Werl bietet für einen Aufenthalt unterschiedliche Schwerpunkte: den historischen Stadtkern, Museen und Kirchen sowie einen Baumrundgang und Radrunden. Wer Stadtgeschichte und Kunst in den Mittelpunkt stellen möchte, findet andere Anknüpfungspunkte als bei einem Aufenthalt mit Schwerpunkt auf Bewegung im Freien. Die Unterschiede liegen auch im Format: vom Rundgang durch Gassen und Sammlungen bis zu vier thematischen Radrundkursen zwischen 17 und 22 Kilometern.
Altstadt und Stadtgeschichte
Werls anerkannter historischer Stadtkern ist von restaurierten Fachwerkbauten, klassizistischen Fassaden, einer Schlossruine und zahlreichen kopfsteingepflasterten Gassen geprägt. Er eignet sich für einen Altstadtrundgang. Dabei können Sie den Blick auf die Fassaden und die unterschiedlichen Bauformen richten oder die Gassen und die Schlossruine in den Rundgang einbeziehen. Die historischen Gebäude und Straßen bilden einen anderen Zugang zu Werl als ein Museumsbesuch, bei dem einzelne Sammlungen und Darstellungen im Vordergrund stehen.
Das Städtische Museum am Rykenberg, Wendelin-Leidinger-Haus, liegt mitten in der Werler Altstadt nahe der Propsteikirche. Zu den Ausstellungsinhalten gehört ein Modell, das Werl so zeigt, wie die Stadt im 17. Jahrhundert aussah. Hinzu kommt die eindrucksvolle Gemäldesammlung des Malers Gaudenz von Rustige, der 1810 in Werl geboren wurde. Das Modell vermittelt ein Bild der früheren Stadtgestalt; die Gemäldesammlung lenkt den Blick auf einen in Werl geborenen Künstler. Wer sich für Stadtgeschichte und Malerei interessiert, findet hier zwei unterschiedliche Themen unter einem Museumsnamen.
Museen mit unterschiedlichen Blickwinkeln
Das Museum Forum der Völker umfasst mehr als 10.000 Gegenstände außereuropäischer Kunst und Alltagskultur. Es gilt als größtes Völkerkundemuseum Westfalens. Sein thematischer Schwerpunkt unterscheidet sich deutlich vom Stadtmodell und der Werler Gemäldesammlung im Städtischen Museum am Rykenberg: Hier stehen Kunst und Alltagskultur außerhalb Europas im Mittelpunkt. Damit reichen die Museumsinhalte in Werl von der Darstellung der eigenen Stadtgeschichte bis zu außereuropäischen Sammlungsgegenständen.
Kirchen und sakrale Kunst
Die Propsteikirche Sankt Walburga ist eine gotische Hallenkirche aus dem 14. Jahrhundert mit kunsthistorisch bedeutender Ausstattung. Dazu gehören der monumentale Kreuzaltar, der Dreikönigs-Flügelaltar, der Erbsälzer- und Rosenkranzaltar sowie der reich dekorierte Gerichtsstuhl des Offizialats. Die benannten Werke geben Kunstinteressierten konkrete Motive für einen Blick auf die Ausstattung der Kirche. In der Werler Wallfahrtsbasilika befindet sich außerdem das Gnadenbild „Trösterin der Betrübten“. Die Werler Wallfahrtskirche St. Maria Heimsuchung wurde von 1903/04 bis 1906 erbaut. So stehen in Werl verschiedene Aspekte kirchlicher Geschichte und Kunst nebeneinander: die Ausstattung der Propsteikirche, ein Gnadenbild und die Bauzeit der Wallfahrtskirche.
Kurpark und Radrundkurse
Der Kurpark Werl stammt aus der Zeit des Solbades Werl; seine Ursprünge reichen bis ins 19. Jahrhundert zurück. Im Park gibt es einen Baumrundgang, bei dem einheimische und fremdländische Baumarten besucht werden können. Der Blick richtet sich dabei auf die Bäume, während das „Werler Kleeblatt“ eine Möglichkeit für eine Tour mit dem Rad bietet.
Das „Werler Kleeblatt“ besteht aus vier thematischen Rundkursen durch das Werler Stadtgebiet. Jeder Rundkurs ist 17 bis 22 Kilometer lang; die Strecken können einzeln oder kombiniert gefahren werden. Die Fahrten führen über verkehrsarme Wirtschafts- und Radwege durch die Landschaft und bieten Eindrücke abseits der Hauptverkehrswege. Für die Tourenwahl können Sie die Längen der einzelnen Rundkurse berücksichtigen und entscheiden, ob Sie eine Runde einzeln oder mehrere kombiniert fahren möchten. Da sich Wegverhältnisse ändern können, prüfen Sie diese am besten vor der Fahrt.
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