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Westoverledingen lässt sich aus drei unterschiedlichen Blickwinkeln entdecken: Mühlenkultur, Wasserbaugeschichte und Zeit an Naturbadeseen. Ein wiederaufgebautes Mühlenensemble, eine 23 Kilometer lange Themenroute und mehrere Badeseen geben der Reise konkrete Anker. Für Ihre Planung hilft die Frage, welcher dieser Schwerpunkte Ihren Aufenthalt prägen soll.

Mühle, Sammlung und Backhaus

Das Mühlenensemble Mitling-Mark umfasst eine Galerieholländermühle. Nach einem durch Blitzschlag verursachten Brand im Jahr 1842 wurde sie 1843 wiederaufgebaut; ihr rustikales Innenleben ist originalgetreu erhalten. Im Müllerhaus neben dem Ensemble befindet sich die Museumssammlung „Omas Küche“ mit rund 800 Ausstellungsstücken, die alle mit dem Delfter Mühlenmuster verziert sind. Das Backhaus ergänzt diesen Schwerpunkt mit einer Einführung für Besucherinnen und Besucher in die Kunst des Brotbackens.

Damit treffen unterschiedliche Themen aufeinander: Der Wiederaufbau und das erhaltene Innere erzählen von der Mühle, während „Omas Küche“ mit einer umfangreichen Sammlung und ihrem durchgängigen Dekorationsmotiv einen eigenen Akzent setzt. Die Einführung im Backhaus rückt wiederum das Brotbacken in den Mittelpunkt.

Naturbadeseen und Freizeit am Wasser

Die Naturbadeseen in Völlen, Steenfelde und Grotegaste bieten Möglichkeiten zum Baden und zum Spielen im Wasser und Sand. Auch Spielplätze am See gehören zu den Freizeitmöglichkeiten. Das Baden ist saisonal; die Wasserqualität wird regelmäßig kontrolliert. Für die Reiseplanung ist daher neben dem gewünschten Angebot auch die Jahreszeit ein wichtiger Gesichtspunkt.

Im Freizeitpark „Am Emsdeich“ liegt ein barrierefreier Mehrgenerationen-Spielplatz direkt an einem großen Naturbadesee mit Sandstrand und Liegewiesen. Hier ist der Spielplatz ausdrücklich als barrierefreie Anlage für mehrere Generationen beschrieben; Strand und Liegewiesen gehören zum Umfeld am See.

Wasserbaugeschichte und Landschaft

Die 23 Kilometer lange „Straße der Wasserbauwerke“ vermittelt die Geschichte des Umgangs der Menschen mit den Naturgewalten. Erkunden lässt sie sich mit dem Fahrrad, zu Fuß oder mit dem Auto. So steht neben dem Aufenthalt an einzelnen Badeseen eine Themenroute zur Wahl, deren Schwerpunkt die Geschichte des Wasserbaus und der Umgang mit Naturgewalten sind.

In Ihren stehen Informationstafeln zu Wallhecken und zur „Sternwallhecke“ an der ehemaligen Kleinbahnstrecke „Ihrhove-Westrhauderfehn“. Die Tafeln lenken den Blick auf einen Landschaftsaspekt, der sich thematisch von der Wasserbaugeschichte unterscheidet. Mühlenensemble, Themenroute, Badeseen und Wallhecken bieten damit verschiedene Ansatzpunkte, um die Interessen für einen Aufenthalt zu gewichten.

Für die Suche nach einem Hotel in Westoverledingen kann diese Unterscheidung ein praktischer Startpunkt sein: Möchten Sie Mühlenkultur, die Wasserbaugeschichte oder saisonale Aktivitäten am Wasser in den Vordergrund stellen?

Kulturperspektive im übergeordneten Reiseziel Leer

Im übergeordneten Reiseziel Leer steht eine eigenständige Kulturperspektive zur Verfügung. Das Amsterdamer Giebelhaus Haus Samson schmückt die Altstadt von Leer seit 1643. Öffentliche Stadtführungen in Leer zeigen unter anderem das alte Rathaus, die historische Waage und Haus Samson; ein Rundgang dauert 1,5 Stunden. Das Fernmeldemuseum Leer vermittelt 150 Jahre Kommunikationsgeschichte mit seltenen Exponaten und funktionstüchtiger Technik. Das Heimatmuseum widmet sich der ostfriesischen Wohnkultur und der heimischen Schifffahrt. Im Bünting Teemuseum geht es auf zwei Etagen um Anbau, Herstellung und Zubereitung von Tee sowie um die Geschichte des ostfriesischen Lieblingsgetränks. Damit stehen in Leer weitere, ausdrücklich stadthistorische und museale Themen zur Auswahl.

Weitere Reiseziele entdecken: Holtland, Ostrhauderfehn, Bingum, Brinkum, Hesel, Bunde, Nortmoor, Neukamperfehn

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Leer.

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