In Lüdenscheid führen verschiedene Wege zu Natur und Geschichte: Die Ochsentour verläuft durch das Naturschutzgebiet Stilleking; Stadtrouten, Museen und die App RoadStory eröffnen weitere Zugänge zur Stadtgeschichte.
Wandern im Naturschutzgebiet Stilleking
Große Weideflächen und Heidevegetation prägen das Naturschutzgebiet Stilleking, das vielen gefährdeten Tier- und Pflanzenarten Rückzugsraum bietet. Dort grast das ganze Jahr über eine Heckrind-Herde. Die Tiere sind nach ihren Züchtern, den Brüdern Heck, benannt.
Bei schönem Wetter bieten sich von mehreren Stellen entlang der Ochsentour Ausblicke über den Stilleking und auf Lüdenscheid. Damit setzt der Wanderweg einen anderen Schwerpunkt als die Angebote zur Stadtgeschichte: Hier stehen Schutzgebiet, Weidelandschaft und Ausblicke im Mittelpunkt.
Stadtgeschichte zu Fuß und digital
Zwei Stadtrouten der Ge-Denk-Zellen e.V. machen die Geschichte Lüdenscheids während des Nationalsozialismus zugänglich. Eine Route informiert über das Wirken von Partei und Staat in Lüdenscheid. Die andere führt zu Orten, an denen Jüdinnen und Juden gelebt, gearbeitet und ihren Glauben ausgeübt haben. An den einzelnen Stationen stehen Texte, Bilder und Audiodateien zur Verfügung.
Mit der App RoadStory lässt sich die Lüdenscheider Innenstadt im eigenen Tempo erkunden. An verschiedenen Stationen werden per GPS automatisch kurze Audiobeiträge abgespielt, etwa zur Stadtgeschichte, zu bekannten Orten und zu interessanten Hintergründen. Da Verfügbarkeit und Inhalte sich ändern können, prüfen Sie vor dem Rundgang die aktuelle Verfügbarkeit der App.
Museen und Kunst
Das Geschichtsmuseum beleuchtet die Entwicklung der Stadt und der Region. Ein Schwerpunkt liegt auf der Industriegeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts: Dazu gehören die Knopfproduktion, die Metall- und Kunststoffverarbeitung sowie die Leuchtenindustrie. So steht hier die industrielle Entwicklung neben der breiteren Stadtgeschichte.
Die Städtische Galerie Lüdenscheid zeigt wechselnde Ausstellungen zur Entwicklung der Bildenden Kunst in Deutschland nach 1945. Im gläsernen Zwischenbau der städtischen Museen gibt es ebenfalls ständig wechselnde Ausstellungen sowie Veranstaltungen und gesellschaftliche Events. Zusammen bieten diese Orte unterschiedliche Zugänge: vom Blick auf regionale Industriegeschichte bis zur Kunstentwicklung nach 1945.
PHÄNOMENTA und Besuchsplanung
In der PHÄNOMENTA können Sie die Ausstellung im eigenen Tempo und nach Ihren Interessen erkunden; klassische Führungen werden dort nicht angeboten. Sie liegt am Startpunkt des Drahthandelswegs von Lüdenscheid nach Iserlohn. Vom Bahnhof Lüdenscheid ist die PHÄNOMENTA zu Fuß in etwa fünf Minuten erreichbar.
Zur PHÄNOMENTA gehört ein Café mit Snacks, Getränken, Kaffeespezialitäten und hausgemachten Speisen. Das Angebot kann sich ändern. Wenn Sie den Besuch mit einer Pause verbinden möchten, können Sie die aktuellen Angaben des Hauses vorab prüfen.
Architektur und Veranstaltungen
Die Waldbühne im Stadtpark dient heute wieder als Open-Air-Bühne für vielfältige Veranstaltungen, darunter Veranstaltungen des Kulturhauses. Programm und saisonale Nutzung können sich ändern; prüfen Sie daher vorab die Termine, wenn Sie einen Besuch danach ausrichten möchten.
Das Kulturhaus wurde als erstes öffentliches Forum der Stadt für Theater, Konzerte und Veranstaltungen geschaffen. Als öffentlicher Raum stand es allen kulturellen und gesellschaftlichen Veranstaltungen der Stadtgesellschaft offen. Schloss Neuenhof zählt zu den wenigen kunsthistorisch und stadtgeschichtlich bemerkenswerten und herausragenden Baudenkmalen Lüdenscheids. Es ist privat und nur von außen zu besichtigen.
Weitere Reiseziele entdecken: Meinerzhagen, Balve, Herscheid, Hemer, Werdohl, Neuenrade, Menden, Kierspe.
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