Adelheidsdorf erschließt sich über Spuren der Moor-Kultivierung und die Geschichte einer Siedlung, die im 19. Jahrhundert als Kolonie entstand.
Radfahren durch die Moorlandschaft
Der Adelheidsdorfer Radrundkurs führt durch Felder, Wiesen und Weiden; Start und Ziel liegen in Großmoor. Entwässerungsgräben entlang der Strecke zeigen, wie das frühere Moorland trockengelegt wurde, und tragen zu einer besonderen Tier- und Pflanzenwelt bei. Pferde grasen häufig neben der Route. Birken und Ebereschen prägen das frühere Moorland; zahlreiche Wasserläufe prägen das Landschaftsbild Adelheidsdorfs. Für die Orientierung steht ein GPS-Navigationsdownload zur Verfügung. Prüfen Sie vor der Fahrt den aktuellen Download und die Streckenbedingungen. Die traditionelle Hengstprüfungsanstalt liegt ebenfalls direkt an der Route.
Vom Torfabbau zur Siedlungsgeschichte
Die örtlichen Ortsteile entwickelten sich durch die Kultivierung des ehemaligen Großen oder Müggenburger Moors. Das frühere Moorland erstreckte sich von Celle bis Ramlingen; im frühen 18. Jahrhundert florierte in der Gegend der Torfabbau. An der Torfabbau-Station erläutert die Radroute die mühsame Arbeit des Torfstechens und wie das Land als Acker- und Wiesenland nutzbar wurde.
Als Kolonie entwickelte sich Adelheidsdorf zwischen 1824 und 1838 entlang der Straße Hannover–Celle. Ab 1824 entwickelte sich die spätere Siedlung Adelheidsdorf zwischen Müggenburg und dem Fuhsekanal. Der Ort erhielt 1831 seinen Namen zu Ehren von Königin Adelheid von England und Hannover. Das ehemalige Gut Müggenburg war ein Ort, an dem die Celler Herzöge Zölle erhoben. Eine Hengstprüfungsanstalt gibt es in Adelheidsdorf seit 1927.
Weitere Möglichkeiten vor Ort
Auch zu Pferd lässt sich die örtliche Natur erleben. In Großmoor lädt ein Hofladen mit regionalen Produkten zum Halt ein; prüfen Sie vorab, ob er in Betrieb ist.
Weitere Wege und Kultur im Reiseziel Celle
Im Reiseziel Celle bietet der Naturpark Südheide zehn ausgeschilderte Rad-Thementouren mit einer Gesamtlänge von mehr als 400 Kilometern. Sie führen zu besonderen Sehenswürdigkeiten und durch Heideflächen, Wälder, Heidebäche sowie Moor- und Teichlandschaften. Zum Angebot gehören außerdem 23 thematische Wanderwege, fünf Erlebnispfade und drei Fernwanderwege. Kanufahren auf den Heidebächen im Landkreis Celle ist jedes Jahr vom 16. Mai bis zum 14. Oktober eingeschränkt erlaubt; prüfen Sie vor der Kanufahrt örtliche Beschränkungen und Wasserstände. Eine Stadtführung für Individualgäste durch die Celler Altstadt vermittelt Wissenswertes zum Celler Schloss, zur Stadtgeschichte und zum Fachwerk mit mehr als 480 Fachwerkhäusern; eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Ein 3,22 Kilometer langer, sehr leichter Spaziergang führt vom Herzogschloss Celle zur Synagoge. Im Kloster Wienhausen befinden sich mittelalterliche Kunstschätze, darunter Bildteppiche aus dem 14. und 15. Jahrhundert.
Weitere Reiseziele entdecken: Eldingen, Nienhagen, Wietze, Winsen / Aller, Langlingen, Lohheide, Unterlüß, Oberohe
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