Liebenburg eröffnet zwei unterschiedliche Blickrichtungen: die Baugeschichte rund um Barockschloss und Barockkirche sowie Natur- und Regionalwissen auf dem Naturerlebnispfad. Hinzu kommen der Hausmannsturm mit Blick Richtung Brocken und ein Skulpturenbezug über das Strautetal zur Straße des Friedens. Wenn Sie eine Übernachtung in Liebenburg planen, helfen diese verschiedenen Themen dabei, den kulturellen oder naturkundlichen Schwerpunkt Ihres Aufenthalts zu wählen.
Schlosspark und Baugeschichte
Der Schlosspark Liebenburg liegt im Landschaftsschutzgebiet Salzgitterscher Höhenzug und im gleichnamigen FFH-Gebiet. Die mittelalterliche Lewenborch ließ Bischof Siegfried II. von Hildesheim 1292 errichten. Eine deutlich spätere Bauphase fällt in die Jahre 1750 bis 1754: In dieser Zeit wurden der frühere Schlosskomplex und die Kirche abgetragen und an ihrer Stelle Barockschloss und Barockkirche errichtet. So stehen ein mittelalterlicher Bauzeitpunkt und die barocke Neugestaltung als zwei zeitlich klar getrennte Kapitel nebeneinander.
Ein Kunstwerk in der Barockkirche ist das barocke Deckenfresko von Winck: Es ist etwa 110 Quadratmeter groß und wurde 1985/86 restauriert. Die Kirche ist tagsüber für stille Einkehr geöffnet. Da sich die Öffnungspraxis ändern kann, prüfen Sie den Zugang vor Ihrem Besuch.
Natur und Wege
Der Naturerlebnispfad Liebenburg ist ganzjährig zu Fuß begehbar. Auf einer Familienwanderung verbindet er Naturerlebnis mit Wissensvermittlung zu natürlichen Kreisläufen, Geologie und Regionalgeschichte. Wegbedingungen und lokale Zugangsbeschränkungen können saisonal variieren.
Der Hausmannsturm dient als Aussichtsturm mit Blick Richtung Brocken. Prüfen Sie den Zugang vorab, da Wartungs- oder Sicherheitsbedingungen ihn verändern können.
Für Radreisende kommt der Welterberadweg hinzu: Er führt durch die Gemeinde Liebenburg und verbindet fünf UNESCO-Welterbestätten von der Innerstequelle im Oberharz bis zur Mündung der Innerste in die Leine. Die Route ergänzt den Naturerlebnispfad um eine eigene Perspektive auf die Landschaft und ihre Welterbestätten.
Kunstbezug über Liebenburg hinaus
Der Liebenburger Skulpturenpark ist über das Strautetal mit zeitgenössischen Arbeiten internationaler Künstler an der Straße des Friedens verbunden. Diese Route reicht von Paris nach Moskau. Der Park erhält damit neben seinem eigenen Kunstbezug auch einen Bezug zu einem weit gespannten kulturellen Weg.
Goslar als eigener Kulturkontext
Im übergeordneten Reiseziel Goslar setzt die historische Altstadt einen eigenen Schwerpunkt: Sie ist auf rund einem Quadratkilometer geschlossen erhalten und umfasst mehr als 1.500 Fachwerkhäuser. Die Goslarer Kaiserpfalz steht seit beinahe 1.000 Jahren am Fuß des Rammelsberges und war einst Herrschaftssitz von Königen und Kaisern. Auch die Bergbautradition ist dort erlebbar: Im ehemaligen Erzbergwerk Rammelsberg können verschiedene Aspekte des Bergbaus besichtigt werden; dem Besucherbergwerk schließt sich ein Museum an, das die Geschichte dieser Tradition aufarbeitet.
Weitere Reiseziele entdecken: Clausthal-Zellerfeld, Oberharz, Goslar, Seesen, Braunlage, Vienenburg, Altenau, Bad Harzburg.
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