In Denkte treffen Wanderwege in die Asse auf eine Ortsgeschichte, die von archäologischen Funden, frühen Urkunden, Kirche und Bergbau erzählt. Vom Ortszentrum führen Wege durch die Asse, an den Ruinen der Asseburg vorbei und weiter bis zum Bismarckturm.
Wanderwege und Ziele in der Asse
Die Route vom Ortszentrum führt in die Asse und passiert die Asseburg-Ruinen auf dem Weg zum Bismarckturm. Daneben gibt es auf der Asse ausgeschilderte Wanderschleifen, Nordic-Walking-Routen und geo-pädagogische Wege. Der Asserücken bietet Möglichkeiten für Spaziergänge und längere Wanderungen.
Auch Radfahren ist als eigene Option vertreten: Eine Tour auf dem Eulenspiegel-Radweg führt über Groß Denkte und anschließend zurück nach Wolfenbüttel.
Die Asseburg wurde 1218 als Höhenburg errichtet und zählte zu den größten Burgen Norddeutschlands. Heute führt der Wanderweg an ihren Ruinen vorbei.
Archäologische Funde und frühe Ortsnennungen
Das Gebiet zwischen Asse und Ösel zählt zu den ältesten Siedlungsgebieten im ehemaligen Braunschweiger Land. Für Denkte stammen erste urkundliche Bezüge aus dem 9. Jahrhundert: In einer Schenkungsurkunde an das Stift Gandersheim erscheint 856 der Name Mark Dengdia. Auch in den Ortsteilen reichen die historischen Hinweise weit zurück. Neindorf wurde 822 erstmals urkundlich erwähnt; die erste glaubwürdige urkundliche Erwähnung Sottmars datiert auf 1146.
Archäologische Funde ergänzen diese schriftlichen Jahreszahlen um weitere Zeiträume. In Klein Denkte kamen Scherben und eine bronzene Fibel aus der Zeit um das 6. Jahrhundert zutage. Bei Ausgrabungen am Baugebiet Asseblick in Groß Denkte wurden Feuerstellen und Scherben gefunden, die auf Aktivitäten um die Zeit von Christi Geburt hinweisen.
Kirche, Bergbau und Einschnitte des 20. Jahrhunderts
Die Kirche in Klein Denkte wird erstmals zu Beginn des 16. Jahrhunderts schriftlich erwähnt. Zu ihren ältesten erhaltenen Teilen gehören der Turmsockel, die westliche Hälfte der Kirchenwände sowie die Ostwand mit zwei Nischen. Zwischen 1955 und 1957 wurden ihre Fenster mit Bleiverglasung versehen.
Der Luftangriff vom selben Datum traf Groß Denkte besonders schwer: Der Ort wurde zu großen Teilen zerstört und hatte danach keinen traditionellen alten Dorfkern mehr. In Klein Denkte sind erhaltene Bauteile der Kirche Teil der historischen Überlieferung; für Groß Denkte prägte die weitreichende Zerstörung die Gestalt des Dorfes.
Ein weiteres Kapitel ist der Bergbau. In Neindorf begann 1898 der Schacht Sascha; 1913 wurde in der Nähe ein zweiter Schacht namens Emil abgeteuft. Fast 1.000 Menschen arbeiteten in der Denkter Bergwerksanlage, bevor am 31. Oktober 1921 eindringendes Wasser die Schächte überflutete.
Weitere Aktivitäten während des Aufenthalts
Für eine Ergänzung zur Wanderung können Gäste das Freibad am Mühlenweg in Denkte nutzen. Da sich die Zeiten ändern können, empfiehlt es sich, den aktuellen Zeitplan vor dem Besuch zu prüfen. Pferdesportinteressierte können das Gelände und die Reithalle des Reitsportvereins Groß Denkte nutzen; klären Sie die Zugangsmodalitäten vorab, da sie variieren können.
Sie können den Schwerpunkt auf eine Wanderung mit Zielen wie den Asseburg-Ruinen und dem Bismarckturm legen oder mehr Zeit für die Orts- und Bergbaugeschichte einplanen.
Weitere Reiseziele entdecken: Haverlah, Schladen, Börßum, Hornburg, Achim, Elbe, Kneitlingen, Kissenbrück.
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