Beningafehn verbindet eine klare Ortsgeschichte mit einem aktiven Vereins- und Veranstaltungsleben. Die Gründung als Moorsiedlung und der Wechsel vom Namen „Louwermans Vehn“ zu Beningafehn geben dem Ort einen historischen Rahmen; monatliche Teenachmittage und regelmäßig veranstaltete Backtage setzen einen anderen Akzent. Für einen Aufenthalt sind deshalb sowohl die Entwicklung des Orts als auch konkrete Veranstaltungstermine interessant. Wenn Sie eine Veranstaltung einplanen möchten, gleichen Sie deren Termin mit Ihren Reisedaten ab.
Gründung und Name
Beningafehn ist eine Moorsiedlung. 1772 gründete Kommissionsrat Arent Jan van Louwerman das Fehn in einem Moorgebiet zwischen Kiefeld und Gut Stikelkamp; das Gebiet wurde zur Gemarkung Hesel gerechnet. Der ursprüngliche Name war „Louwermans Vehn“. Gründer, ursprüngliche Bezeichnung und der historische Landschaftsbezug gehören damit zur Gründungsgeschichte. 1788 wurde das Fehn an die Familie Lantzius-Beninga verkauft, die ihren Sitz auf Gut Stikelkamp hatte. Nach dieser Familie erhielt es den heutigen Namen Beningafehn. Die beiden Jahreszahlen markieren unterschiedliche Stationen: 1772 die Gründung, 1788 den Verkauf. Die spätere Namensgebung greift die Familiengeschichte auf und hilft, den ursprünglichen Namen vom heutigen Ortsnamen zu unterscheiden.
Veranstaltungen und Vereinsleben
Die Theatergruppe Beningafehn besteht seit über 50 Jahren und steht damit für eine lange Kontinuität im örtlichen Kulturleben. Seit vielen Jahren veranstalten der Heimatverein Beningafehn e.V. von 1990 und der Boßelverein Beningafehn e.V. von 1981 regelmäßig Backtage. Die monatlichen Teenachmittage finden im Vehnhus in Beningafehn statt und werden auf Plattdeutsch gestaltet. Zum Programm gehören unter anderem Lesungen und Theateraufführungen sowie gelegentliche Vorträge. Zu den Treffen wird selbstgebackener Kuchen angeboten. Die Formate unterscheiden sich im Rhythmus: Teenachmittage sind monatlich, Backtage werden regelmäßig veranstaltet. Prüfen Sie konkrete Termine, wenn Sie eines der Formate während Ihrer Reise erleben möchten.
Weitere Themen im übergeordneten Reiseziel Hesel
Im übergeordneten Reiseziel Hesel widmet sich die Archäologische Ausstellung in der Villa Popken der Siedlungsgeschichte des Geestortes Hesel von der Stein- und Bronzezeit bis zum Mittelalter. Ein Schwerpunkt ist die Geschichte des Klosters Barthe im Heseler Forst. Diese Themen reichen von der Heseler Siedlungsgeschichte bis zur Klostergeschichte und ergänzen den Blick auf Beningafehns eigene Gründungsgeschichte. Ebenfalls im übergeordneten Reiseziel Hesel steht die Ludgeri-Kirche: Die mittelalterliche Kirche wurde wegen Baufälligkeit abgerissen, 1742 entstand ein neuer Bau. Die Kanzel mit Ecksäulen und Evangelistenreliefs sowie der Altar mit Abendmahlsgemälde wurden 1653 von Tönnies Mahler aus Leer geschaffen, der Tischler, Bildschnitzer und Tafelmaler war.
Im übergeordneten Reiseziel Hesel bieten sich auch Naturerlebnisse: Zum Heseler Wald gehören ein Abenteuerspielplatz und ein Baumlehrpfad; außerdem laden ausgedehnte Waldspaziergänge dazu ein, die heimische Tierwelt zu beobachten. Rund um Gut Stikelkamp führen etwa 5 km Waldwanderwege zu Spaziergängen. Die Hesel-Erlebnis-Route ist eine 41 km lange Fahrradtour und umfasst unter anderem eine Flussüberquerung mit einer „Do-it-yourself-Fähre“. So stehen Spaziergänge und eine längere Radtour als unterschiedliche Möglichkeiten nebeneinander. Der saisonale Fährbetrieb kann variieren; prüfen Sie den Fahrplan vor der Tour.
Weitere Reiseziele entdecken: Kleinhesel, Neuemoor, Siebestock.
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