Die Klosterpforte, 1700 von Äbtissin Nyvenheim errichtet, ist das Wahrzeichen Bersenbrücks. Das Museum im Kloster liegt im Stadtkern hinter der Pforte am Marktplatz und in unmittelbarer Nähe zur St.-Vincentius-Kirche. So treffen Baugeschichte und die Vermittlung früherer Epochen aufeinander: Pforte und Kirche sind konkrete historische Bauwerke, während das Museum die Nutzungsgeschichte seines Gebäudes aufgreift. Für einen Kulturaufenthalt bietet Bersenbrück damit unterschiedliche Zugänge: Architektur im Stadtkern und Geschichtserzählung im Museum.
Klosterpforte und Kirche: unterschiedliche Bauzeiten
Die Klosterpforte war das ehemalige Torhaus des Zisterzienserinnenklosters. Über ihrem Torbogen befindet sich ein barockes Wappen derer von Nyvenheim-Boetzelaer, das als einziges erhaltenes Wappen aus der Klosterzeit gilt. Die St.-Vincentius-Kirche wurde im 12. Jahrhundert im sogenannten Übergangsstil zwischen Romanik und Gotik errichtet, während die Pforte 1700 entstand. Damit stehen zwei Bauzeiten nebeneinander: der mittelalterliche Kirchenbau und das spätere Torhaus mit seinem Wappen. An der Kirche ist der Bezug zwischen zwei benannten Stilrichtungen erkennbar; an der Pforte lenkt das Wappen den Blick auf das frühere Kloster.
Museum im Kloster: Geschichte in Bild, Ton und Aufgaben
Im Museum im Kloster begegnen Besucherinnen und Besuchern in Bild und Ton drei Museumsgefährten, die im Gebäude gelebt und gewirkt haben und vergangene Epochen vermitteln. Dieser erzählerische Zugang knüpft an Menschen aus der Geschichte des Hauses an. Die Dauerausstellung wurde nach einer aufwendigen Sanierung neu konzipiert und gestaltet, um den Ansprüchen an ein modernes, barrierefreies Museum gerecht zu werden. So wechselt der Schwerpunkt gegenüber der Kirche und der Klosterpforte vom einzelnen Bauwerk zu den Menschen, die im Haus gelebt und gewirkt haben, und zu seiner Nutzungsgeschichte.
Entdeckertour für Kinder
Bei der Entdeckertour mit Eule Sophia können Kinder das Museum eigenständig erkunden. Ein Kinderheft und Aufgaben vertiefen das Wissen; dazu gehören Übungen in Plattdeutsch und im Sticken, eine Zeichnung der Äbtissin von Moltke sowie ein Polaroid des Lieblingsstücks. Die Aufgaben verbinden Sprache und Handarbeit mit der Möglichkeit, ein eigenes Lieblingsstück auszuwählen. Wenn Sie mit Kindern reisen, bietet die Tour einen Mitmachzugang neben der Vermittlung über die drei Museumsgefährten.
Im übergeordneten Reiseziel Osnabrück: weitere Schwerpunkte
Wenn Sie das übergeordnete Reiseziel Osnabrück weiter erkunden möchten, reichen die Themen von Erdgeschichte bis Handwerk. Bei den Saurierfährten Bad Essen-Barkhausen sind versteinerte Fährten an einer Steilwand zu sehen. Der Erlebnisbereich umfasst zwei Sauriernachbildungen, ausführliche Informationstafeln und einen Rundweg; der ausgeschilderte Saurierpfad ist ein 16 Kilometer langer Rundwanderweg. Fundspuren, Nachbildungen und Rundwanderung setzen dabei unterschiedliche Akzente rund um das Thema Saurier.
Am Baumwipfelpfad Bad Iburg verbindet sich ein Naturerlebnis mit Einblicken in die Erdgeschichte des Teutoburger Waldes. Der Pfad ist fast 600 Meter lang; zusammen mit dem dazugehörigen Ausstellungspavillon gibt er Einblicke in die Erdgeschichte und gehört zum UNESCO Global Geopark TERRA.vita. Der barrierefreie Einstiegsturm ist über 30 Meter hoch und bietet einen Rundblick auf das Iburger Schloss und den Teutoburger Wald. Wer eher an Handwerk interessiert ist, findet im Tuchmacher Museum Bramsche einen anderen Schwerpunkt: Dort werden auf laufenden Maschinen, die über 100 Jahre alt sind, flauschige Wolldecken hergestellt. So lassen sich im übergeordneten Reiseziel Osnabrück unterschiedliche Interessen an Kultur, Natur und Geschichte berücksichtigen.
Weitere Reiseziele entdecken: Bad Laer, Hagen am Teutoburger Wald, Gehrde, Menslage, Atter, Hilter am Teutoburger Wald, Bippen, Fürstenau.
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