Rinteln verbindet Naturorte mit historischen Entdeckungen: In der Auenlandschaft Hohenrode geht es um Gewässer und Vogelrast, in der Stadt um Weserrenaissance und Geschichte. Aussichtspunkte, Spazierwege, Führungen und Veranstaltungen setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Für Ihre Reiseplanung können Sie daher zuerst entscheiden, ob Sie eher Landschaft, Kultur oder beides in den Mittelpunkt stellen möchten.
Auenlandschaft und Aussichtspunkte
Die Auenlandschaft Hohenrode liegt im Rintelner Ortsteil Hohenrode. Sie umfasst 115 Hektar und entstand durch Renaturierung während des Kiesabbaus. Ihre Gewässer haben sich zu einem wichtigen Rast- und Überwinterungsgebiet für Vögel entwickelt. Ein vier bis sechs Meter hoher Aussichtsturm ermöglicht den ungestörten Blick über die Seenlandschaft. Damit verbindet Hohenrode einen weiten Landschaftsblick mit einem Gebiet, das für die Vogelwelt bedeutsam ist.
Andere Blickrichtungen eröffnen sich am Jahrtausendblick: Er ist 250 Meter hoch, hat 156 Stufen und bietet Ausblicke in den angrenzenden aktiven Steinbruch, ins Wesertal und in die norddeutsche Tiefebene. Der Klippenturm ist etwa 20 Meter hoch und steht auf dem rund 300 Meter über dem Meeresspiegel gelegenen Berg Luhdener Klippen im Wesergebirge. Dort gibt es auch eine Einkehrmöglichkeit. Örtliche Rundwanderwege und der Weserbergland-Weg führen direkt am Turm vorbei. Die Paschenburg bietet eine Aussichtsterrasse in vergleichbarer Höhe über dem Fluss, wie sie kein anderer Ort im gesamten Weserbergland erreicht.
Wer Rinteln lieber auf einer längeren Route erkundet, findet mit der Radroute WeserErleben eine weitere Möglichkeit: Sie beginnt und endet an der Auenlandschaft Hohenrode und umfasst in Rinteln eine Erlebnisstation zur Stadtgeschichte. Die Historischen Ortsspaziergänge führen durch alle Rintelner Ortsteile und erschließen Sehenswürdigkeiten, historische Plätze und Aussichtspunkte. Ihre Strecken reichen von 2,4 bis 11,5 Kilometern. Die Entfernung bietet einen konkreten Vergleich bei der Auswahl einer Strecke; die beschriebenen Ziele reichen von Geschichte bis Landschaft.
Stadtgeschichte und Weserrenaissance
Bei Stadtführungen in Rinteln werden die Geheimnisse der Weserrenaissance erläutert. Dabei sehen Besucher Erker, Giebel, Fächerrosetten und buntes Fachwerk dieses Baustils aus der Zeit zwischen 1520 und 1620. Wer Kultur lieber über historische Figuren erlebt, kann die angebotenen Führungen in Kostümen in den Blick nehmen: Babette und Margaretha erzählen dabei aus dem 17. Jahrhundert.
Das Museum Die Eulenburg befindet sich in einem Burgsitz aus dem 16. Jahrhundert und vermittelt eine Reise durch 800 Jahre Geschichte. Zu den Schwerpunkten gehören Hexenglauben, Wissenschaft, Universitätsgeschichte und die Stadtgeschichte Rintelns. Einen anderen historischen Akzent setzt die Orgel von St. Nikolai: Sie stammt aus dem Jahr 1621 und steht im Mittelpunkt zahlreicher musikalischer Veranstaltungen. Im Rintelner Stadtteil Möllenbeck gilt das Kloster als eine der besterhaltenen spätmittelalterlichen Klosteranlagen in Deutschland.
Wege, Veranstaltungen und Tagesplanung
Die Draisine bietet eine weitere Art, die Gegend zu erkunden. In Rinteln kann man auf dem 18 Kilometer langen Schienennetz der Extertalbahn Fahrraddraisine fahren. Mit einer eigens dafür entwickelten Draisine geht es von Rinteln ins Extertal; die Strecke führt vom Weserbergland ins Lippische Bergland und durch zwei Bundesländer. Damit lässt sich die Draisine als eigene Aktivität neben den Spazier- und Wanderwegen betrachten.
Auch bei den Veranstaltungen unterscheiden sich die Termine: Das Irish-Folk-Festival findet jedes Jahr im Juni in der spätmittelalterlichen Klosteranlage in Möllenbeck statt. Das Rintelner Altstadtfest beginnt traditionell am zweiten Freitag im August im Herzen der Innenstadt und endet am Sonntag. Wenn Sie eine Veranstaltung zum Anlass Ihrer Reise nehmen, prüfen Sie vorab die aktuellen Termine und das Programm.
Für die Suche nach Hotels in Rinteln können Sie Ihre geplanten Schwerpunkte heranziehen: Stadtführungen, Museum und Musik setzen andere Akzente als Aussichtspunkte, Wanderwege oder die Draisine. Prüfen Sie bei einer konkreten Unterkunft, wie ihre Lage zu den Zielen und Terminen passt, die Sie besuchen möchten.
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