Zum Inhalt

Im Oberharz lässt sich das Welterbe aus zwei Blickwinkeln erkunden: als weit gespanntes System der Wasserwirtschaft und als Geschichte des Bergbaus. Dazu kommen Wanderwege durch unterschiedliche Landschaften und Stadtrundgänge mit klar benanntem Thema. Für die Auswahl lohnt sich ein Blick auf den jeweiligen Schwerpunkt und die Zeitangaben – ob Sie Natur, technische Anlagen, Ortsgeschichte oder einen Veranstaltungstermin in den Mittelpunkt stellen möchten.

Wasserwirtschaft und Landschaft

Das UNESCO-Welterbe Oberharzer Wasserwirtschaft umfasst 107 historische Teiche, insgesamt 310 Kilometer Gräben und 31 Kilometer Wasserläufe. Die Zahlen vermitteln den Umfang dieses historischen Systems und geben der Wasserwirtschaft einen eigenen Schwerpunkt bei der Reiseplanung.

Die Welterbe-Wanderwege führen durch eine Landschaft mit Teichen, Gräben, Bergwiesen und Wäldern; auch vielfältige Tierwelt gehört dazu. Informationstafeln vermitteln unterwegs Wissen über das Welterbe. Wer beim Wandern Natur und Kulturgeschichte gemeinsam betrachten möchte, kann den Weg und die Erläuterungen vor Ort zusammen erleben.

Bergbaugeschichte und Technik

Das Oberharzer Bergwerksmuseum in Clausthal-Zellerfeld wurde 1892 gegründet. Es zeigt die Entwicklung des Oberharzer Erzbergbaus vom Mittelalter bis zu seinem Ende im Jahr 1930. Im Schaubergwerk können Besucher durch über- und untertägige Anlagen gehen. So stehen im Museum sowohl der lange historische Zeitraum als auch die Erkundung der Anlagen im Mittelpunkt.

Ein markantes Zeugnis der Bergbautechnik ist das eiserne Fördergerüst des Ottiliae-Schachts von 1876: Es ist das älteste erhaltene seiner Art in Europa. Eine Erlebnistour beginnt am Welterbemonument Ottiliae-Schacht und umfasst eine Führung über das Gelände des ehemaligen zentralen Förderschachts mit Maschinenvorführungen. Am Schacht Kaiser Wilhelm II. in Clausthal-Zellerfeld gibt es auf dem frei zugänglichen Areal außerdem eine Ausstellung zur Technik und Geschichte der Oberharzer Wasserwirtschaft.

In Clausthal-Zellerfeld steht auch die Marktkirche „Zum Heiligen Geist“, Deutschlands größte Holzkirche. Das Welterbe-Infozentrum bietet rund 170 Quadratmeter Ausstellungsfläche und zeigt ein 3D-Landschaftsmodell mit Videoprojektion. Diese Stationen setzen unterschiedliche Akzente: Hier geht es um historische Architektur, dort um die anschauliche Darstellung der Landschaft und des Welterbes.

Stadtrundgang und Zeitplanung

Der Robert-Koch-Stadtrundgang in Clausthal-Zellerfeld führt zu Orten, die mit Kochs Jugend verbunden sind. Dazu gehören sein Geburtshaus, die Kirche, in der er getauft wurde, und seine ehemalige Schule. Für den Rundgang sollten Sie ohne den Besuch im Oberharzer Bergwerksmuseum etwa 2,5 Stunden einplanen. Diese Zeitangabe bezieht sich also auf die Route ohne den Museumsbesuch; beide Besuche lassen sich für die Planung als getrennte Zeitbausteine betrachten.

Veranstaltungen und gemeinsames Brauen

Der UNESCO-Welterbetag im Oberharz findet jährlich Anfang Juni statt und bietet besondere Führungen sowie vielfältige Veranstaltungen. Wenn Sie Ihre Reise daran ausrichten möchten, prüfen Sie vorab die konkreten Termine.

In Clausthal-Zellerfeld bietet die BRAUakademie Seminare an, bei denen Gruppen ab vier Personen unter Anleitung von Braumeistern ihr eigenes Bier brauen können. Das ist ein anderes Format als der Besuch historischer Anlagen oder ein Rundgang: Hier steht das gemeinsame Brauen im Mittelpunkt.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Weitere Reiseziele entdecken

Altenau, Wildemann, Schulenberg Im Oberharz, Lutter Am Barenberge, Bad Harzburg, Liebenburg, Braunlage, Seesen

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Goslar.