Ein Hochmoor-Rundweg mit Sinnesstationen, ein Waldlehrpfad und kulturhistorische Zeugnisse aus verschiedenen Epochen geben Molbergen mehrere Besuchsthemen. Bei der Planung können Sie nach Landschaftsschwerpunkt und Rundweglänge auswählen; Badesee, Bürgerpark und Radroute ergänzen die Auswahl, ohne daraus einen festen Ablauf zu machen.
Hochmoor, Heide und Rundwege
Der Dausenmoorpad liegt innerhalb des mehr als 600 Hektar großen Naturschutzgebiets Molberger Dose und präsentiert Hochmoorlandschaft in ihrer natürlichen Umgebung. Der Rundweg ist drei Kilometer lang und hat 15 interaktive Mitmach- und Sinnesstationen. Sie behandeln die Entwicklung und ökologische Bedeutung seltener Moore. So verbindet die Runde eine überschaubar beschriebene Streckenlänge mit anschaulichen Themen rund um das Moor.
Eine weitere Runde ist der Waldlehr- und Erlebnispfad Dwergter Sand. Er misst ungefähr 3,5 Kilometer und umfasst 17 Informationstafeln sowie interaktive Stationen. Im Längenvergleich ist der Dausenmoorpad mit drei Kilometern kürzer; beim Pfad im Dwergter Sand stehen die Informationstafeln neben den interaktiven Elementen. Die beiden Beschreibungen setzen damit unterschiedliche Schwerpunkte: hier seltene Moore und ihre ökologische Bedeutung, dort Information und interaktive Stationen entlang einer längeren Runde.
Das Wald- und Heidegebiet Dwergter Sand umfasst rund 2.000 Hektar im Gebiet um Molbergen und verfügt über ein ausgedehntes Rad-, Wander- und Reitwegenetz. Wandern, Radfahren und Reiten sind damit als verschiedene Möglichkeiten benannt, die Landschaft zu erkunden.
Badesee, Park und Radroute
Badesee Dwergte ist ein Naturbadesee mit 6.000 Quadratmetern Wasserfläche und einer 4.000 Quadratmeter großen Strandlandschaft. Toiletten und ein Strandcafé befinden sich vor Ort. Da sich der Betrieb ändern kann, prüfen Sie vor dem Besuch die Verfügbarkeit dieser Einrichtungen.
Der Bürgerpark Molbergen ist als Familien- und Freizeitpark beschrieben. Er verbindet Ruhebereiche mit Aktivitätsbereichen für Spiel, Sport und Begegnung. Damit unterscheidet er sich von den Rundwegen, deren Ausstattung vor allem aus Stationen und Informationstafeln besteht.
Für eine Radtour ist Molberger Meilen | Ostroute eine Rundradroute im Erholungsgebiet Thülsfelder Talsperre. Prüfen Sie vor der Fahrt die Streckenbedingungen.
Kulturgeschichte in Molbergen
Das Großsteingrab Teufelssteine in Molbergen-Bischofsbrück stammt aus der Zeit der jungsteinzeitlichen Trichterbecherkultur und wird auf etwa 3400 bis 2800 v. Chr. datiert. In der Kirche St. Johannes Baptist in Molbergen befindet sich ein gotisches Altarretabel aus Sandstein, das um 1460 in einer westfälischen Werkstatt entstand. Ein großer Teil der Kirchenausstattung stammt aus dem Barock. Die beiden Epochen geben unterschiedliche zeitliche Bezugspunkte für die örtlichen Kulturdenkmale.
Ein jüngeres Bauwerk ist die Alte Dorfschule in Ermke: Das eingeschossige Backsteingebäude stammt aus dem Jahr 1907. Der Glockenturm gilt als Zeichen für die Verbindung zwischen Schule und Kirche. Zusammen mit dem Großsteingrab und den Ausstattungsstücken der Kirche reicht die Auswahl damit von vorgeschichtlicher Zeit bis ins frühe 20. Jahrhundert.
Ergänzungen im übergeordneten Reiseziel Cloppenburg
Im übergeordneten Reiseziel Cloppenburg gibt das Museumsdorf Cloppenburg – Niedersächsisches Freilichtmuseum anhand von rund 60 historischen Gebäuden Einblick in die Lebensverhältnisse der ländlichen Bevölkerung Nordwestdeutschlands. Der dargestellte Zeitraum reicht vom ausgehenden Mittelalter bis in die 1980er Jahre.
Auch die Thülsfelder Talsperre gehört zum übergeordneten Reiseziel Cloppenburg. Der von der Soeste gespeiste Stausee liegt in der Stadt Friesoythe sowie den Gemeinden Garrel und Molbergen und wurde zwischen 1924 und 1927 erbaut. Das Gebiet der Talsperre und seine Umgebung stehen seit 1938 unter Naturschutz und sind seit 1999 auch ein FFH-Gebiet.
Weitere Reiseziele entdecken: Löningen, Lindern, Garrel, Petersfeld, Saterland, Barßel, Cappeln, Emstek
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