Nordwestlich von Alstätte liegt das Naturschutzgebiet Witte Venn. Zu seinen Lebensräumen gehören Feuchtheiden, flache Heideweiher, mesotrophe Gewässer, Übergangsmoore und Hochmoorregenerationskomplexe. Das Gebiet ist Teil des Natura-2000-Netzes und zugleich ein national bedeutendes Vogelschutzgebiet. Wer Alstätte mit einem Naturthema verbinden möchte, findet hier einen eigenen Schwerpunkt neben der Ortsgeschichte. Die Zugangsbedingungen zum Naturschutzgebiet sollten Sie vor einem Besuch vor Ort prüfen.
Baugeschichte in Alstätte
Högers Hues wurde 1792 erbaut und ist nach der Kirche das zweitälteste Gebäude in Alstätte. Sein Giebel ist charakteristisch für ein Münsterländer Bürgerbauernhaus. Das Haus verbindet damit ein konkretes Baujahr mit einer Bauform, die auf die regionale Architekturtradition verweist.
Die Pfarrkirche in Alstätte vereint Bauteile aus unterschiedlichen Jahrhunderten: Ihr Wehrturm stammt aus dem 15. Jahrhundert, Langhaus und Chor aus dem 18. Jahrhundert. Im Inneren befinden sich Sandsteinskulpturen, die Johann Mauritz Gröninger zugeschrieben werden, sowie Glasfenster, die in den 1960er Jahren erneuert wurden. Turm, Kirchenraum und Ausstattung geben jeweils eigene Anknüpfungspunkte für den Blick auf die Bau- und Kunstgeschichte.
Eine weitere historische Station ist die gelistete Wassermühle in Alstätte. Sie wurde erstmals 1188 erwähnt und 1619 in ihrer heutigen Form erbaut; sie ist weiterhin voll funktionsfähig. Die frühe Erwähnung und das spätere Baujahr ihrer heutigen Form bezeichnen unterschiedliche Abschnitte ihrer Geschichte. Zusammen mit Högers Hues und der Kirche zeigt sie, wie verschieden die erhaltenen Bauzeugnisse in Alstätte datiert sind.
Damit reicht das Spektrum von der mittelalterlichen ersten Erwähnung der Mühle über den Wehrturm aus dem 15. Jahrhundert bis zum Haus von 1792 und den kirchlichen Bauteilen des 18. Jahrhunderts. Die Daten helfen, die Gebäude voneinander zu unterscheiden: Bei der Mühle beziehen sich erste Erwähnung und heutige Form auf verschiedene Zeitpunkte, während bei der Kirche Turm, Langhaus und Chor jeweils eigene Bauphasen markieren.
Ahaus: Schloss und kulturelle Themen
Im übergeordneten Reiseziel Ahaus steht mit Schloss Ahaus ein eigener architektonischer Schwerpunkt. Das barocke Jagdschloss wurde zwischen 1688 und 1695 von dem Kapuzinermönch Ambrosius von Oelde im Auftrag des Fürstbischofs Friedrich Christian von Plettenberg erbaut. Seit 1952 finden im Fürstensaal Schlosskonzerte statt. Baugeschichte und Konzerttradition bilden dabei unterschiedliche Aspekte des Schlosses.
Das Torhausmuseum Schloss Ahaus zeigt wechselnde Ausstellungen. Zu den Themen und Objekten gehören Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens, Luxusartikel aus fürstbischöflichem Besitz und Zeugnisse aus Ahauser Fabriken. Das Schulmuseum befindet sich im zweiten Torhaus von Schloss Ahaus. Es wurde im Frühjahr 2002 eröffnet und zeigt anhand originaler Zeugnisse die Geschichte des Schulwesens.
Auch für die Orientierung in Ahaus gibt es unterschiedliche Zugänge: Schloss Ahaus ist Start- und Zielpunkt der Flamingo-Route. Mit dem digitalen Stadtrundgang können Besucher die Sehenswürdigkeiten in Ahaus auf eigene Weise entdecken. Diese Angebote beziehen sich auf Ahaus; sie sind vom Naturraum und den historischen Gebäuden in Alstätte zu unterscheiden.
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