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Obernkirchen vereint Naturthemen, markante Ausblicke sowie Bau- und Industriegeschichte. Zu den besonderen Themen gehören Dinosaurierfährten, ein Skulpturenweg durch die Stadt sowie Sandstein- und Bergbaugeschichte.

Dinosaurierfährten: Naturpfad und Fußabdruckplatte

Der Dinosaurierfährten-Naturpfad hat neun Informationsstationen zu Dinosauriern, Wald, Natur und Sandsteinabbau. Die Themen reichen damit von den Fußspuren über Lebensräume bis zur Gewinnung des Gesteins. Der Zugang zur Fußabdruckplatte umfasst eine Rampe, die für Besucher mit Kinderwagen oder Gehhilfe geeignet ist. Wenn Ihre Mobilitätsanforderungen entscheidend sind, prüfen Sie die Zugänglichkeit vor Ort. Nahe der Platte dient das ehemalige Gebäude des Bremsschachts 7 heute als Fledermausquartier.

Bergblicke und Wegwahl

Auf der Bergtour richtet sich der Blick am Aussichtspunkt Bismarkeiche in Richtung Schaumburger Wald und Wiehengebirge. Zum 2-Bäche-Weg gehören als Startpunkte das Sonnenbrinkbad und der Parkplatz am Golfplatz. Eine Golfeinrichtung im Liethbachtal bietet weite Blicke über die Norddeutsche Tiefebene. Bei der Auswahl ist der Unterschied klar: Die Bergtour nennt einen Aussichtspunkt, der 2-Bäche-Weg zwei Startpunkte. Prüfen Sie vor einem geplanten Besuch der Golfeinrichtung die aktuellen Bedingungen.

Sandstein und Industriegeschichte

Der Schafstall ist ein Getreidespeicher, der um 1350 in die Stiftsmauer des Stifts Obernkirchen integriert wurde. Obernkirchener Sandstein wurde im Mindener Dom, Kölner Dom und Friedenspalast in Den Haag verwendet. Der Eingang des Liethstollens stammt aus 1902, die Brikettfabrik datiert auf 1906. Die etwa 25 Kilometer lange Radtour Industriegeschichte im Schaumburger Land führt zu ehemaligen Industriestandorten und zeichnet mehr als 500 Jahre Steinkohlenbergbau nach. Wiederholt bietet sich unterwegs ein Blick über die weite Schaumburger Ebene.

Kunst und städtische Geschichte

Der Skulpturenweg führt durch die Stadt und zeigt Werke, die bei neun Bildhauersymposien entstanden. Das Museum bezieht außerdem die Bornemann-Schlosserwerkstatt von 1830, den historischen Garten der Familie Brockmann und die alte Wassermühle an der Aue in Vehlen ein. Diese Auswahl führt von Handwerk über Garten bis zur Mühlengeschichte und erweitert den Blick über einzelne Skulpturen hinaus.

Regionaler Rahmen: Schaumburg

Im übergeordneten Reiseziel Schaumburg ist der Landkreis mit dem Auto, der Bahn und über den Mittellandkanal auch mit dem Schiff erreichbar. Eine wichtige Ost-West-Bahnstrecke führt durch den Landkreis; Bahnhöfe liegen in Stadthagen und Bückeburg, kleinere Stationen in Lindhorst und Kirchhorsten. Im Nordosten grenzt das Kreisgebiet bei Hagenburg an das Steinhuder Meer; im Süden prägen Weser und Weserbergland das Landschaftsbild. Die höchste Bodenerhebung im Landkreis Schaumburg liegt mit 378 Metern über dem Meeresspiegel im Ortsteil Goldbeck der Stadt Rinteln. Die Straße der Weserrenaissance ist ein Wegweiser für Kunst- und Geschichtsinteressierte. Für einen anderen Streckenmaßstab sorgen im übergeordneten Reiseziel Schaumburg die Rundwege im Alten Steinbruch Liekwegen: 1,7 und 2,3 Kilometer; derzeit vermitteln dort fünf Stationen die Bedeutung des Lebensraums Steinbruch und seine Artenvielfalt.

Weitere Reiseziele entdecken: Rinteln, Sachsenhagen, Wölpinghausen, Meerbeck, Lauenau, Auetal, Bad Nenndorf, Rehren

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Schaumburg.

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