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Bad Honnef verbindet Wege am Rhein mit dem Siebengebirge und historischen Stationen in Rhöndorf. Die Stadt liegt zwischen dem Rhein und dem Naturpark Siebengebirge, am rechten Rheinufer und rund 20 Kilometer südöstlich von Bonn. Für die Planung bieten sich drei unterschiedliche Schwerpunkte an: Wandern, Radfahren am Fluss und Kultur.

Wandern und Radfahren am Rhein

Der Rheinsteig verläuft unmittelbar am Ortsrand von Bad Honnef. Von Rommersdorf führt eine Verbindungsroute auf den Rheinsteig. Eine Wanderung über Leyberg und Himmerich setzt einen anderen Akzent: Zu den genannten Punkten der Tour gehören ein Basaltkegel mit Blick auf das Siebengebirge und ein Aussichtspunkt am Himmerich. So lassen sich die beiden Aussichtsmotive bei der Tourenwahl unterscheiden. Rund um Bad Honnef haben Wanderwege Busverbindungen in festen Abständen. Wenn Sie eine konkrete Tour planen, empfiehlt es sich, Route und aktuellen Fahrplan gemeinsam zu prüfen.

Der Rheinradweg folgt dem Rhein südwärts Richtung Linz oder Remagen und nordwärts Richtung Bonn. Die Richtungswahl gibt der Radtour einen klaren Rahmen: Sie können sich an den Zielen südlich oder nördlich von Bad Honnef orientieren. Für Wander- und Radpläne stehen damit unterschiedliche Formen der Bewegung im Mittelpunkt – Wege am Ortsrand und im Siebengebirge auf der einen, eine Strecke entlang des Rheins auf der anderen Seite.

Grafenwerth: Stadtpark und Inselwege

Insel Grafenwerth ist Bad Honnefs bedeutender Stadtpark. Dort gibt es barrierefreie Spazierwege, Spielplätze und offene Flächen. Die Grafenwerthbrücke ermöglicht den barrierefreien Zugang zur Insel von Anbindungen an den öffentlichen Verkehr, Besucherparkplätzen und Geh- und Radverbindungen zur Innenstadt. Auf der Insel liegen also Parkwege und Freiflächen, während die Brücke sie mit weiteren Wegen Richtung Stadt verbindet. Grafenwerth liegt außerdem innerhalb eines Landschaftsschutzgebiets, in dem seltene Tier- und Pflanzenarten vorkommen.

Auch die Brücke selbst hat eine eigene Geschichte: Sie wurde 1911 und 1912 gebaut und gilt als eine der ältesten Betonstrukturen Deutschlands und der Welt. Der Inselbesuch verbindet so die Nutzung als Stadtpark mit einem Bauwerk aus der frühen Betonbauzeit.

Rhöndorf und die Geschichte Bad Honnefs

In Rhöndorf prägen Fachwerkhäuser rund um den Ziepchensplatz den historischen Ortskern. Das Konrad-Adenauer-Haus besitzt eine Dauerausstellung über das Leben und Wirken des früheren Bundeskanzlers. Im Rhein-Sieg-Kreis ist das Adenauerhaus in Bad Honnef-Rhöndorf zudem ein Museum und Erinnerungsort der deutschen und europäischen Demokratiegeschichte. Zum Museum gehören das ehemalige Wohnhaus, der Garten und eine Ausstellung; Objekte und Medien vermitteln Adenauers langes Leben. Ortskern und Museum setzen damit unterschiedliche Schwerpunkte: hier die Fachwerkhäuser am Platz, dort die politische Lebensgeschichte.

Auch St. Johann Baptist verweist weit zurück: Die ältesten Spuren der Kirche führen zu einer Basilika aus der Mitte des 8. Jahrhunderts. Der jüdische Friedhof in Selhof wurde in den 1660er-Jahren angelegt. Diese beiden Orte stehen für unterschiedliche historische Kapitel der Stadt.

Die Geschichte des Kurorts lässt sich an zwei Mineralquellen nachzeichnen. Bad Honnefs erste Mineralquelle, die 249 Meter tiefe Drachen-Quelle, wurde am 12. Dezember 1897 erbohrt. Eine weitere Mineralquelle auf Grafenwerth entstand durch eine Bohrung im Jahr 1938 und trug dazu bei, dass Bad Honnef als Kurstadt Anerkennung gewann.

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