Wer Welver auswählt, kann markierte Wanderwege, Radstrecken mit unterschiedlichen Schwerpunkten und die Geschichte Kirchwelvers als ehemaliges Klosterdorf verbinden. Für die Tourenplanung geben Längen und Ziele eine klare Orientierung; zugleich lässt sich der Mittelpunkt Westfalens anhand eines Gedenksteins auf dem Gebiet der Gemeinde verorten.
Wandern in Welver
Sechs Rundwanderwege in Welver reichen von 2,5 bis rund 14 Kilometern. Am Parkplatz in Kirchwelver informiert eine große Tafel über den Verlauf der Wanderwege; die Wege sind vor Ort gekennzeichnet. Die Spannweite der Längen hilft, eine kürzere Runde von einer deutlich längeren zu unterscheiden. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die örtlichen Hinweise zur aktuellen Wegesituation.
Radstrecken mit verschiedenen Schwerpunkten
Für eine kürzere Radtour gibt es eine familiengeeignete Strecke von knapp 10 Kilometern. Sie führt durch den Staatsforst, der auch Reiherwald genannt wird, bis zum Haus Nehlen in Berwicke. Bestätigen Sie vor der Fahrt die örtlichen Wegbedingungen.
Eine andere Größenordnung bietet die 30 Kilometer lange Radroute im Norden Welvers. Sie ist als Kultur-Route ausgewiesen und führt an geschichtsträchtigen Kulturgütern der Gemeinde vorbei. Der Alleen-Radweg zwischen Unna und Welver endet nur wenige hundert Meter vom Mittelpunkt Westfalens entfernt. Ein Gedenkstein am Dorfrand von Scheidingen in Richtung Illingen markiert diesen Mittelpunkt und liegt auf dem Gebiet der Gemeinde Welver. Die Kultur-Route und der Alleen-Radweg unterscheiden sich damit sowohl in ihrer Länge als auch im beschriebenen Schwerpunkt beziehungsweise Zielbezug.
Kirchwelver und seine Geschichte
Kirchwelver ist ein ehemaliges Klosterdorf. Die romanische Kirche wurde wahrscheinlich im 11. oder 12. Jahrhundert errichtet. 1240 erweiterten Zisterzienserinnen sie und errichteten einen Turm; anschließend diente sie als Klosterkirche. Mehr als 100 Jahre nutzten die reformierte Kirchengemeinde und das katholische Nonnenkloster die Kirche gemeinsam. 1700 weihten die Nonnen eine neue barocke Klosterkirche ein. Die Abfolge macht mehrere historische Phasen sichtbar: auf die wahrscheinlich frühe romanische Kirche folgten ihre Erweiterung und gemeinsame Nutzung, bevor eine neue barocke Klosterkirche geweiht wurde.
Ein weiteres Zeugnis eines geplanten, aber nicht vollendeten Vorhabens ist eine fast fertiggestellte Brücke zwischen der Beckumer Straße in Kirchwelver und dem Kettlerholz in Dorfwelver. Ihre Lage verbindet zwei benannte Ortspunkte; der überlieferte Zusammenhang ist ein unvollendetes Straßenprojekt.
Soest: Museen und Stadtgeschichte
Im übergeordneten Reiseziel Soest setzt das Osthofentormuseum einen eigenen Schwerpunkt auf Stadtgeschichte und Topografie. Informationstafeln, großformatige Texte, Fotos, Grafiken und ein Stadtmodell vermitteln einen Überblick über mehr als 1000 Jahre Geschichte und die topografische Entwicklung der Stadt. Das Museum Wilhelm Morgner mit RAUM SCHROTH zeigt Wechselausstellungen sowie eine ständige Ausstellung des Soester Expressionisten Wilhelm Morgner. Im Burghofmuseum stehen Stadt- und Kirchengeschichte im Mittelpunkt; zu sehen sind außerdem Kupferstiche von Heinrich Aldegrever (1502 bis etwa 1555) und die Ausstellung „Alltagsleben im Mittelalter“.
Weitere Reiseziele entdecken: Lippstadt, Bad Sassendorf, Warstein, Erwitte, Vellinghausen, Werl, Möhnesee, Soest.
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