Eine spätromanische Kirche, viele alte Fachwerkhäuser und eine Radtour mit Start und Ziel im Ort geben Schledehausen unterschiedliche Perspektiven für einen Aufenthalt. Dazu kommen eine saisonal betriebene Minigolfanlage und historische Bauwerke, deren Geschichte sich bis ins Mittelalter zurückverfolgen lässt.
Kirchenbau, Fachwerk und historische Bauwerke
Die evangelische St.-Laurentius-Kirche in Schledehausen bewahrt weitgehend die Gestalt einer dreijochigen spätromanischen Saalkirche. Errichtet wurde sie um die Mitte des 13. Jahrhunderts. „Dreijochig“ bezeichnet die Gliederung in drei Joche; „Saalkirche“ beschreibt den kirchlichen Raum als Saal. So lässt sich die Bauform genauer einordnen, ohne die Kirche nur über ihr Alter zu beschreiben.
Zum Ortsbild gehören außerdem viele alte Fachwerkhäuser. Ein anderer historischer Bautyp ist das Steinwerk auf dem alten Meyerhof: Es entstand spätestens im 16. Jahrhundert als Wehrspeicher. Der Begriff verbindet die Speicherfunktion mit dem wehrhaften Zweck des Gebäudes. Damit stehen in Schledehausen unterschiedliche Zeugnisse älterer Bauweisen nebeneinander – vom Kirchenbau des 13. Jahrhunderts bis zu einem spätestens im 16. Jahrhundert entstandenen Speicherbau.
Die Schelenburg zählt zu den besterhaltenen Schlössern Norddeutschlands. Sie wird privat genutzt und kann nicht besichtigt werden. Als Renaissance-Bauwerk gilt die Schelenburg als das älteste in Norddeutschland. Wer die Baugeschichte des Ortes erkundet, sollte diesen Unterschied zwischen architektonischer Bedeutung und Besuchsmöglichkeit berücksichtigen: Die Schelenburg ist ein wichtiges Merkmal der Gegend, aber kein zugängliches Besichtigungsziel.
Freizeit und Orientierung in Schledehausen
Die Minigolfanlage im Kurgarten von Schledehausen liegt am Kirmesweg 1. Sie verfügt über 18 Bahnen, einen Kiosk und eine Terrasse. Der Betrieb ist saisonal; prüfen Sie vor Ihrem Besuch, ob die Anlage geöffnet ist. Die Saisonabhängigkeit ist für die Planung wichtig, während Bahnzahl und Ausstattung einen konkreten Eindruck davon geben, was die Anlage bietet.
Für die Orientierung können im Bürgerbüro Schledehausen drei GPS-Geräte kostenlos ausgeliehen werden. Da sich die Ausleihmodalitäten ändern können, empfiehlt es sich, die Möglichkeit vorab zu erfragen. So lässt sich diese praktische Option in die Planung aufnehmen, ohne sie als dauerhaft verfügbare Leistung vorauszusetzen.
Touren im übergeordneten Reiseziel Bissendorf
Die Bissendorfer Rundtour Nord beginnt und endet im Luftkurort Schledehausen im Feriengebiet Bissendorf. Als Radtour führt sie durch die Bissendorfer Ortsteile Wulften, Jeggen, Wissingen und Linne. Für die Orientierung ist damit ein konkreter Start- und Endpunkt benannt; die Route führt zugleich durch mehrere Ortsteile des übergeordneten Reiseziels Bissendorf.
Eine andere Tourenart bietet der Bissendorfer Burgenweg, der große Rundwanderweg der Gemeinde Bissendorf. Er führt an Burganlagen innerhalb des Gemeindegebiets vorbei und ist etwa 75 Kilometer lang. Die Strecke lässt sich in fünf Touren von jeweils etwa 15 Kilometern aufteilen. Damit unterscheidet sich der Burgenweg von der in Schledehausen beginnenden und endenden Radtour sowohl durch die Fortbewegungsart als auch durch die beschriebene Aufteilung in Teilstrecken.
Auf der Bissendorfer Rundtour Nord lohnt sich in Jeggen ein Halt am Großsteingrab. Es stammt aus der Jungsteinzeit, ist 5.000 bis 5.500 Jahre alt und zählt zu den ältesten Kulturdenkmalen Europas. Auch die Straße der Megalithkultur von Osnabrück nach Oldenburg führt am Hünengrab Jeggen vorbei. Das Grab ist damit sowohl ein archäologisches Ziel an der Rundtour als auch ein Punkt an dieser überregionalen Route.
Für Tipps zu Ausflugszielen, Wanderrouten und aktuellen Veranstaltungen gibt die Tourist-Information im Rathaus am Kirchplatz in Bissendorf Gästen Auskunft.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bissendorf.