Das Saterland verbindet für Entdeckungen am Wasser und im Moor mehrere unterschiedliche Schwerpunkte: Am Hollener See stehen Strand, Baden und Spazier- oder Wandermöglichkeiten im Vordergrund; in Strücklingen führt das Kanuangebot auf die Sagter Ems. Im Naturschutzgebiet Imkehörne und mit dem Seelter Foonkieker kommt das Hochmoor hinzu. Für Ihre Planung lohnt daher zuerst die Frage, ob Sie eher am See unterwegs sein, eine Kanufahrt einbeziehen oder Moorlandschaft und ihre Geschichte kennenlernen möchten.
Wasser am See, auf dem Fluss und im Becken
Der Hollener See liegt in Ramsloh/Hollen und ist 9,5 ha groß. Am See befindet sich ein Badestrand; außerdem lädt er zum Baden, Spazierengehen und Wandern ein. So können Sie den Ausflug entweder auf Zeit am Wasser oder auf Bewegung beim Spaziergang und Wandern ausrichten.
Eine andere Wasseraktivität bietet die Paddel- und Pedalstation in Strücklingen: Dort können Besucher mit dem Kanu auf der Sagter Ems fahren. Anders als am See steht hier die Fahrt mit dem Kanu im Mittelpunkt. Prüfen Sie vorab die aktuellen Betriebsarrangements der Station.
Das Freizeitbad Saterland ergänzt die Auswahl mit einem Badebereich für Kleinkinder und einem 25 × 10 m großen Becken. Hinzu kommen ein 1-m-Sprungbrett und ein 3-m-Sprungturm. Bei der Entscheidung zwischen den Wasserangeboten sind die Unterschiede konkret: Badestrand und Aktivitäten am Hollener See, eine Kanufahrt auf der Sagter Ems oder die Beckenanlagen im Freizeitbad.
Hochmoor erleben und verstehen
Das Naturschutzgebiet Imkehörne ist ein Hochmoorgebiet in Saterland/Strücklingen. Eine Plattform mit Informationstafeln bietet einen Blick über die Moorflächen. Aussicht und Tafeln geben dem Besuch einen eigenen Schwerpunkt: Sie können die Moorlandschaft betrachten und die Informationen vor Ort einbeziehen.
Der Seelter Foonkieker ist eine Torflorenfahrt des Torfwerkes „Moorkultur Ramsloh“. Gäste lernen dabei die Moorlandschaft und den weichen Moorboden kennen. Auf der Fahrt erfahren sie außerdem etwas über die Entstehungsgeschichte der Hochmoore, den Torfabbau und die Renaturierung. Damit verbindet das Angebot das Erleben der Moorlandschaft mit diesen Themen ihrer Geschichte und Veränderung. Prüfen Sie vor einer geplanten Fahrt die aktuellen Betriebsarrangements.
Mühle und saterfriesische Sprache
In Scharrel steht die Galerie-Holländer-Windmühle, die 1870 erbaut wurde. Eine Besichtigung ist nach Absprache möglich; stimmen Sie einen Besuch daher vorab ab. Das Baujahr gibt der Mühle einen konkreten historischen Bezug, während die Terminvereinbarung für die Planung wichtig ist.
Auch die Sprache gehört zu den besonderen kulturellen Bezügen des Saterlandes: „Seelterlound“ ist der Name des Saterlandes in saterfriesischer Sprache. Saterfriesisch ist ein Dialekt der friesischen Sprache, der von niederdeutschen Elementen durchsetzt ist. Der saterfriesische Name und die sprachliche Einordnung bieten einen weiteren Zugang zur Kultur der Region, unabhängig davon, ob Ihr Schwerpunkt auf Wasser, Moor oder Mühlengeschichte liegt.
Ein zusätzlicher Kulturakzent im übergeordneten Reiseziel Cloppenburg
Im übergeordneten Reiseziel Cloppenburg vermittelt das Museumsdorf Cloppenburg – Niedersächsisches Freilichtmuseum anhand von rund 60 historischen Gebäuden einen Einblick in die Lebensverhältnisse der ländlichen Bevölkerung Nordwestdeutschlands. Der dargestellte Zeitraum reicht vom ausgehenden Mittelalter bis in die 1980er Jahre. Dieser regionale Kulturakzent ergänzt die örtlichen Themen im Saterland, ohne sie zu ersetzen.
Weitere Reiseziele entdecken: Molbergen, Cloppenburg, Lindern, Essen, Cappeln, Bösel, Petersfeld, Emstek.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Cloppenburg.