Zum Inhalt

Das Viehmoor bei Leiferde setzt einen klaren Schwerpunkt auf Moorlandschaft und Vogelwelt. Dazu kommen die neugotische St.-Viti-Kirche und das NABU-Artenschutzzentrum mit seinem Bezug zur heimischen Tierwelt. Für Ihre Planung lassen sich so unterschiedliche Themen in den Blick nehmen: Naturraum, Baugeschichte und Artenschutz. Auch die Anreise verdient einen eigenen Blick, denn Busverbindungen und regionale Radplanung bieten verschiedene Orientierungspunkte.

Viehmoor: Moorlandschaft und Vogelwelt

Das Naturschutzgebiet Viehmoor umfasst etwa 320 Hektar bei Leiferde im Oberen Aller-Tiefland. Zur Landschaft gehören Stillgewässer, Schilfzonen, Feuchtwiesen, Heide, Dünen und Wald. Diese Vielfalt prägt den Charakter des Gebiets: Wasserflächen und Röhricht stehen neben offenen Wiesen und weiteren Landschaftselementen.

Für seltene, geschützte Vogelarten ist das Viehmoor ein wichtiges Rast- und Brutgebiet. Die Bedeutung als Lebensraum gehört damit ebenso zur Einordnung des Naturschutzgebiets wie seine Landschaftsformen. Wer sich für Natur interessiert, findet hier einen konkreten thematischen Schwerpunkt, ohne dass sich das Viehmoor auf einen einzelnen Landschaftstyp reduzieren lässt.

Auch die Nutzungsgeschichte ergänzt das Bild. Das Moorland wurde kultiviert und über lange Zeit für Fischzucht genutzt. Landschaft und Geschichte eröffnen damit zwei verschiedene Perspektiven auf das Gebiet: die heutigen beschriebenen Lebensräume und die frühere Nutzung des Moorlands. Bei Wohlenberg sind außerdem Twargborn und Twargstieg weiterhin zu sehen.

Kirche und weitere lokale Entdeckungen

Die St.-Viti-Kirche bringt einen kulturellen Akzent in die Auswahl. Der neugotische Backsteinbau stammt aus dem Jahr 1860 und bietet ungefähr 750 Sitzplätze. Auch die Orgel ist durch eine konkrete Zahl gekennzeichnet: Sie hat 1.164 Pfeifen. Bauform, Material und die Größenordnung von Kirche und Orgel geben mehrere Anhaltspunkte, um sich mit dem Bauwerk auseinanderzusetzen.

Die Kirche und das Viehmoor stehen für unterschiedliche Interessen: Hier die Geschichte eines neugotischen Backsteinbaus, dort eine Landschaft mit Wasser, Feuchtwiesen und bedeutender Funktion für Vögel. Das NABU-Artenschutzzentrum ergänzt diese Auswahl um das Thema heimische Wildtiere. So können Sie bei der Planung abwägen, ob Natur, Architektur oder die Arbeit für den Artenschutz Ihr Hauptinteresse ist.

Wildtiere und Artenschutz

Das NABU-Artenschutzzentrum in Leiferde bietet Gelegenheit, einheimische Wildtiere aus nächster Nähe zu erleben und umfasst ein Tier-Freigelände. Im Landkreis Gifhorn gehört auch die Pflege hilfsbedürftiger einheimischer Wildtiere zur Arbeit des Zentrums; hauptsächlich handelt es sich dabei um Vögel. Geheilte Tiere werden möglichst schnell in ihre natürlichen Lebensräume entlassen. Das verbindet die Besuchsperspektive mit dem Schutzgedanken, ohne die Pflegearbeit mit einer bloßen Tierbeobachtung gleichzusetzen.

Die Besuchsregelungen können sich ändern. Prüfen Sie die aktuellen Besuchsmöglichkeiten, bevor Sie einen Besuch einplanen. So bleibt das Zentrum eine bewusst gewählte Station und wird nicht mit einer pauschalen Zugangsannahme in die Reiseplanung aufgenommen.

Anreise und Radplanung

Leiferde hat direkte Busverbindungen nach Gifhorn und Braunschweig. Da sich Linien und Fahrpläne ändern können, prüfen Sie die Verbindung für Ihren Reisetag. Am Bahnhof Leiferde befindet sich auf der Nordseite ein abschließbarer Fahrradunterstand. Da sich die Verfügbarkeit dieser Einrichtung ändern kann, empfiehlt sich auch hier eine Prüfung vor der Anreise.

Für die Routenplanung im Landkreis Gifhorn gibt es außerdem ein Knotenpunktsystem. Rund 400 ausgeschilderte Knotenpunkte lassen sich zur individuellen Planung von Radrouten kombinieren; der Landkreis bietet dafür eine Online-Planung am Computer oder per App. Das Radwegenetz umfasst rund 700 Kilometer Freizeitradwege sowie zusätzlich rund 550 Kilometer Alltagsnetz mit Verbindungsstrecken. Die getrennten Angaben helfen, Freizeit- und Alltagsnetz auseinanderzuhalten. Prüfen Sie bei Ihrer Planung die aktuellen Routendaten, da sie aktualisiert werden können; aus den regionalen Angaben ergibt sich keine bestimmte Radroute für Leiferde.

Der weitere Blick auf Gifhorn

Im übergeordneten Reiseziel Gifhorn reicht die Landschaft des Landkreises über Moorgebiete hinaus: Dazu gehören auch Heideflächen, Wälder, Flüsse und Seen. Mit dem Drömling liegt im Landkreis zudem ein UNESCO-Biosphärenreservat. Diese regionale Vielfalt ergänzt den konkreten Blick auf das Viehmoor, ohne die Landschaften des Landkreises mit den Merkmalen des Gebiets bei Leiferde gleichzusetzen.

Leiferde bietet damit mehrere klar unterscheidbare Anknüpfungspunkte für einen Aufenthalt: die Landschaft und Vogelwelt des Viehmoors, Baugeschichte an St. Viti und das Thema Artenschutz beim NABU-Zentrum. Mit Busverbindungen in Richtung Gifhorn und Braunschweig sowie der übergeordneten Radplanung stehen Ihnen außerdem konkrete Informationen für die Anreise und Orientierung zur Verfügung. Welche dieser Themen Sie in den Vordergrund stellen, kann Ihre Wahl des Aufenthaltsorts und die Gestaltung Ihrer Zeit vor Ort leiten.

Weitere Reiseziele entdecken: Tappenbeck, Didderse, Groß Oesingen, Sassenburg, Vollbüttel, Wesendorf, Vordorf, Ehra-Lessien.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Gifhorn.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.