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Mühlen, Wasserläufe und Wege eröffnen verschiedene Zugänge zu Wegberg: Im Tüschenbroicher Wald stehen Natur und Landschaft im Mittelpunkt, während Mühlen und Kapellen die Kulturgeschichte der Stadt sichtbar machen. Für die Planung lohnt es sich, die einzelnen Wege nach Streckenlänge und Thema zu unterscheiden.

Wald und Wege rund um Tüschenbroich

Das Naturschutzgebiet Tüschenbroicher Wald in der Gemeinde Wegberg umfasst die Quellen der Schwalm und bildet ein bedeutendes Feuchtgebiet. Auf versunkenen Pfaden lassen sich im Frühjahr Frühjahrsblüher, mehrere Spechtarten und am Waldrand häufig Rehe beobachten. Schloss Tüschenbroich und der große Mühlenweiher sind kulturhistorische Relikte im Naturschutzgebiet. Ein Wanderweg führt dort an der Ölmühle, dem oberen Weiher und der Tüschenbroicher Mühle vorbei.

Als einzelne Tour ist die Tüschenbroicher-Runde 3 Kilometer lang und weist insgesamt 15 Höhenmeter Anstieg auf; sie ist als Premium-Spazierwanderweg ausgewiesen. Der Nordic-Walking-Park Wegberg bietet dagegen sieben Routen mit zusammen 41 Kilometern. Sie verlaufen über Wald- und Wiesenwege sowie teilweise asphaltierte Wirtschaftswege. An den Start- und Zielpunkten stehen Informationstafeln zu den Routen und Übersichtskarten mit ihren Streckenverläufen. So lässt sich ein einzelner Spazierwanderweg von einem Routennetz unterscheiden, dessen Routen zusammen eine deutlich größere Gesamtlänge haben.

Auch zwei längere Wege setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Die Wegberger Mühlenroute ist ein etwa 42 Kilometer langer Rad- und Wanderweg durch die Landschaft des Naturparks Schwalm-Nette; sie verbindet historische Mühlen, die entlang der Strecke besichtigt werden können. Die Wegberger Kapellenroute ist ein etwa 40 Kilometer langer Wander- und Pilgerweg rund um Wegberg. Sie verbindet historische Kapellen, Kirchen und religiöse Denkmäler. Bei der Routenwahl stehen damit Mühlengeschichte und religiöse Bauwerke als unterschiedliche Themen im Vordergrund.

Mühlen zwischen Fluss und Ausstellung

Die Schwalm fließt unmittelbar neben der Wegberger Mühle und trieb dort früher zwei Mühlräder an. Die historische Mühle im Stadtzentrum dient als Veranstaltungsort für Vereine. Eine andere Mühlengeschichte erleben Besucher in der Schrofmühle in Wegberg-Rickelrath: Nach vorheriger Anmeldung können sie dort live dem Mahlen und dem Schlagen von Öl zusehen. Die Anmeldung ist für diese Vorführungen erforderlich.

Zum Mühlenmuseum der Schrofmühle gehört die Dauerausstellung „Wegberg und das Tal der Mühlen“. Anhand von 17 großformatigen Bildern vermittelt sie einen unmittelbaren Zugang zu den einzelnen Mühlen im Stadtgebiet Wegberg. Vorführungen und Ausstellung setzen dabei verschiedene Akzente: Hier geht es einerseits um zwei gezeigte Arbeitsprozesse, andererseits um die Mühlen des Stadtgebiets in Bildern.

Flachs, Trachten und Kapellen

Im Flachsmuseum in Wegberg-Beeck führt die Ausstellung durch die Entwicklung der Flachsverarbeitung – von der Aussaat bis zum Weben von Leinen. Das Museum befindet sich in einer ehemaligen fränkischen Scheune. Jährlich wird dort Flachs angebaut, es finden Vorführungen statt, und Besucher können mit erhaltenen Geräten selbst arbeiten. Für Besuchergruppen ab zehn Personen bietet der Heimatverein Beeck neben Führungen auch Kaffee und Kuchen sowie eine Rheinische Kaffeetafel an. Ein weiteres Museum in Wegberg-Beeck ist das Museum für Europäische Volkstrachten, das ebenfalls vom Heimatverein Beeck unterhalten wird.

Die Heiligkreuzkapelle Kipshoven gehört zu den ältesten Baudenkmälern im Stadtgebiet Wegberg. Sie wurde vermutlich 1492 errichtet und besitzt einzigartige mittelalterliche Farbmalereien im Inneren. Zusammen mit der Kapellenroute eröffnet sie einen Zugang zur religiösen Bau- und Erinnerungskultur der Gegend; die Route selbst verbindet Kapellen, Kirchen und religiöse Denkmäler rund um Wegberg.

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