertealten Lüßwald bei Unterlüß im Naturpark Südheide und ist für einen Halbtagsausflug geeignet. Vom Bahnhof Unterlüß erreichen Sie den Pfad in etwa 20 Minuten zu Fuß. Die Buslinien 260 aus Richtung Hermannsburg und 261 aus Richtung Faßberg fahren zum Parkplatz Lüßwald. Wenn Sie mit dem Bus planen, prüfen Sie vor der Fahrt den Fahrplan. Die nächste Heidefläche ist von Unterlüß aus zu Fuß in 15 Minuten erreichbar.
Auch die Länge der Wege lässt sich vergleichen: Der Heide-Erlebnispfad Schillohsberg ist ein 2,2 Kilometer langer Rundweg im Naturschutzgebiet „Heideflächen Mittleres Lüßplateau“ zwischen Lutterloh und Unterlüß. Als besonderer Punkt liegt an der Route der Aussichtspunkt „Blaues Auge vom Schillohsberg“, der einen besonderen Blick auf die Landschaft bietet. Die Lüsswald-Tour ist mit rund sechs Kilometern länger und verläuft vollständig im Lüsswald bei Unterlüß zwischen Uelzen und Celle. Von Unterlüß aus können Besucher außerdem ausgewählte Touren des Rad- und Wanderwegenetzes im Naturpark Südheide beginnen.
Für eine Radtour bietet sich ein eigenes Thema an: Die 22 Kilometer lange Tour „Das weiße Gold der Südheide“ führt durch den Naturpark Südheide, durch zahlreiche Heideflächen und an ehemaligen Kieselgur-Abbaugebieten vorbei. Sie verbindet damit Landschaft und Spuren des früheren Kieselgurabbaus in einer gemeinsamen Tour.
Kieselgur, Kunst und Vogelwelt
Das Albert-König-Museum in Unterlüß bietet mehrere Zugänge zu regionaler Natur- und Kulturgeschichte. Seine Dauerausstellung zur Kieselgur behandelt Naturgeschichte und Bodenschatz auf interaktive Weise: Besucher können Erfahrungsberichte anhören, mit verschiedenen Präparaten experimentieren und ein Mikroskop nutzen. Das Museum bewahrt außerdem den künstlerischen Nachlass des Malers und Graphikers Albert König (1881–1944). Neben seinen Werken zeigt es Arbeiten anderer Künstler, die für die Region bedeutsam sind. So stehen im Museum die Geschichte eines Bodenschatzes und die Kunst regionaler Künstler nebeneinander.
In der näheren Umgebung, im Ortsteil Lutterloh, beherbergt der Treppenspeicher Lutterloh ein Touristikzentrum zur „Vogelwelt der Südheide“. Das aufwändig restaurierte traditionelle Holzgebäude ist an seiner charakteristischen Außentreppe und dem Reetdach erkennbar. Im Inneren können Besucher auf einem großen Monitor individuell zehn künstlerische Videoclips abrufen; jeder dauert fünf Minuten. Animierte und kommentierte Fotos sowie Töne von Vögeln in ihren Biotopen machen die Vogelwelt zum Thema der Präsentation.
Ein weiteres historisches Ziel ist Haus Siedenholz, eines der ältesten Häuser der Gemeinde Unterlüß. Es wurde 1697 erstmals als einstöckiges Forsthaus erwähnt. Das Haus hat außerdem eine besondere Funktion für Gruppen: Es bietet mehrtägige erlebnis- und handlungsorientierte Bildungsprogramme für Schulklassen sowie Kinder- und Jugendgruppen an. Diese Programme richten sich an die genannten Gruppen und sind damit von einem individuellen Museumsbesuch oder einer Wanderung zu unterscheiden.
Weitere Reiseziele entdecken: Lutterloh, Oberohe, Adelheidsdorf, Celle, Bergen, Müden, Bröckel, Eversen.
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