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Appeldorn lässt sich über Baugeschichte, religiöse Kunst und einen geschützten Naturraum erschließen. Die Burg Boetzelaer und St. Lambertus setzen unterschiedliche historische Akzente; nördlich des Ortes liegt das Boetzelaerer Meer. Für Ihre Reiseplanung stellt sich damit eine konkrete Schwerpunktfrage: Soll der Aufenthalt vor allem der Bau- und Kirchengeschichte gelten oder auch den Naturraum einbeziehen? Wenn Sie eine Unterkunft in Appeldorn suchen, können Sie zuerst entscheiden, welche dieser Themen für Ihre Reise den Ausschlag geben soll.

Burg Boetzelaer und St. Lambertus

Die Burg Boetzelaer ist über 760 Jahre alt. In historischer Kulisse werden dort Burgbesichtigungen und abwechslungsreiche Programme angeboten. So stehen sowohl die lange Geschichte des Bauwerks als auch die Besichtigungen und Programme als unterschiedliche Aspekte im Mittelpunkt.

St. Lambertus Appeldorn zeigt eine andere Zeitschicht: Der erhaltene Chor des früheren Kirchenbaus ist in den modernen Neubau integriert und bildet mit ihm bis heute den Gesamtbau der Kirche. Der ältere Bauteil ist dadurch in den heutigen Kirchenbau einbezogen. Der Kirchenraum ist offen und zeltartig gestaltet. Zugleich beherbergt St. Lambertus einen Antwerpener Altar aus dem Jahr 1530. Bauform und Ausstattung eröffnen unterschiedliche Blickwinkel auf dieselbe Kirche.

Weitere historische und künstlerische Bezugspunkte

Haus Veen bei Appeldorn stammt aus dem 16. Jahrhundert. Eine persönliche Entstehungsgeschichte verbindet sich mit der Fatima-Kapelle in Kalkar-Appeldorn: Die Familie Wilmsen errichtete sie 1957 aus Dankbarkeit für die gesunde Heimkehr ihrer Söhne aus dem Zweiten Weltkrieg. An jedem 13. der Monate Mai bis Oktober finden in der Kapelle Andachten und Messfeiern statt. Wenn Sie Ihren Aufenthalt auf einen solchen Termin abstimmen möchten, prüfen Sie das Datum vorab.

An der Grundschule in Kalkar-Appeldorn befindet sich die Quellsteinspirale von Anna Kubach-Wilmsen und Wolfgang Kubach. Sie stammt aus der Zeit um 1965. Mit dieser Skulptur kommt neben den historischen Gebäuden und der kirchlichen Ausstattung ein eigener künstlerischer Bezugspunkt hinzu.

Das Boetzelaerer Meer

Das Boetzelaerer Meer liegt nördlich von Appeldorn, im Osten der Stadt Kalkar, und umfasst 25 Hektar. 1985 wurde es als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Es ist ein nährstoffreiches Altwasser, etwa 1,5 Kilometer lang und bis zu 130 Meter breit. Zugleich liegt es außerhalb des Überschwemmungsgebiets des Rheins. Gewässertyp, Schutzstatus und Maße beschreiben hier einen Naturraum, der einen anderen Schwerpunkt setzt als die historischen Bauwerke und Kunstwerke in Appeldorn.

Kalkar als eigener Kulturkontext

Im übergeordneten Reiseziel Kalkar gibt es weitere eigenständige Kulturthemen. In Grieth am Rhein prägt unter anderem die spätgotische Pfarrkirche St. Peter und Paul das Ortsbild. Die St. Nicolai Kirche in Kalkar besitzt neun spätgotische Schnitzaltäre, Skulpturen, Malereien und zeitgenössische Glaskunst in 22 Fenstern. Das Rathaus von Kalkar wurde von 1438 bis 1445/46 im Stil der Backsteingotik erbaut. Es diente der Stadtverwaltung und dem Handel und war zudem Gerichtsort. Die Stadtwindmühle bildet mit einer Brauerei und einem Biergarten ein Ensemble. So ergänzt Kalkar die lokalen Themen Appeldorns um eigene Kirchenkunst, Stadtbaugeschichte und ein bauliches Ensemble.

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