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Am Hylligen Born, der ältesten Heilquelle Pyrmonts, sprudelt Wasser in einem zwölfsäuligen Brunnentempel. Direkt an der Quelle liegt die Wandelhalle. Zusammen mit der Hauptallee, dem Kurpark und der HUFELAND Therme prägt das Thema Wasser Bad Pyrmont auf unterschiedliche Weise: als historische Quelle, als Teil des Stadtbilds und als heutiges Wellnessangebot.

Alleen und Gärten im Kurpark

Die Hauptallee ist die Zentralachse der Kurstadt und gilt als eine der ältesten Kurparkanlagen Deutschlands. Mächtige Linden begleiten das Flanieren; entlang der Allee gibt es ein umfangreiches gastronomisches Angebot. Der Palmengarten setzt einen anderen Akzent: Er ist die nördlichste Palmenfreianlage Europas und umfasst mehr als 500 Kübelpflanzen verschiedener Arten. Die Palmen werden bis zu 11 Meter hoch.

Auch die Blütezeit lässt sich konkret einordnen. Der 300 Meter lange Azaleenweg wurde 1926 gestaltet. Seine sommergrünen Azaleen blühen im Mai in leuchtenden Farben von Gelb bis Rosa und verströmen einen intensiven Duft. Der Barfuß-Parcours ist dagegen eine ganzjährige Möglichkeit, den Kurpark anders zu erleben: Er kann zu jeder Jahreszeit, auch im Winter, begangen werden, aber ausschließlich barfuß. Er ist mehr als 180 Meter lang und rund 1,50 Meter breit.

Die Klosterallee ist Teil des historischen Alleensystems im Kurpark, das rund 3.000 Meter lang ist. Im westlichen Teil liegt das Asiatische Refugium mit Japanischem Garten und Liegen sowie einem Hortensien-, Ahorn- und Schneeballgarten. Im Telemanngarten steht ein um 1810 gebautes Teehaus. Dort können Besucher bei einer Tasse Tee die Ruhe des Parks genießen; auf den Liegen der benachbarten Wiese lässt sich anschließend ausruhen. So unterscheiden sich die Gartenbereiche nicht nur durch ihre Bepflanzung, sondern auch durch die jeweils beschriebenen Möglichkeiten, sich dort aufzuhalten.

Heilquellen und Wellness

Die Wandelhalle befindet sich im Herzen Bad Pyrmonts direkt an der ältesten Quelle des Ortes, dem Hylligen Born. In der Halle werden die Heilquellen ausgeschenkt; außerdem umfasst sie mehrere Geschäfte, ein Café und einen Veranstaltungsraum. Prüfen Sie vor Ihrem Besuch, ob der Ausschank oder ein bestimmtes Angebot für Ihre Planung aktuell in Betrieb ist.

Die HUFELAND Therme ergänzt die Quellen- und Bädergeschichte um ein breites Wellnessangebot: Sie bietet zweiprozentiges Solewasser sowie Innen- und Außenbecken. Hinzu kommen mehrere Saunen, ein Beauty- und Spabereich, ein Whirlpool und ein Eventbecken. Damit lässt sich bei der Planung zwischen dem historischen Quellenumfeld im Zentrum und den Wasser- und Saunabereichen der Therme unterscheiden.

Geschichte und Kultur

Das Museum im Schloss Bad Pyrmont beherbergt seit 1987 stadt- und badgeschichtliche Sammlungen in den barocken Räumen der Schlossinsel. Inhaltlich reicht der Blick bis zu einer knapp 2.000 Jahre alten Geschichte der Pyrmonter Quellen. Die Schlossinsel ist auch Schauplatz des „Pyrmonter Sommers“: Der große und der kleine Schlosshof bilden die Kulisse für die jährlich stattfindenden Veranstaltungen. Wenn Sie einen Besuch daran ausrichten möchten, prüfen Sie vor der Reise das aktuelle Programm.

Eine weitere historische Spur führt zur Dunsthöhle. Sie liegt auf dem Gelände eines ehemaligen Steinbruchs, in dem im 17. Jahrhundert Buntsandstein abgebaut wurde. Steinbrucharbeiter bemerkten dort ab einer bestimmten Tiefe einen „Dunst“. 1720 ließ Fürst Friedrich Anton Ulrich zu Waldeck und Pyrmont mit Genehmigung ein steinernes Gewölbe über der dünstenden Grube und darüber ein kleines Gebäude errichten, um Kurgästen ein trockenes Schweißbad zu ermöglichen. Für einen anderen Zugang zur Ortsgeschichte können Besucher mithilfe der Weserbergland-App einem historischen Rundgang folgen und dabei die bedeutendsten Orte des Kurbades kennenlernen.

Weitere Entdeckungen im Freien

Im Bergkurpark ist der Ewilpa® Bad Pyrmont für alle frei zugänglich. Das kostenlose Sammeln essbarer Wildpflanzen ist ausdrücklich erwünscht, ausgenommen an Station 14. Prüfen Sie vor dem Sammeln die geltenden Regeln. Auch der Tierpark bietet einen thematischen Zugang: Bei der Fütterung erfahren Besucher Wissenswertes über die Ernährungsgewohnheiten der Tiere, ihre Besonderheiten und ihr natürliches Verhalten.

Die Angebote geben unterschiedliche Anlässe für einen Aufenthalt: Im Mai stehen die Azaleen in Blüte, der Barfuß-Parcours kann ganzjährig genutzt werden, und Quellen, Museum sowie historische Anlagen führen in die Badgeschichte. Welche dieser Seiten für Sie im Vordergrund steht, kann die Auswahl Ihrer Aktivitäten in Bad Pyrmont prägen.

Weitere Reiseziele entdecken: Löwensen, Bad Münder Am Deister, Hameln, Coppenbrügge, Salzhemmendorf, Lauenstein, Aerzen, Emmerthal.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Hameln-Pyrmont.

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