Stemwede verbindet Naturbeobachtung, historische Ortsbilder, Gärten und Handwerk. Im Oppenweher Moor stehen seltene Tiere und Pflanzen im Blick; Levern zeigt sich als Fachwerk-Stiftsdorf mit einer besonderen Kirche. Dazu kommen Mühlen, Töpferkurse und ein jährlich stattfindendes Open Air. Je nach Interesse können Sie den Schwerpunkt Ihres Aufenthalts auf Landschaft, Kultur, Genuss oder Radfahren legen.
Moor und Gärten
Im Oppenweher Moor lassen sich seltene Tiere und Pflanzen beobachten. Im Herbst ziehen außerdem Kraniche durch – ein klarer saisonaler Akzent für das Naturthema. Geführte Exkursionen mit einer Moorexpertin können Sie nach Anmeldung über die Touristinfo Stemwede organisieren.
Auch die Gärten setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Rila erleben bietet in Stemwede-Levern eine 20.000 Quadratmeter große Anlage mit internationalen Themengärten, die zum Spazieren und Verweilen einlädt. Der NaturGarten mit Kunstobjekten in Niedermehnen ist ein zwei Hektar großes Gartenrefugium für Menschen und Tiere und zugleich ein Forum für Künstlerinnen und Künstler. So reicht das Spektrum von gestalteten Themengärten bis zu einem Gartenraum, der Natur und Kunst verbindet.
Fachwerk, Kirche und Mühlen
Das gut erhaltene Stiftsdorf Levern ist von Fachwerkhäusern geprägt und lädt zu einem Rundgang ein. Die Stiftskirche vereint die ehemalige Klosterkirche und die evangelisch-lutherische Pfarrkirche unter einem Dach. Sie zählt zu den ältesten Kirchen im Bistum Minden. Bei einer Erlebnisführung durch den historischen Ortskern begleiten die Stiftsdamen die Gäste in historischen Kostümen.
In Stemwede laden drei Mühlen unterschiedlicher Bauart zur Besichtigung ein. Ein markantes Beispiel ist die Windmühle Levern: Der Galerieholländer stammt aus dem Jahr 1922 und besitzt ein massives Bruchsteingeschoss sowie ein verbrettertes und geschindeltes Sechskant. Im Pfarrwitwenhaus in Levern wohnte Henriette Davidis von 1838 bis 1855. Die Heimathäuser in Levern und Wehdem vermitteln Einblicke in die Geschichte ihrer Orte sowie in das frühere Leben und Arbeiten in Stemwede.
Handwerk, Veranstaltungen und Genuss
In der Töpferei Sundern sind Besucherinnen und Besucher willkommen; dort werden buchbare Töpferkurse für Kinder und Erwachsene angeboten. Für die Reiseplanung ist das eine konkrete Möglichkeit, einen kulturellen Schwerpunkt mit einer eigenen Aktivität zu verbinden.
Das Stemweder Open Air findet seit 1976 alljährlich im August im Ortsteil Haldem statt. Wenn Sie Ihren Besuch danach ausrichten möchten, prüfen Sie die konkreten Veranstaltungstermine. An den Mahl- und Backtagen an den Mühlen können Sie warmes Mühlenbrot und frischen Butterkuchen probieren. In der Rila Feinkostwelt lassen sich vielfältige Produkte probieren, kaufen und näher kennenlernen.
Zu Fuß und mit dem Rad unterwegs
Der Parkplatz und der Wohnmobilstellplatz Hollenmühle dienen als Ausgangspunkt für Wanderungen und Radtouren und laden zum Übernachten ein. Eine ausgewiesene Radrunde ist die leichte, 18,7 Kilometer lange Stemweder Feld- und Wiesen-Route. Sie beginnt und endet am Parkplatz am Haus des Gastes, Buchhofstraße 17, 32351 Stemwede. Länge, Einstufung und gemeinsamer Start- und Endpunkt geben Ihnen konkrete Anhaltspunkte, um diese Tour in Ihre Planung einzuordnen. Da sich Routendetails ändern können, lohnt sich ein Blick auf die aktuellen Angaben vor der Fahrt.
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