In Konzen treffen Spuren karolingischer Geschichte auf Kapellen und Wege mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Dazu kommt die Landschaft am Rand des Hohen Venns und rund um das Laufenbachtal. Wer eine Reise plant, kann so zwischen Ortsgeschichte, Themenwegen und Ausblicken ins Grüne wählen.
Kapellen und karolingische Geschichte
Die Pankratiuskapelle befindet sich auf dem heutigen Friedhof von Konzen, etwa 30 Meter nördlich der Pfarrkirche St. Peter. Ihre östliche Hälfte ist der Rest der um 890 erbauten Mutterkirche des Monschauer Landes. Vermutlich ist die Kapelle die älteste aus Stein errichtete Kirche des Monschauer Landes. Die Quiriniuskapelle wurde 1968 an der Stelle eines Vorgängerbaus aus dem Jahr 1679 geweiht.
Auch die Siedlungsgeschichte reicht weit zurück: Spätestens seit dem Ende des 8. Jahrhunderts war Konzen in karolingischer Zeit, in Fortsetzung einer römerzeitlichen Siedlung, das Zentrum der Wiederbesiedlung des wieder verwaldeten Monschauer Landes. Unter Karl dem Großen entstand hier ein Königshof. Die Daten stehen für unterschiedliche Kapitel der Ortsgeschichte: von der Siedlung und dem Königshof bis zu den Kirchenbauten, deren Geschichte sich an konkreten Jahreszahlen ablesen lässt.
Wege mit verschiedenen Schwerpunkten
Der 8,6 Kilometer lange Kaiser-Karl-Weg widmet sich dem ehemaligen Jagdrevier Karls des Großen. Seine 17 Stationen und Standorte vermitteln dessen Besonderheiten; zahlreiche Informations- und Aktionstafeln greifen die karolingische Zeit auf. Der Weg verbindet damit eine konkrete Streckenlänge mit historischer Vermittlung.
Der Rundweg „44 – Unterwegs in Konzen“ ist als sehr leicht bis leicht eingestuft. Seine ersten 1,2 Kilometer führen vom Wanderparkplatz über den „Liechewäch“ nach Südwesten. Dieser Abschnitt ist auch mit einer historischen Wegnutzung verbunden: Die Einwohner von Mützenich brachten über den Liechewäch jahrhundertelang ihre Toten zum Friedhof in Konzen. So unterscheidet sich der Rundweg mit seiner ausgewiesenen Einstufung und dieser lokalen Geschichte vom thematisch auf das frühere Jagdrevier ausgerichteten Kaiser-Karl-Weg.
Laufenbachtal und Vennbahn
Konzen liegt am Rand des Hohen Venns und in der Quellmulde des Laufenbaches. Die Route „Am Laufenbach“ beginnt am Kirchenparkplatz, führt durch ausgedehnte Wiesen und bietet Ausblicke über das Laufenbachtal. 1,1 Kilometer der Route verlaufen auf der ehemaligen Vennbahntrasse. Für diesen Abschnitt ist es sinnvoll, die örtlichen Wegbedingungen vor der Tour zu prüfen.
Auch für Radfahrende gibt es einen eigenen Anknüpfungspunkt: Im Monschauer Stadtgebiet ist die Vennbahn unter anderem über den Parkplatz an der B258 bei Konzen erreichbar. Dieser gehört zu vier aufgeführten Einstiegsmöglichkeiten. Die Wege bieten damit verschiedene Themen für die Reiseplanung: historische Stationen, eine leicht bis sehr leicht eingestufte Runde oder eine Route durch Wiesen und am Laufenbach entlang.
Weitere Ziele im Reiseziel Monschau
Im übergeordneten Reiseziel Monschau führt der Rundweg 15 durch die Altstadt und dient ihrer Erkundung auf eigene Faust. Das Rote Haus in Monschau wurde 1760 von dem Textilfabrikanten Johann Heinrich Scheibler als Wohn- und Geschäftsgebäude erbaut. Die Fachwerkfassaden an der Rur und die Burg sind ebenfalls Wahrzeichen der Stadt Monschau.
In der Glashütte Monschau können Besucher miterleben, wie Glasbläser aus einer glühenden Masse Gefäße oder Glasfiguren formen. Auch die Radtour „Monschauer-Land-Route“ führt durch die Tuchmacherstadt Monschau. Diese eigenen Ziele in Monschau ergänzen den Blick auf die Kapellen und Wege in Konzen, ohne deren jeweiligen Charakter zu verwechseln.
Bei der Suche nach einer Ferienwohnung können Sie zuerst überlegen, ob Sie Ihren Aufenthalt stärker an den Kapellen und historischen Themenwegen oder an den Landschaftsrouten ausrichten möchten. So beginnt die Planung bei den Interessen, die Sie tatsächlich nach Konzen und ins Reiseziel Monschau führen.
Weitere Reiseziele entdecken: Mützenich, Kalterherberg, Rohren, Höfen
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Monschau.