Ein Kunstbahnhof, eine Route aus bemalten Granitblöcken und ein Stadtrelief mit einer Ansicht aus dem Jahr 1646 zeigen unterschiedliche Seiten Uelzens. Für Ihre Reiseplanung können Sie danach wählen, ob Sie vor allem Architektur und Stadtgeschichte erkunden oder Zeit im Stadtwald und am Wasser einplanen möchten.
Kunst und Stadtgeschichte in Uelzen
Der Hundertwasser-Bahnhof Uelzen wurde nach Plänen von Friedensreich Hundertwasser im Rahmen der EXPO 2000 umgestaltet. Kunst, Ökologie und Moderne verbinden sich in seiner architektonischen Gestaltung. Vom Bahnhof führt der Weg der Steine in die Innenstadt: 21 farbenfroh bemalte Felsskulpturen bilden die Route. Die Granitblöcke stehen in Abständen von 50 bis 100 Metern; jeder wiegt zwischen 2 und 8 Tonnen und ist bis zu 3 Meter hoch. So wird der Weg selbst zu einem Teil der Auseinandersetzung mit Kunst im öffentlichen Raum.
Das Uelzen Museum bewahrt und dokumentiert originale Zeugnisse der städtischen Kulturgeschichte zu Forschungs- und Bildungszwecken. In Ausstellungen macht es diese Zeugnisse allgemein zugänglich. Ein anderer Blick auf die Stadtgeschichte wartet auf dem Herzogenplatz: Das Stadtrelief Uelzen steht auf einem Granitsockel, ist 1 Meter breit und 1,30 Meter lang und zeigt die Stadt im Jahr 1646. Erklärungen in Blindenschrift ergänzen die Darstellung.
Auch der Schnellenmarkt erzählt von der Geschichte der Stadt. Dort fanden vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert Töpfermärkte statt. Ein 1980 von Georg Münchbach geschaffenes Kunstwerk erinnert an irdene Trinkgefäße, die Schnellen genannt wurden. Auf einem Rundgang durch die historische Innenstadt können Sie auf eigene Faust an der Stadt- und Touristinformation im Rathaus oder am Stadtmodell beginnen.
Kirchen und Baugeschichte
Die gotische Hallenkirche St. Marien prägt mit ihrem 86 Meter hohen Turm das Stadtbild. Die Bauarbeiten dauerten rund 100 Jahre bis zum Jahr 1400; bei der Anfahrt ist der Turm aus allen Himmelsrichtungen sichtbar. In den Sommermonaten sind Turmbesteigungen mit Führung möglich. Wenn Sie diesen Besuch einplanen, prüfen Sie vorab die aktuellen Termine. Der Giebel des Gildehauses stammt aus dem 15. Jahrhundert und ist mit glasierten Ziegeln und Rankenwerk verziert. Die Gertrudenkapelle steht vor dem ehemaligen Stadttor Gudestor. Sie wurde Anfang des 16. Jahrhunderts errichtet und diente damals sowohl als Gotteshaus als auch als Herberge für Reisende.
Stadtwald, Wasser und Bewegung
Das Wildgatter Uelzen ist ein Mini-Zoo im Stadtwald. Zu den dort genannten Besonderheiten zählen heimische Tierarten, der Uelzener Uhu und ein Besucher-Hochsitz. Einen anderen Naturrahmen bietet die Woltersburger Mühle am östlichen Rand der Hansestadt: Sie liegt zwischen Laubwald und Wasser. Der angrenzende Wald und die Umgebung laden zu Wanderungen und Radtouren ein.
Am Ratsteich gehören eine angrenzende Wiese, Parkanlagen, Gastronomie und zahlreiche Wasservögel zum Bild des Uferbereichs. Dort werden auch Kanus und Kajaks genutzt; die Betriebsbedingungen können saisonal variieren. Zum Sportboothafen Uelzen gehören ein Restaurant, sanitäre Anlagen, Ausstattung für den Bootsbetrieb und ein Yachtclub. Für Familien oder Gruppen mit bis zu 25 Personen eröffnet eine Kutschfahrt eine entspannte, neue Perspektive auf Uelzen, den Stadtwald oder das Wildgehege. Prüfen Sie die Buchungsdetails vor der Reise.
Markt und Stadtrundgang
Der Vitalmarkt im Stadtzentrum bietet Fleisch, Fisch, Käse, Backwaren und Pflanzen sowie Obst und Gemüse von Erzeugern aus der Region. Zusammen mit dem selbstständigen Rundgang durch die historische Innenstadt ergibt sich eine gute Möglichkeit, Kultur und regionale Produkte in die eigene Reiseplanung einzubeziehen. Ob Sie Ihren Schwerpunkt auf Architektur, Kunst im Stadtraum, Natur oder Marktangebote legen: Uelzen bietet dafür verschiedene konkrete Anknüpfungspunkte.
Weitere Reiseziele entdecken: Barum, Bienenbüttel, Bad Bodenteich, Suderburg, Altenmedingen, Wriedel, Rätzlingen, Emmendorf.
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