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Der historische Ortskern Laers lässt sich über seine Plätze lesen: Am Rathausplatz schließt direkt die Teichanlage an, der Kirchplatz liegt rund um die denkmalgeschützte Kirche St. Bartholomäus, und ein weiterer Platz befindet sich an der Rathausschänke. Enge Straßenzüge verbinden die Plätze; sie sind untereinander zu Fuß erreichbar.

Ortsbild und Baugeschichte

Der Bau der Bartholomäuskirche begann 1485. Auch die Windmühle am Rathausteich ist historisch genau einzuordnen: Sie ist eine Kappenwindmühle holländischen Typs und wurde 1876 auf den Fundamenten der 1812 errichteten Bockwindmühle erbaut. Im Ortskern stehen damit unterschiedliche Bauzeiten nebeneinander: der Kirchenbau ab 1485 und die aufeinanderfolgenden Mühlenbauten von 1812 und 1876.

Handwerk und Kunst

Im Holskenmuseum können Besucherinnen und Besucher sich über die Geschichte und das Handwerk der Holzschuhmacher informieren. Das Kunstgewächshaus Münsterland ist ein Ausstellungsraum, in dem kreative Werke von Künstlerinnen und Künstlern unterschiedlichen Alters gezeigt werden. Inhaltlich stehen so traditionelles Holzschuhhandwerk und ausgestellte kreative Arbeiten als zwei unterschiedliche Zugänge nebeneinander. Informieren Sie sich vorab über aktuelle Besuchsmöglichkeiten, wenn Sie eines der beiden Häuser einplanen.

Nachtwächterführungen und Archäologie

Bei Nachtwächterführungen in Laer erfahren Teilnehmende Anekdoten und Wissenswertes über die Geschichte des Ewaldi-Dorfs und historische Gebäude. Die Touren starten am Rathausplatz und dauern etwa 1,5 bis 2 Stunden. Für aktuelle Termine verweist die Gemeinde auf Laer bewegt e.V.; sehen Sie dort nach, wenn die Führung Teil Ihrer Planung sein soll.

Eine konkret benannte Variante ist die Nachtwächter-Tour 2. Sie verläuft entlang des Ewaldibachs und führt an der Alten Möllersfabrik sowie am Heidenbaum vorbei, der als Laers wohl bekanntester Baum bezeichnet wird. Die Route verbindet damit mehrere benannte Orte und ein als besonders bekannt eingeordnetes Baumdenkmal.

Die Oldenborg liegt etwa 2 km westlich des Ortskerns. Im heutigen Waldgebiet Borg sind drei Wallringe erhalten, die zu einer Wehranlage aus dem 5. Jahrhundert gehörten; aufgegeben wurde sie um 1050. Damit verlagert sich das Thema von den Plätzen und historischen Gebäuden im Ort zu einer archäologischen Anlage mit einer langen Zeitspanne.

Für 2026 waren an der Laerer Oldenborg archäologische Spaziergänge am 12. April um 14 Uhr, am 9. Juni um 18 Uhr, am 4. August um 18 Uhr und am 11. Oktober um 14 Uhr angekündigt. Die Borgwarte Reinhard Fedder und Kalle Leismann erläutern dabei Geschichte, Ausgrabungen sowie Legenden und Sagen zur frühmittelalterlichen Borg. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, eine Anmeldung ist erforderlich. Prüfen Sie vor der Planung den aktuellen Terminstand beim Veranstalter.

Der weitere Blick auf Steinfurt

Laer liegt im Herzen des Münsterlandes. Im Kreis Steinfurt bieten die zwölf NaTourismus-Routen eine weitere Perspektive: Sie verlaufen durch fast alle Orte im Steinfurter und Tecklenburger Land, sind zwischen 25 und 54 Kilometer lang und dienen der Entdeckung von Flora und Fauna. Die 100-Schlösser-Route verbindet bedeutende Baudenkmäler im Kreis Steinfurt. Thematisch unterscheiden sich diese regionalen Routen von den Laerer Ortsgeschichten: Hier stehen Naturerlebnisse beziehungsweise Baukultur im größeren Rahmen im Mittelpunkt.

Weitere Reiseziele entdecken: Emsdetten, Ladbergen, Lotte, Ibbenbüren, Nordwalde, Ochtrup, Hopsten, Lienen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Steinfurt.

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