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Die Baugeschichte Hesborns reicht vom romanischen Kirchturm bis zur heutigen neubarocken Kirche; im Steinbruch öffnet sich der Blick auf eine viel ältere Erdgeschichte.

Kirche und Geschichte

Der romanische Kirchturm in Hesborn steht seit 1126/27. Die heutige neubarocke Kirche wurde 1914/15 erbaut. Die Zeitangaben verweisen auf unterschiedliche Epochen der Baugeschichte. Wer sich für Kirchenarchitektur interessiert, kann romanische und neubarocke Merkmale sowie ihre zeitliche Spannweite miteinander vergleichen.

Die Ausstattung der Kirche stammt überwiegend aus der Kirche des ehemaligen Kreuzherrenklosters Glindfeld bei Medebach. Das Kloster wurde 1804 infolge der Säkularisation aufgelöst. Damit verweist die Ausstattung über Hesborn hinaus auf die Geschichte eines ehemaligen Klosterstandorts; ihre Herkunft ergänzt die bauliche Perspektive um einen eigenen historischen Zusammenhang.

Auch am Stolzenberg nördlich von Hesborn bleibt lokale Geschichte greifbar: Auf seinem Gipfel finden sich noch heute Reste der Wallanlagen einer Burg, die 1694 urkundlich als zerstört gemeldet wurde.

Bergblicke und Wege

Der 758 m hohe Bollerberg gehört zum Rothaargebirge und liegt im Ortsteil Hesborn. Vom Bollerbergturm reicht der Blick über das Rothaargebirge und das Hessische Bergland; bei klarer Sicht bis in den Taunus. Damit hat das Panorama zwei Reichweiten: über die benannten Landschaftsräume und bei klarer Sicht bis in den Taunus.

Am Hilmesberg führt ein naturbelassener Pfad über schmale Serpentinen zum Gipfel. Der Hilmesberg ist außerdem mit dem FFH-Gebiet Liesetal-Hilmesberg verbunden. Im Vergleich dazu steht beim Bollerberg das Panorama vom Turm im Vordergrund, während am Hilmesberg Pfad und Verbindung zum FFH-Gebiet die kennzeichnenden Themen sind.

Geologie im Steinbruch

Im Steinbruch Hesborn sind kieselige Kalksteine der geologischen Formation „Kulm-Kieselkalke“ aus der Unterkarbon-Zeit vor etwa 320 Millionen Jahren aufgeschlossen. Zwischen den harten Gesteinsschichten finden sich feine Spuren uralter Vulkanasche. So reicht der Blick hier von der Gesteinsformation bis zu einem feinen Detail zwischen den Schichten.

Der Steinbruch ist eine von 14 Stationen der Geo-Erlebnis-Route rund um Hallenberg und Medebach. Als Teil dieser Route gehört er zugleich zu einem größeren geologischen Themenangebot.

Kultur im übergeordneten Reiseziel Hallenberg

Im übergeordneten Reiseziel Hallenberg zeigt sich eine eigene Kulturperspektive. Hallenbergs historischer Stadtkern bewahrt den typisch ringförmigen Straßenverlauf um den Standort der Burg und umfasst zahlreiche Fachwerkhäuser, die Pfarrkirche und den Marktplatz. Im Informations- und Kommunikationszentrum KUMP in Hallenberg kann die Hallenberger Osternacht multimedial erlebt werden. Im Hallenberger Eishäuschen befindet sich eine Dauerausstellung mit Eisskulpturen des heimischen Eiskünstlers Joachim Knorra. Auf der Freilichtbühne Hallenberg wurden seit 1946 mehr als 100 Stücke inszeniert; außerdem gab es einige Gastspiele.

Weitere Reiseziele entdecken: Liesen, Braunshausen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Hallenberg.

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