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Ein fast 1.000 Jahre alter Kirchturm, eine historische Wassermühle und ein 7,5 Kilometer langer Rundweg geben Suderburg einen klaren Schwerpunkt: Ortsgeschichte lässt sich hier mit einer Wanderung verbinden. Für die Planung sind vor allem zwei Fragen hilfreich: Wie möchten Sie anreisen, und soll der Tag eher den Bauwerken im Ort oder dem Weg ins Hardautal gelten?

Anreise und Orientierung

Suderburg ist an den öffentlichen Personennahverkehr zur Kreisstadt Uelzen angeschlossen und besitzt einen Regionalexpresshalt des metronom. Der Bahnhof liegt an der Hauptstrecke Hamburg–Hannover. Prüfen Sie die Verbindungen für Ihren Reisetag vor der Abfahrt. Für die Orientierung im Ort bieten Kirche, Wassermühle und Napoleonsbrücke verschiedene Anknüpfungspunkte an die lokale Geschichte.

Kirche und Ortsgeschichte

Der Turm der St.-Remigius-Kirche wurde ursprünglich als Wehrturm errichtet und ist fast 1.000 Jahre alt. Die Kirche ist außerdem eine offizielle Radwegekirche und gehört zum Netzwerk „Kirche in Freizeit und Tourismus“ der Evangelischen Kirche in Deutschland. In ihrer Nähe wurde 1999 eine historische Waschbank nach historischem Vorbild nachgebaut. So treffen am selben Ort unterschiedliche Spuren der Ortsgeschichte aufeinander, ohne dass sie denselben Zweck oder dieselbe Zeitstellung haben.

Wassermühle und Napoleonsbrücke

Die Wassermühle Suderburg in der Hauptstraße entstand 1577. Zuletzt wurde sie mit Turbinenantrieb betrieben; die Technik der Getreide- und Sägemühle ist noch weitgehend erhalten. Besichtigungen können mit Wolfgang Hinrichs unter 05826/8573 vereinbart werden. Klären Sie die Absprache vor Ihrer Anreise, denn ein regulärer Besuchsbetrieb ist damit nicht zugesagt.

Auch die Napoleonsbrücke erinnert an ältere Verkehrswege: Über sie führte die Straße Celle–Uelzen über den Schweinebach, der auch Sweensbach genannt wird. Mühle und Brücke begegnen Ihnen zudem auf dem Wassererlebnispfad. Die beiden Bauwerke verbinden damit einen Blick auf frühere Technik und Wege mit der Orientierung entlang der heutigen Route.

Wassererlebnispfad und Rieselwiesen

Der Wassererlebnispfad – Rundweg 3 ist 7,5 Kilometer lang und führt von Suderburg nach Holxen und zurück. Empfohlener Startpunkt ist der Parkplatz an der St.-Remigius-Kirche in der Burgstraße. Unterwegs kommen Sie an der ehemaligen Wassermühle und der Napoleonsbrücke vorbei; anschließend führt der Weg hinunter ins Hardautal. Die Länge gibt Ihnen einen konkreten Anhaltspunkt für die Tagesplanung.

In Richtung Räber sind nahe dem südlichen Ortsrand Flächen ehemaliger Rieselwiesen zu sehen. Einige wurden 2001 rekonstruiert. Im 19. Jahrhundert und bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts dienten die Rieselwiesen der Bewässerung und Düngung der Wiesen im Hardautal, um die Heuernte zu steigern. Diese Landschaftsgeschichte ergänzt die Bauwerke und den Rundweg um einen landwirtschaftlichen Blick auf das Tal. Als weitere Wanderorientierung ist der örtliche Rundwanderweg Suderburg (WEP7) mit GPS-Informationen aufgeführt.

Weitere Kulturziele im übergeordneten Reiseziel Uelzen

Wenn Sie auch andere Themen im übergeordneten Reiseziel Uelzen in Ihre Auswahl einbeziehen, finden Sie dort eigene historische Schwerpunkte. In Uelzen entstand der Hundertwasser-Bahnhof als Projekt der Expo 2000 in Hannover; er zählt zu den letzten Werken des österreichischen Architekten Friedensreich Hundertwasser und verbindet Kunst, Ökologie und Moderne. Im Kloster Ebstorf wurde die Weltkarte wahrscheinlich um 1300 geschaffen. Sie ist etwa 13 Quadratmeter groß und gilt als größte bekannte mittelalterliche Weltdarstellung. Beide Beispiele gehören zu Uelzen, nicht zu den Sehenswürdigkeiten in Suderburg.

Stimmen Sie Ihre Planung auf die tatsächlich gewünschten Besuche und Ihre Anreise ab.

Weitere Reiseziele entdecken: Emmendorf, Bad Bodenteich, Rätzlingen, Uelzen, Lüder, Bad Bevensen, Himbergen, Altenmedingen.

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