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Marienfeld lässt sich besonders über sein ehemaliges Zisterzienserkloster entdecken. Die Anlage vereint eine spätromanische Abteikirche, ein barockes Abteigebäude und Bauernhäuser aus dem 18. Jahrhundert, die um den historischen Klosterhof angeordnet sind. Das Kloster wurde 1185 gegründet und 1803 aufgelöst; bis zu seiner Auflösung gehörte es zu den bedeutendsten Klöstern Westfalens. Die Architektur der Abteikirche beeinflusste bedeutende Kirchenbauten in Westfalen und im Ostseeraum.

Kloster und historische Wege

Der 1.200 Meter lange Zisterzienserpfad führt als historischer Rundgang um das Klostergelände. Auf 13 Informationstelen wird die Geschichte des Klosters erläutert. Die Anlage ist im Rahmen einer Führung zu besichtigen. Wenn Sie die Besichtigung einplanen, prüfen Sie vorab die aktuellen Führungsmöglichkeiten.

Eine andere Perspektive auf die Klostergeschichte bietet der Prälatenweg im übergeordneten Reiseziel Harsewinkel. Der Rundwanderweg verbindet die drei ehemaligen Klöster in Herzebrock, Clarholz und Marienfeld. Auf dem Weg besteht außerdem die Möglichkeit, die Klöster und Gärten in diesen Orten zu besichtigen. Der Zisterzienserpfad konzentriert sich auf das Klostergelände in Marienfeld; der Prälatenweg verbindet mehrere ehemalige Klosterstandorte.

Anreise und Orientierung

Am Kloster gibt es Parkplätze und eine Bushaltestelle. Die Buslinie 71 bedient außerdem die Haltestelle „Marienfeld Bürgerhaus“. Prüfen Sie vor der Abfahrt den aktuellen Fahrplan und stimmen Sie eine Klosterbesichtigung auf die angebotenen Führungen ab. So können Sie Anreise und Besuch planen, ohne den kurzen historischen Rundgang mit einer geführten Besichtigung gleichzusetzen.

Weitere Perspektiven im übergeordneten Reiseziel Harsewinkel

In Harsewinkel bietet die St.-Lucia-Kirche einen weiteren Blick auf die regionale Baugeschichte: Sie ist neugotisch und stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Ihr 1904 errichteter Turm ist heute ein Wahrzeichen von Harsewinkel. Das übergeordnete Reiseziel Harsewinkel umfasst außerdem ein gut ausgeschildertes Rad- und Wanderwegenetz.

Zu den Landschaftsthemen in Harsewinkel gehören die Boomberge und das Hühnermoor. Das Naturschutzgebiet Boomberge besteht aus ehemaligen Ems-Sanddünen, die am Ende der letzten Eiszeit entstanden. Das baumbestandene Gelände ist von Wegen durchzogen; die ältesten sind mindestens 150 Jahre alt. Das Hühnermoor ist Harsewinkels ältestes Naturschutzgebiet und ein Relikt einer 4.000 Jahre alten Hochmoorlandschaft. Besonders reizvoll ist ein Besuch im Juni während der Wollgrasblüte.

Auch die Wege unterscheiden sich in ihrem Zuschnitt: Der Zisterzienserpfad ist mit 1.200 Metern ein kurzer Rundgang um die Klosteranlage. Der 7,15 Kilometer lange regionale Wanderweg Hühnermoor führt durch Marienfeld. Die beiden Längen geben Ihnen einen konkreten Anhaltspunkt, wenn Sie zwischen einem Spaziergang am Kloster und einer längeren Wanderung wählen.

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