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Zwei Talsperrenwege, ein Museum rund um Bakelit und zehn über das Stadtgebiet verteilte Lauschpunkte geben Kierspe unterschiedliche Akzente. Dazu kommen der Schleiper Hammer und Sammlungen zu Literatur und Zinnfiguren. Bei der Planung helfen die klaren Unterschiede: Die Jubachtalsperre ist vom Wanderparkplatz Herlinghausen-Volme aus nur zu Fuß erreichbar, und für das Märkische Zinnfigurenkabinett ist vorab ein Termin erforderlich. So lässt sich zwischen Landschaft, Technik und lokalen Sammlungen nach dem eigenen Schwerpunkt wählen.

Talsperrenwege mit unterschiedlichen Orientierungspunkten

Die Kiersper Talsperrenroute beginnt und endet im Kiersper Ortsteil Rönsahl und umrundet im weiteren Verlauf die Kerspetalsperre. An der Jubachtalsperre führt ein 2,7 km langer Weg um das Gewässer; vom Wanderparkplatz Herlinghausen-Volme aus ist die Talsperre nur zu Fuß erreichbar. Damit stehen zwei verschiedene Orientierungen für einen Ausflug bereit: Rönsahl und die Umrundung der Kerspetalsperre einerseits, eine konkrete Streckenlänge und der Fußweg ab Herlinghausen-Volme andererseits.

Bakelit und alte Produktionsmaschinen

Das Kiersper Bakelitmuseum wird als in Deutschland einzigartig bezeichnet und zeigt mehrere tausend Exponate in einer Wechselausstellung. Zu den Produkten aus dem ersten Kunststoff der Welt, die hier gezeigt werden, gehören Küchenmaschinen, Fahrradgriffe, Lichtschalter, eine „Laterna Magica“, Volksempfänger, Aschenbecher, Föhne und Schreibmaschinen.

Der Schleiper Hammer liegt im Schleipetal, einem rechten Nebenbachtal der Volme, auf dem Gebiet der Stadt Kierspe. Besucher können dort Vorführungen alter Produktionsmaschinen erleben und selbst Hand anlegen. Die beiden Technikorte unterscheiden sich im Zugang: Im Bakelitmuseum stehen Produkte aus Kunststoff, am Schleiper Hammer Vorführungen und eigenes Mitmachen im Vordergrund.

Literatur, Zinnfiguren und Lauschpunkte

Literatur hat im Fritz-Linde-Museum einen eigenen Platz: Ausgestellt werden Bücher und Briefe von Fritz Linde, dem Kiersper Heimatdichter. Das Märkische Zinnfigurenkabinett setzt einen anderen Sammelschwerpunkt. Dort sind etwa 15.000 Zinnfiguren und 50 Dioramen ausgestellt. Für den Besuch ist zuvor ein Termin mit Detlef Voigt-Wetzel zu vereinbaren. Planen Sie diesen Kontakt ein, bevor Sie das Kabinett in Ihre Besichtigung einbeziehen.

Zehn Kiersper Lauschpunkte sind über das Stadtgebiet verteilt. Sie geben dem Thema Hören einen stadtweiten Rahmen, während eine Stadtrundfahrt durch Kierspe für geschlossene Gruppen buchbar ist. Wer als Gruppe plant, kann diese Rundfahrt als eigene Option berücksichtigen.

Im Märkischen Kreis: Drahtmuseum und Felsenmeer

Im Märkischen Kreis setzt das Deutsche Drahtmuseum einen eigenen Technik-Schwerpunkt. Es ist ein interaktives Erlebnismuseum zur Drahtherstellung früher und heute; Experimentierstationen laden zum Mitmachen ein. Neben der Technikgeschichte behandelt es auch die Sozial-, Wirtschafts- und Kulturgeschichte des Drahtes. Das unterscheidet das Thema vom Kiersper Bakelitmuseum, das Produkte aus Kunststoff zeigt.

Ebenfalls im Märkischen Kreis liegt das Felsenmeer Hemer: Seine Felsformationen bildeten sich über Jahrhunderte durch den Einfluss von Wind, Wasser und den Menschen; zugleich zählt das Gebiet zu den ältesten Abbaugebieten von Eisenerz in Westfalen. Besichtigt wird das Felsenmeer ausschließlich über ausgewiesene Wege; der ausgewiesene Panoramaweg führt zu Aussichtspunkten.

Weitere Reiseziele entdecken: Hemer, Lüdenscheid, Nachrodt-Wiblingwerde, Altena, Meinerzhagen, Schalksmühle, Balve, Menden

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Märkischer Kreis.

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