Zum Inhalt

Der Holtriem-Wander-Weg setzt einen klaren Schwerpunkt für eine Reise nach Holtriem: Die etwa 48 Kilometer lange Runde führt durch landschaftlich reizvolle Gebiete und verbindet vorhandene Wirtschaftswege. Dazu kommen Möglichkeiten für kürzere Wanderabschnitte, ein gut ausgeschildertes Radwanderwegenetz im Holtriemer Land und unterschiedliche Themen aus Kultur und Technikgeschichte. So können Sie Ihren Aufenthalt nach dem gewünschten Schwerpunkt ausrichten, ohne für jede Aktivität eine ganze Rundtour einzuplanen.

Wandern auf der Holtriem-Runde

Der Holtriem-Wander-Weg ist gut ausgeschildert und lässt sich in jeder Ortschaft verlassen. Familien mit Kindern können Teilstrecken entsprechend ihrem Leistungsvermögen erkunden. Das macht die Runde zu einer flexiblen Möglichkeit: Sie können die gesamte Wegführung als Wanderziel betrachten oder nur einen Abschnitt in Ihre Planung aufnehmen. Die rund 48 Kilometer bezeichnen dabei die Länge des Rundwanderwegs, nicht die Strecke einer einzelnen Teilstrecke. Richten Sie die Wahl des Abschnitts danach aus, wie viel Sie an diesem Tag wandern möchten.

Das Radwanderwegenetz ist eine andere Art, das Holtriemer Land zu erkunden: Es handelt sich um ein gut ausgeschildertes Netz, nicht um die einzelne Rundwanderung des Holtriem-Wander-Wegs. Die Landschaft umfasst weitgehend unbelastete und intakte Marsch-, Geest- und Moorgebiete. Baden ist im Holtriemer Land als Freizeitaktivität möglich; konkrete Einrichtungen und Bedingungen sollten Sie vor Ort prüfen. Neben dem Holtriem-Wander-Weg bieten Radwandern und Baden weitere Möglichkeiten, das Holtriemer Land zu erkunden.

Kultur- und Technikgeschichte

Ein markantes technisches Zeugnis ist die Torfbrandziegelei Nenndorf. Sie wurde 1896 erbaut, bewahrt traditionelle Produktionsabläufe und enthält den ältesten in Deutschland mit Torf befeuerten Hoffmannschen Ringofen. Damit verbindet sie die Geschichte der Ziegelei mit einer besonderen Ofenanlage. Wenn Sie eine Besichtigung einplanen, prüfen Sie vorher die aktuellen Zugangsmöglichkeiten.

Auch Mühlen geben Anlass, unterschiedliche Bau- und Technikgeschichten in den Blick zu nehmen. Die Holländer-Windmühle gilt als Wahrzeichen der Samtgemeinde Holtriem. In Schweindorf ist die Klaashensche Mühle ein Galerieholländer aus dem Jahr 1907; zu ihren Merkmalen gehören Steert und Segelflügel. Die Bezeichnung als Galerieholländer benennt den Mühlentyp, während Steert und Segelflügel konkrete Bauteile der Anlage hervorheben.

Der Rosengarten Kastrop in Eversmeer umfasst etwa 2.000 Quadratmeter und beherbergt 60 bis 70 Rosensorten. Die Erscheinung eines Gartens ist saisonabhängig; auch die aktuellen Besuchsmodalitäten können sich ändern. Informieren Sie sich deshalb vor einem Besuch über die geltenden Möglichkeiten. Für eine Führung ist eine Anmeldung unter 0 49 75 – 6 61 vorgesehen; prüfen Sie die Kontaktdaten vorab.

Ein weiteres technisches Thema ist der Windpark Norderland. Eine begehbare Windenergieanlage besitzt eine Innenwendeltreppe und ein verglastes Aussichtsrondell unter dem Maschinenhaus. Besichtigungen sind in der Regel von Anfang der Osterferien bis zum Ende der Herbstferien nach Vereinbarung vorgesehen. Fragen Sie vor der Planung nach, ob eine Besichtigung aktuell angeboten wird, und vereinbaren Sie einen Termin.

Ergänzende Kulturgeschichte in Westerholt

Westerholt bietet einen eigenen historischen Zusammenhang, getrennt von den genannten Orten in Holtriem. Die dortige Kirche wurde vermutlich zwischen 1250 und 1270 errichtet; an ihrer Südwand sind Reste mittelalterlicher Malerei erhalten. Ihre Kanzel zählt zu den ältesten Holzkanzeln in Ostfriesland. Die Kirche war zeitweise befestigt, von Wall und Graben umgeben und schützte als Wehrkirche die Westgrenze des Machtbereichs der harlingerländischen Landeshäuptlinge.

Auch die Orgel der Westerholter Friedenskirche lässt sich zeitlich genau einordnen: Der Esenser Orgelbauer Arnold Rohlfs erbaute sie 1840 bis 1842. Das Instrument mit einem Manual, angehängtem Pedal und acht Registern ist weitgehend erhalten und wurde 1988/89 von Martin Haspelmath restauriert. Ein weiteres historisches Thema sind die Goldschalen von Westerholt-Terheide. Sie bestehen aus purem Gold; Prähistoriker ordnen sie als Trinkgeschirr aus der Bronzezeit ein.

Der Windpark Norderland liegt im Hammrich der Gemeinden Nenndorf, Westerholt und Schweindorf. 35 Windenergieanlagen mit insgesamt 52,5 Megawatt Leistung nahmen Mitte 1998 den Betrieb auf. Bei der für Besucher vorgesehenen Anlage befindet sich das 68 Meter hohe Aussichtsrondell unterhalb des Maschinenhauses. Bei gutem Wetter sind von dort die ostfriesischen Inseln und die ostfriesische Halbinsel zu sehen. In Westerholt treffen außerdem die Landesstraße 6 in Ost-West-Richtung und die Landesstraße 7 in Nord-Süd-Richtung im Kreisverkehr aufeinander.

Den Aufenthalt ausrichten

Bei der Suche nach einer Unterkunft in Holtriem hilft es, zuerst den Charakter des Aufenthalts festzulegen. Soll eine Wanderung den Tag bestimmen, können Sie zwischen dem Rundweg und einzelnen Teilstrecken unterscheiden. Für Radwandernde bietet das ausgeschilderte Netz im Holtriemer Land eine andere Orientierung; Kultur- und Technikgeschichte setzt wiederum andere Schwerpunkte. Wenn Sie eine Besichtigung planen, prüfen Sie die jeweiligen Bedingungen gesondert. CultureCall bietet telefonische Kulturinformationen zu elf geschichtsträchtigen Orten in der Samtgemeinde Holtriem, die mit einheitlichen Schildern gekennzeichnet sind. Prüfen Sie vor einem Anruf die aktuellen Kontaktdaten.

Weitere Reiseziele entdecken: Werdum, Harlesiel, Friedeburg, Blomberg, Ochtersum, Utarp, Nenndorf, Neuschoo

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Wittmund.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.