Kranenburg bietet unterschiedliche Schwerpunkte für einen Aufenthalt: spätgotische Kirchenarchitektur, Kunst im Katharinenhof und die Feuchtlandschaft des Kranenburger Bruchs. Für die Planung können Sie zunächst entscheiden, ob Ortsgeschichte, Kunst oder Naturbeobachtung Ihren Aufenthalt prägen soll. Die Wege unterscheiden sich in Länge und Thema.
Ortsgeschichte im Rundgang
Am Kirchplatz in Kranenburg steht die dreischiffige Pfarr-, Stifts- und Wallfahrtskirche St. Peter und Paul. Sie wurde zwischen 1406 und 1447 im spätgotischen Stil errichtet. Dreischiffig bezeichnet die Gliederung des Kirchenraums in drei Schiffe. Bauzeit und Stil prägen den historischen Charakter der Kirche. Eine leichte Rundwanderung durch den historischen Ortskern ist 2,58 km lang. Der Rütterswall verläuft entlang der alten Stadtmauer. Damit stehen für einen Spaziergang durch Kranenburg zwei verschiedene historische Blickwinkel bereit: sakrale Baukunst und die alte Stadtmauer.
Kunst im Katharinenhof
Die Sammlung des Museums Katharinenhof umfasst mittelalterliche Sakralkunst, Gemälde aus der Renaissance und Arbeiten des Fin de Siècle. Damit reicht das Kunstthema von religiösen Werken bis zu Kunst aus mehreren Epochen. Während die Pfarrkirche vor allem durch ihre Architektur geprägt ist, richtet sich der Blick im Katharinenhof auf Malerei und weitere Kunstformen aus verschiedenen Zeiten.
Feuchtlandschaft und Rundwege
Das Naturschutzgebiet Kranenburger Bruch ist ein größeres Niedermoor mit artenreichem Feuchtgrünland, ausgedehnten Schilfröhrichten, Feuchtgebüschen und kleinen Erlen-Bruchwäldchen. Der Naturpfad Kranenburger Bruch führt über einen 3,5 km langen Rundweg mit acht Informationstafeln. Rund um das Bruch verlaufen zudem Wander- und Feldwege. Von einer Beobachtungshütte nahe dem Parkplatz Kurze Hufen/Tüthees haben Sie einen Blick auf den Flachwassersee. Im Naturschutzgebiet ist der Zugang in Teilen eingeschränkt; bleiben Sie auf den Wegen.
Wege nach Interesse auswählen
Für die Wahl des Weges lassen sich Länge und Thema gegenüberstellen: Die leichte 2,58-km-Rundwanderung erschließt den historischen Ortskern, der 3,5-km-Naturpfad führt an acht Informationstafeln entlang. So können Sie zwischen Ortsgeschichte und Informationen zum Naturraum wählen. Eine andere Ausflugsart bietet die Grenzland-Draisine auf stillgelegten Bahnstrecken zwischen Groesbeek, Kranenburg und Kleve. Wenn Sie sie in die Planung einbeziehen, prüfen Sie die saisonalen Termine vorab.
Kleve als regionaler Rahmen
Im übergeordneten Reiseziel Kleve lässt sich der Blick auf den Kreis erweitern. Der Kreis Kleve verfügt über ein Radwegenetz von mehr als 1.500 Kilometern und zahlreiche Themenrouten. Dazu gehört der ausgeschilderte, 128 Kilometer lange Niers-Radwanderweg. Er führt von der Quelle der Niers in Mönchengladbach durch die Kreise Viersen und Kleve bis zur Gemeinde Gennep in den Niederlanden. Ein Pocketplaner zeigt ausgefaltet alle Knotenpunkte im Kreis Kleve und erklärt die Funktion des kreisweiten Systems. Der Kreis Kleve umfasst außerdem vielfältige Landschaften mit Flussufern, grünen Wiesen und ausgedehnten Wäldern. Zum Brauchtum im Kreis Kleve gehören Schützenfeste, Karneval und Kirmes; konkrete Termine variieren. Bauernhofcafés im Kreis Kleve laden dazu ein, Produkte direkt beim Erzeuger kennenzulernen.
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